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Word - Standort deaktivert Popup ist wieder da!

Viele Unternehmen deaktivieren die Windows-Standortdienste bewusst per Gruppenrichtlinie oder Sicherheitsrichtlinie. Umso irritierender ist es, wenn Microsoft Word beim Öffnen oder ersten AutoSpeichern von Dokumenten plötzlich die Meldung anzeigt:

Der Standort ist in den Systemeinstellungen deaktiviert.

Besonders ärgerlich: Die Meldung erscheint immer wieder, obwohl sie bereits geschlossen wurde. Nach einigen Office-Versionen war das Problem lange verschwunden, taucht jedoch in neueren Microsoft-365-Builds vereinzelt erneut auf.

Wann tritt das Problem auf?

In unseren Tests zeigte sich das Verhalten unter folgenden Bedingungen:

  • Microsoft 365 Apps for Enterprise
  • Monthly Enterprise Channel
  • OneDrive for Business oder SharePoint Online
  • AutoSpeichern aktiviert
  • Windows-Standortdienste per Unternehmensrichtlinie deaktiviert

Lokale Word-Dokumente sind in der Regel nicht betroffen. Die Meldung erscheint typischerweise beim ersten AutoSpeichern oder beim Zugriff auf cloudbasierte Dokumente.

Ursache

Microsoft hat das Problem bereits in der Vergangenheit dokumentiert. Hintergrund ist eine Abfrage der Standortfunktion innerhalb der von Office verwendeten WebView2-Komponente.

Obwohl die Standortdienste absichtlich deaktiviert wurden, versucht Word bzw. eine zugehörige Cloud-Komponente auf die Geolokalisierungsfunktion zuzugreifen. Das führt zur wiederkehrenden Meldung.

Die funktionierende Lösung

Anstatt die Windows-Standortdienste zu aktivieren, kann die Geolokalisierung innerhalb von WebView2 per Richtlinie explizit blockiert werden.

Dazu genügt folgender Registry-Befehl:

reg add "HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Edge\WebView2" /v DefaultGeolocationSetting /t REG_DWORD /d 2 /f

Anschließend sollten die Richtlinien aktualisiert werden:

gpupdate /force

Danach Word vollständig schließen und erneut starten.

Bedeutung des Registry-Werts

Der Eintrag DefaultGeolocationSetting steuert die Geolokalisierung für WebView2-Anwendungen:

WertBedeutung
1Geolokalisierung erlauben
2Geolokalisierung blockieren
3Benutzer entscheidet

Für Unternehmensumgebungen mit deaktivierten Standortdiensten empfiehlt sich der Wert 2.

Kontrolle der Einstellung

Ob die Richtlinie korrekt gesetzt wurde, lässt sich mit folgendem Befehl prüfen:

reg query "HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Edge\WebView2" /v DefaultGeolocationSetting

Die Ausgabe sollte enthalten:

DefaultGeolocationSetting    REG_DWORD    0x2

Empfehlung für Administratoren

Wer die Einstellung zentral verwalten möchte, sollte den Registry-Wert nicht manuell verteilen, sondern per:

  • Gruppenrichtlinie (GPO)
  • Microsoft Intune
  • Endpoint Manager

ausrollen.

Dadurch wird sichergestellt, dass die Einstellung auf allen Clients konsistent angewendet wird.

Fazit

Wenn Word bei OneDrive-for-Business- oder SharePoint-Dokumenten ständig meldet, dass der Standort in den Systemeinstellungen deaktiviert sei, obwohl dies bewusst per Sicherheitsrichtlinie so vorgesehen ist, muss nicht der Standortdienst aktiviert werden.

Das Setzen der WebView2-Richtlinie DefaultGeolocationSetting=2 beseitigt die Meldung zuverlässig und entspricht gleichzeitig den Sicherheitsvorgaben vieler Unternehmen.

Für Administratoren ist dies derzeit die sauberste Lösung, um die störenden Standortabfragen in Microsoft 365 zu unterbinden.