Inhaltsverzeichnis
- OpenAudit Classic Software-Vergleich 2
- BSI Tipps nicht nur vor dem Urlaub 3
- Dynamics 365 BC ab V17 - Chromium Bug 4
- Windows 10 22H2 kommt im Herbst 5 - 6
- Sicherheitslücken in PHP 7 – 8.1 7
- Lenovo und die Zaubertaste 8 - 9
- Sicherheitslücken und Workarounds 10
- Risiko-Beurteilung Office Kaufversionen 11 - 12
- .net Update: Programme starten nicht mehr 13
- Exchange online: Basic Auth wird eingestellt 14
OpenAudit Classic Software-Vergleich
Der aktuelle Build 2022-07-10 von #OpenAudit Classic kann nun die PB Softwareliste über das Admin-Menü importieren und vergleicht installierte Software-Versionen mit der importierten Dateiversion. So lässt sich prüfen, ob die installierte Basis einen mit der importierten Datei aktuellen Stand hat. In der Softwareliste werden alte Versionen rot gekennzeichnet, ist die Version auf dem importierten Stand: grün.
Eine Spalte mit Beschreibungen zu in der importierten Liste gefundenen Produkte, sowie eine Lizenzart-Spalte wurden in der Softwareliste ergänzt. Die Spalten der Hardwareübersicht wurden umsortiert, so dass zuerst die logischen Cores (z.B. einer VM oder eines Azure virtuellen Servers) angezeigt werden, dann Prozessortyp und cpu Sockets und physikalische Cores (vcpu).

BSI Tipps nicht nur vor dem Urlaub

In einem aktuellen Twitter-Post gibt das Bundesamt für #Sicherheit in der Informationstechnik, kurz #BSI Tipps zur Vorbereitung der digitalen und social Umgebung vor dem Urlaub:
Zitat: „Überprüft die Privatsphäre-Einstellungen eurer Social-Media-Accounts
https://twitter.com/BSI_Bund
Schaltet Standortinformationen nur ein, wenn ihr sie braucht
Macht ein Backup eurer Daten und speichert eine Kopie auf einem externen Datenträger
Schützt elektronische Geräte mit einem sicheren Passwort oder PIN-Code
Installiert alle Updates auf euren Geräten“
Mehr Details auf einer eigenen Seite beim BSI
Diese Empfehlungen kann man nicht nur vor den Ferien beherzigen, sondern grundsätzlich. Da es eher selten vorkommt oder unerwünscht ist, den Laptop mit in den Urlaub zu nehmen und das „Dienstabteil“ im Handy geschlossen/inaktiv sein sollte, werden dienstliche Telefone bei erlaubter privater Nutzung gern verwendet.
Gerade hier sollte die Sicherheit auch ganz oben angesiedelt sein. Denn obwohl in den meisten Fällen die Datenbereiche strikt getrennt sind, ist dennoch die Hardware bei einem Angriff kompromittiert und private Daten verloren.
Für Ihre Mitarbeitenden hat die Redaktion ein kleines Quiz zur Selbsteinschätzung vorbereitet. Hier können sie sich selbst testen, wie gut und sicher sie mit dem Thema umgehehen.
Dynamics 365 BC ab V17 - Chromium Bug
Im Chromium-Projekt, auf dem der empfohlene Browser für gevis ERP | BC (auf Basis von Microsoft Dynamics Business Central ab Version 17): "Google #Chrome für Enterprise", sowie Microsoft New #Edge aufbauen, ist mit "Stable Release" Version 103 ein Fehler in der Interpretation von CSS-Dateien (CSS-Rendering) programmiert worden. Damit erscheinen "Schiebeschalter-Elemente" in Masken im Browser an den falschen Stellen oder sind gar nicht sichtbar.
