Inhaltsverzeichnis
  1. Teams – Rathaus und Grammatik? 2 - 3
  2. Teams 2.0 Pflicht ab 1. April 2024 4 - 5
  3. Microsoft Copilot pro verfügbar 6
  4. Microsoft CO2-neutral vs. Elektronikschrott 7 - 8

Teams – Rathaus und Grammatik?

Heute kam ein großes Update für Microsoft Teams. Leider hat sich beim Update das Outlook Addon für Teams 2.1 verabschiedet. Outlook war damit kurzfristig ohne Teams-Buttons und ohne Statusanzeige. Diesmal half es auch nicht, Teams und Outlook neu zu starten. Nach Beenden von Outlook, Deinstallation des Addons unter Systemsteuerung/Programme & Features und Neustart des Teams Programms und der Outlook-Windows Anwendung (gemeint ist die Win32 Anwendung nicht die neue, schlechte Outlook-Store-App) – waren die Knöpfe und Stati wieder da.

Auch mit der Grammatik nimmt Teams das nicht so ernst: 7 Beiträge von Sie und... (es meint mich damit):

Im Kalender kann man nun über das Lookup im Teams-Knopf… ja! ein Rathaus planen … Rathaus?

#Lustig – während die Kriminalpolizei rät, was das bedeutet, kurz einen Versuch gestartet: Im Kleingedruckten der Maske steht dann im Betreff „Versammlung“.

Microsoft schreibt dazu:

In einer Versammlung können Organisatoren und Mitorganisatoren Echtzeit-Ereignisanalysen wie die Anzahl der Zuschauer, das Land oder die Region der Teilnehmer und vieles mehr anzeigen. Die Analyse besteht aus mehreren Datenwidgets, einschließlich Diagrammen und Grafiken, Aufschlüsselungstabellen und einer Zeitachse für die Anzeigeerfahrung.

https://support.microsoft.com/de-de/office/einblicke-in-versammlung-in-microsoft-teams-def99575-61bf-4ea2-ad0e-c6e75dce7741

Das erinnert mich an „Männlich, Weiblich, Taucher“… In einigen Dingen ist der Mensch der KI noch überlegen 😺. Ruft man die englische Version des Microsoft Support Artikels auf, wird dort von „Town hall insights in Microsoft Teams“ gesprochen. Aber genauso wie man Sprichworte nicht 1:1 ins Deutsche übersetzen kann oder umgekehrt, muss auch hier nachgelegt werden. Da war wohl jemand nicht „heavy on the wire“ und im „sleep on train“ unterwegs 🤣.


Teams 2.0 Pflicht ab 1. April 2024

Update 25.04.2024: Microsoft hat das Support-Ende von Microsoft Teams Classic auf den 30. Juni 2024 verschoben. Nun müssen Unternehmen die Teams-Versionen unter Windows bis zu diesem Zeitpunkt auf das neue Teams umstellen.

[time_until date="30.06.2024"]

Ursprünglicher Artikel: Es klingt wie ein Aprilscherz – ist es aber nicht. Wer derzeit noch mit dem „alten“ Teams 1.6 arbeitet – erkennbar an der Lila Menüfarbe und am Listeneintrag „Microsoft Teams classic“ in der Softwareliste – wird am 01. April 2024 auf das neue Teams 2.0 migriert. Ab Februar gibt es im Teams Classic schon Erinnerungen, die auf die Umstellung hinweisen. Teams 1.6 wird damit #endoflife – für Geschäftskonten.

Soweit nicht per Gruppenrichtlinie unterbunden von den Admins, werden oder haben einige bereits umgestellt. Dazu ist oben links in der Menüleiste des klassischen Teams ein Schieberegler, mit dem man auf das Neue umstellen kann und im neuen Teams in den Einstellungen der Schiebeschalter zurück zum klassischen Teams.

Es ist nachvollziehbar, dass Microsoft nicht zwei Clients auf Dauer pflegen möchte, zumal der alte Teams Client deutlich langsamer ist und auf Electron basiert. Die neue Implementierung im Chromium Stack (Microsoft nennt das: Edge Webview2 Runtime) mit reactjs ist deutlich schneller.

Allerdings sind einige Funktionen (wie als Moderator in einer Bildschirmfreigabe jemand Anderem die Sitzung zu übergeben – das Andere muss aktiv auffordern, die Steuerung zu übernehmen) im neuen Teams noch nicht verfügbar.