Das Microsoft Dynamics 365 BC Team hat in seinem BLOG einen Workaround beschrieben:
Gehen Sie dazu mit adminstrativen Rechten auf alle Service Tier Server (NSTx) und öffnen jeweils den Pfad (für "Instance setzen Sie z. B. "bc-180-client-prod" oder "bc-170-client-test" - je nach eingesetzter BC Version):
Im Editor öffnen >
"C:\inetpub\wwwroot\“Instance“\wwwroot\Resources\desktopPreview.css"
Beispiel >
"C:\inetpub\wwwroot\BC180-Client-Prod\wwwroot\Resources"
und folgenden Eintrag entfernen (dann vorher die Datei sichern) oder auskommentieren (/* davor und */ dahinter) >
/* .booleancontrol-toggle-switch-container .edit-container .input-wrapper{display:inline-flex;align-items:center;min-height:28px} */
Obwohl Firefox den Fehler nicht hat, ist es nicht zu empfehlen, übergangsweise Firefox als Standardbrowser zu deklarieren. Auch deshalb keine gute Idee, weil s.dok Archiv und s.scan einen Chromium-basierten Browser voraussetzen und mit Firefox das Archiv nicht funktioniert. Immerhin ist der Fehler im Projekt erkannt und ist bereits in der jetzigen "Canary" Betaversion der beiden Browser Edge und Chrome behoben.
Es ist zu erwarten, das frühestens mit Release 104, spätestens mit Release 105 der Fehler behoben sein wird und dann die Änderung in der CSS-Datei rückgängig gemacht werden kann.
Microsoft Blog pages
Windows 10 22H2 kommt im Herbst
Mit dem optionalen Juli-Update erhöht sich der Update-Zähler der Windows 10 Version auf 1865. Zusätzlich gibt Microsoft damit bekannt, dass im Herbst einige aktualisierte Funktionen (welche das sind, ist noch nicht bekannt) auch in Windows 10 implementiert werden.

Das Ganze ist wieder ein "kleines" Update, das bedeutet neben den monatlichen #Sicherheitsupdates und den Fehlerkorrekturen zwei Wochen danach wird es zum September oder Oktober Patchday wieder ein "Enablement-Package" geben, dass die dann enthaltenen neuen Funktionen freischaltet und den "Build" von 19044 auf 19045 anhebt. Diese Maßnahme muss Microsoft machen (das Build-anheben), weil der jeweils aktuelle Build immer nur 18 Monate Support hat und man ältere Versionen von Windows 10 - die man nicht aktualisiert hat - nicht mehr einsetzt.
Der Betriebssystemkern bleibt beim Stand von September 2019 (Codename: Vibranium - wie im Marvel Comic), die volle Versionsangabe ist damit: 19041.1.amd64fre.vb_release.191206-1406/1806.
Wer die 19045 jetzt schon einschalten möchte (damit die Funktionen bei Auslieferung im Patchzyklus automatisch aktiviert werden mit dem .msu Paket "windows10.0-kb5015684-x64-1945enabler.msu" aus der Microsoft Knowledgebase bei Microsoft tun.
Alternativ kann dies mit der folgenden Befehlsfolge ab Build 1826 (in einer administrativen Powershell oder Eingabeaufforderung) geschehen. Dazu muss es jedesmal nach einem Update die 1826 durch den aktuellen Build angepasst werden.
@echo off
title windows 19045 enabler für build .1826
dism /online /add-package /packagepath:%windir%\servicing\Packages\Microsoft-Windows-Product-Data-22h2-EKB-Package~31bf3856ad364e35~amd64~de-DE~10.0.19041.1826.mum
dism /online /add-package /packagepath:%windir%\servicing\Packages\Microsoft-Windows-Product-Data-22h2-EKB-Package~31bf3856ad364e35~amd64~~10.0.19041.1826.mum
dism /online /add-package /packagepath:%windir%\servicing\Packages\Microsoft-Windows-Product-Data-22h2-EKB-Wrapper-Package~31bf3856ad364e35~amd64~de-DE~10.0.19041.1826.mum
dism /online /add-package /packagepath:%windir%\servicing\Packages\Microsoft-Windows-Product-Data-22h2-EKB-Wrapper-Package~31bf3856ad364e35~amd64~~10.0.19041.1826.mum
dism /online /add-package /packagepath:%windir%\servicing\Packages\Microsoft-Windows-UpdateTargeting-ClientOS-22h2-EKB-Package~31bf3856ad364e35~amd64~de-DE~10.0.19041.1826.mum
dism /online /add-package /packagepath:%windir%\servicing\Packages\Microsoft-Windows-UpdateTargeting-ClientOS-22h2-EKB-Package~31bf3856ad364e35~amd64~~10.0.19041.1826.mum
dism /online /add-package /packagepath:%windir%\servicing\Packages\Microsoft-Windows-UpdateTargeting-ClientOS-22h2-EKB-Wrapper-Package~31bf3856ad364e35~amd64~de-DE~10.0.19041.1826.mum
dism /online /add-package /packagepath:%windir%\servicing\Packages\Microsoft-Windows-UpdateTargeting-ClientOS-22h2-EKB-Wrapper-Package~31bf3856ad364e35~amd64~~10.0.19041.1826.mum
Sicherheitslücken in PHP 7 – 8.1
Update: Nach meinen Recherchen haben die führenden Hosting-Provider (all-inkl.com, Strato, ionos...) das PHP-Punktrelease 8.0.20 installiert, so dass diese Plattformen derzeit vor Angriffen gegen diese Lücken abgesichert sind .
In den aktuell von der Community unterstützten Versionen von PHP wurden einige kritische #Sicherheitslücken geschlossen (CVE-2022-31625, CVE-2022-31626). Wer Webserver im Internet betreibt oder wie üblich bei einem Provider hosten lässt, sollte prüfen, ob er die derzeit empfohlene Version 8.0.20 im Einsatz hat, ansonsten auf die Version aktualisieren.
Viele Webseiten basieren auf #Wordpress, dem quelloffenen Content-Management System. Aber auch Joomla oder Typo3 setzen PHP und eine MySQL/MariaDB als Datenbank ein. Durch die Lücken werden diese Webserver angreifbar und könnten unter fremde Kontrolle gebracht werden.
Das quelloffene #OpenAudit Classic setzt ebenfalls PHP und die MariaDB ein. Das Risiko ist hier zwar deutlich geringer, da die Webserver nicht im Internet erreichbar sind, eine Aktualisierung ist aber empfohlen. Auf unseren Downloadquellen ist ab Version 2022-06-xx die aktuelle PHP Version 8.0.20 enthalten. Apache und MariaDB sind ebenfalls auf dem jeweils aktuellen Stand.
Wer noch alte PHP Versionen wie Version 5.x einsetzt, sollte das nicht im Internet tun. In einem Intranet oder Extranet ist das Risiko aufgrund der eingeschränkten Teilnehmerzahl zwar geringer, aber grundsätzlich vorhanden. Angreifer müssten sich dazu zunächst im Intranet/Extranet anmelden.
Lenovo und die Zaubertaste
beim Einspielen eines #Firmware Updates kann es passieren, dass das UEFI/BIOS betroffene Geräte einfach abschaltet (und nicht wieder einschaltet). So hat bei mir das über die lenovo vantage app installierte, kritische „Thunderbolt Firmware Update“ die USB-C-Stecker abgeschaltet (obwohl keine Fehlermeldung zu sehen war). Nach dem Neustart wurde das #lenovo Thinkpad weder aufgeladen, noch funktionierten die USB-C-Anschlüsse. Auch der HDMI-Ausgang war davon betroffen.
Die Auswirkung ist wie bei dem Problem mit „NVM wear-out“ einer alten Firmware, die nach 6 bis 12 Monaten den 8 GB Flash-Speicher im Gerät gehimmelt hat. Das Besondere daran: Das Yoga X13 Gen1 hat nie die fehlerhafte Thunderbolt-Firmware gehabt, die den Speicher schrottet!
Es meldete sich die lenovo Hotline Düsseldorf und nachdem ich dem Techniker die Anamnese (Fehlerbeschreibung) durchgegeben habe, meinte er, das Problem lässt sich ohne Hardwaretausch lösen.
Der Zauberknopf
Macht man das Thinkpad stromlos (Netzteil entfernen) und dreht es um, ist oberhalb der mittleren Schraub auf der linken Seite ein Loch, in das eine SIM-Nadel oder eine kleine Büroklammer passt. Bein Einführen fühlt man, dass ein Mikroschalter ausgelöst wird.
- Die Büroklammer nun über 30 Sekunden lang bei gedrücktem Mikroschalter so halten.
- USB-C Netzteil am hinteren Port (Thunderbolt-Ladeport) anschließen. Wenn die orangefarbene LED leuchtet, wurde das Mainboard „resetted“.
- Es gehen dabei keine Daten verloren, nur abgeschaltete Komponenten werden wieder aktiviert.
Alles funktioniert nun wieder, das Thinkpad lädt und die Thunderbolt-Schnittstellen nebst Dockingstation verbinden sich wieder.
Fazit
Diese wirksame Funktion einer „Selbstheilung“ sollte viel besser bekannt gemacht werden. Wer also auf ein Problem mit seinem Thinkpad stößt, kann gefahrlos erst diese Reset-Methode versuchen. Ist das Problem danach noch persistent, kann immer noch die Hardware getauscht werden.
Sicherheitslücken und Workarounds
Update: Mit dem Patchday Juni 2022 (14.06.2022) wurde zumindest die MSDT (auch als Follina bekannte Sicherheitslücke) geschlossen. Ob die Searchdienst Lücke noch weiter besteht, ist weiter offen. Dennoch kann es nicht schaden, die beiden Dateiklassen-Zuordnungen - wie unten beschreiben - abgeschaltet zu lassen. Die Search Lücke ließe sich mit einigem Aufwand immer noch nutzen, ist aber von der Risiko-Klassifizierung geringer.
In #Windows (prinzipiell sind auch Terminalserver und die anderen Serverkonsolen betroffen, nicht nur Clients) gab es bereits letzte Woche eine kritische #Sicherheitslücke im „MSDTC Handler“ – das ist die Funktion, die Hilfe und Problembehandlung ausführt. Durch geschicktes Manipulieren kann ein Angreifer Code ausführen und somit Malware aus dem Internet ausführen. Wir hatten darüber berichtet. Ist Microsoft Office in einer Kaufversion (2013-2021) installiert, gibt es kein administratives Mittel, die Lücke effektiv zu stopfen.
Allerdings kann man (auch über eine Gruppenrichtlinie) Registrierungsschlüssel setzen (bzw. hier entfernen). Gestern kam eine weiter Lücke dazu, die sich auf den URL-Handler: „ms-search“ bezieht.
Ich selbst kenne keinen, der diese beiden Funktionen in Windows aktiv nutzt, daher habe ich die Schlüssel vorher nicht gesichert, sondern sie einfach entfernt. Das funktioniert wie folgt (bei Risiken und Nebenwirkungen sind Sie natürlich selbst verantwortlich):
reg delete HKEY_CLASSES_ROOT\search-ms /f
reg delete HKEY_CLASSES_ROOT\ms-msdt /f
Die Gruppenrichtlinie zum Abschalten des Problembehandlungsassistenten ist:
Computerkonfiguration/Richtlinien/Administrative Vorlagen/System/Problembehandlung und Diagnose/Skriptdiagnose/Problembehandlung: Zugriff und Ausführung von Problembehandlungs-Assistenten durch Benutzer zulassen -> Deaktivieren
Risiko-Beurteilung Office Kaufversionen
Dass Microsoft die Strategie "Cloud only" forciert, weiß man seit längerem. Da die Entwicklung und Absicherung primär für die Onlinedienste und Miet-Anwendungen stattfindet, sind Kaufversionen in der #Risiko Einstufung mit einem deutlich höheren Risiko behaftet:
- Microsoft #Office365 erhält alle 14 Tage ein Sicherheitsupdate, alle 14 Tage ein kombiniertes Funktions- und Sicherheitsupdates UND Notfall - Patches außer der Reihe. Wenn Admins die Updates für Office auf den monthly channel gesetzt haben, verteilen sich diese Updates bei Verbindung zum Internet oder zur Installationsquelle im Netzwerk sehr zeitnah
- Es gibt nur hierfür Gruppenrichtlinien, die den Betrieb und die Funktionalität zentral steuerbar machen. So lassen sich Makros und die generelle Ausführung von unsignierten Quellen und Codes abschalten
- Die Kaufversionen 2013, 2016, 2019, 2022 erhalten Sicherheitsupdates nur noch für 5 Jahre, danach müssen diese Versionen neu erworben werden (Ausnahme: Volumenlizenzen mit Software-Assurance)
Aktuell gibt es in allen #Windows Versionen eine Sicherheitslücke im Microsoft Windows Support Diagnostic Tool (MSDT) (CVE-2022-30190, CVSS 7.8, Risiko hoch). Öffnen Mitarbeitende eine Word-Datei mit einer der Kauf-Versionen, lässt sich diese Schwachstelle nutzen, um im schlimmsten Fall Bereiche des Firmennetzwerks, die im Schreibzugriff liegen, zu verschlüsseln.
Wie auch schon bei #Hafnium sind die aktuellen Miet-Versionen von Microsoft 365, aka. Office 365 durch die Richtlinie geschützt. Verschärft man die Richtlinie und entzieht den Benutzenden die Möglichkeit, die Warnung zu deaktivieren (in dem Fall ist die Meldungszeile rot hinterlegt), hat der Angriff mit dem "Trittbrett" Word keine Chance.
Fazit
Im Rahmen einer Risiko-Einschätzung sind die Miet-Versionen von Office bzw. die Onlinedienste von Microsoft signifikant sicherer, da die Kaufversionen weder über wirksame Gruppenrichtlinien verfügen, noch zeitnah aktualisiert werden können. Auch wenn ein Office 2021 Home & Business auf den ersten Blick sehr günstig erscheint, zahlt man mit hohem Risiko einer Schadprogramm-Infektion. Verbunden mit all den enthaltenen (Online-Diensten) und Sicherheits- und Compliance Funktionen ist die Mietvariante immer zukunftsweisender. Dabei hebt sich insbesondere vom Preis-Leistungsverhältnis der Microsoft 365 Business Premium Plan hervor:
https://m365maps.com/Microsoft%20365%20Business%20Premium.htm
.net Update: Programme starten nicht mehr
Mit den #Microsoft Sicherheitsupdates für das .net-Framework schaltet Microsoft im Rahmen von #Sicherheitslücken einige ältere Funktionen ab. Nach der Installation von KB5012643 starten einige .NET Framework 3.5 Anwendungen nicht mehr. Ursache sind die von den Anwendungs-Herstellern genutzte Funktionen: Windows Communication Foundation (WCF) und Windows Workflow (WWF).
Workaround
Wenn Sie von dem Fehler betroffen sind, melden Sie sich mit administrativen Rechten an den betroffenen Rechnern oder Terminalservern an und führen in der administrativen Befehlszeile oder Powershell die folgenden Kommandos aus:
dism /online /enable-feature /featurename:netfx3 /all
dism /online /enable-feature /featurename:WCF-HTTP-Activation
dism /online /enable-feature /featurename:WCF-NonHTTP-Activation
Mit etwas Glück starten dann die Programme wieder. Wenden Sie sich an den Hersteller/Programmierer der Software zwecks Update zu einer Version, die diese Komponenten nicht mehr nutzt. Es ist zu befürchten, dass Microsoft die Funktionen mit dem nächsten .net monatlichen Update erneut entfernt.
Exchange online: Basic Auth wird eingestellt
Ab 01. Oktober 2022 beginnt Microsoft damit, die sogenannte Basic Authentication - Authentifizierung an #Exchange online abzuschalten. Damit ist der Zugang zu dem Online-Dienst mit alten, nicht mehr unterstützten Outlook Programmen nicht mehr möglich. Neuere Outlook Versionen bzw. Outlook aus dem #Microsoft365 Plan sollten durch den Administrator umgestellt werden, dass sie nur noch das neue Verfahren zulassen (Gruppenrichtlinie).
Im Zuge der Analyse stellen wir immer wieder fest, dass mit zu trivialen und nicht geheimen Kennwörtern der Zugang zu den Mailboxen ermöglicht wird. Ist Ihr Unternehmen (aka. Microsoft Tenant) mit Microsoft 365 Business Premium oder E3-Plänen ausgestattet und Ihr Exchange online verfügt über das Sicherheitspaket, können Sie die sogenannte Zweifaktor-Authentifizierung (2FA) einrichten (lassen) und für mobile Mitarbeitende zur Pflicht machen. Auf dem Smartphone des Mitarbeitenden ist dann die Microsoft Authenticator-App installiert, die eine sichere Anmeldung am Microsoft Arbeitskonto ermöglicht. Für administrative Accounts sehe ich die Nutzung von 2FA als unbedingt notwendig, für die Benutzer ist sie zumutbar und bringt ein deutlich höheres Level an Sicherheit.
Zusätzlich sollte (obwohl keine regelmäßige Änderung von Kennworten vorgeschrieben noch sinnvoll ist), EINMAL eine Grundsicherheit der Kennwörter hergestellt werden, um Datenverlust, Hackbarkeit, Verstöße gegen die DSGVO und sogar strafrechtliche Konsequenzen zu vermeiden.
Microsoft wird die Basic Authentication mit einem Sicherheitsupdate auch für die On-Premises Exchange Server entfernen. Wenn Sie den Exchange-Server noch im Hause betreiben, ist der Umstieg in die Online-Variante bereits jetzt umso sinnvoller.
Microsoft