Erschwerend kommt hinzu, dass das neue Teams nur mit Geschäftskonten aka. EntraID funktioniert. Eine Anmeldung mit einem kostenlosen Microsoft-Konto (und damit eingeschränkter Funktionalität) ist nicht möglich. Wer also kein Geschäftskonto bzw. keine Microsoft 365 Tenant hat, wird bis auf Weiteres weiterhin den alten Teams Client benutzen müssen – oder aber im Webbrowser noch eingeschränktere Funktionen nutzen müssen.

Ich glaube der Termin für die „Zwangsumstellung“ ist zu früh gewählt, denn eine vollständige Ablösung vom Teams classic findet nicht statt.


Microsoft Copilot pro verfügbar

Kurz notiert: Microsoft bietet den Copilot in der kostenlosen Variante, der limitiert ist. Zu Spitzenzeiten sind die Wartezeiten länger und es wird auf ältere Trainingsmodelle (älter als ChatGPT-4 und Dall-E 4) zurückgeschaltet. Auch steht der Turbo-Modus nicht zur Verfügung und Bilder können nur im Seiten-Verhältnis 1:1 erstellt werden, nicht 16:9 und nicht Breitformat. Im Microsoft Designer stehen auch nur eingeschränkte Funktionen zur Verfügung. Designer ist quasi eine #KI unterstützte Bildbearbeitung im Browser. Zusätzlich können maximal 15 Bilder pro Woche erzeugt werden.

Ab sofort ist auch Copilot pro erhältlich. Die Aufhebung der Limitierungen schlägt mit 22 € pro User pro Monat zur Verfügung und verspricht zusätzlich eine bessere Integration der KI in Office Apps.

  • Bevorzugter Zugang zu GPT-4 und GPT-4 Turbo auch in Spitzenlastzeiten für mehr Leistung und schnellere Bearbeitung Ihrer Aufgaben
  • Zugriff auf Copilot in ausgewählten Microsoft 365-Apps, um Dokumente zu entwerfen, E-Mails zusammenzufassen, Präsentationen zu erstellen und vieles mehr
  • Generieren Sie KI-Bilder mit DALL-E 3 im Querformat jetzt noch schneller mit Designer (früher Bing Image Creator) und 100 Boosts pro Tag

https://www.microsoft.com/de-de/store/b/copilotpro?rtc=1


Microsoft CO2-neutral vs. Elektronikschrott

In mehreren Werbekampagnen spricht Microsoft davon, bis 2030 klimaneutral zu sein. Dazu wird unter anderem „Windows Update ist jetzt CO2-fähig“ beworben. Schön, dass Microsoft etwas für den Klimaschutz tun möchte.

Mit Microsoft BING Image Creator erzeugt ;)

Wenn man kurz darüber nachdenkt und sich an die Hardware-Voraussetzungen für Windows 11 (aka. Vista 2.0) erinnert, wird Microsoft NICHT CO2-positiv, sondern CO2-negativ werden.

Eine Studie von Canalys kommt zu dem Schluss, dass viele Firmen ihre Rechner und Notebooks bis Oktober 2025 - #endoflife - ersetzen werden. Einige haben schon auf die die Enterprise LTSC 2019 Version mit Updates bis 2029 umgestellt oder setzen Azure Virtual Desktops (AVD) mit Windows 10 ein, das auch bis mind. 2029 Updates bekommen wird.

Die Unternehmen, die ohnehin alle vier Jahre die Notebooks und Rechner austauschen, können wir hier nicht abziehen, denn im Zweitmarkt für Gebrauchtgeräte lassen sich Windows 10 Endgeräte nicht mehr weiterveräußern. Demnach zählen diese auch zum produzierten Elektronikschrott.

Canalys kommt zu der Annahme, dass wenn allein nur jeder fünfte PC/Notebook verschrottet wird, 240 Millionen Endgeräte im Elektronikschrott landen. Teile dieser Geräte lassen sich anteilig recyclen – aber auch dieser Vorgang erzeugt wieder CO2. Der Rest landet im Müll.

Bei einem durchschnittlichen Gewicht von 2kg (Notebook) oder 6kg (Desktop PC) – rechnen wir mal mit 4 kg – ergibt das 1,2 Millionen Tonnen Müll.

Zur Info: Ein 4 Jahre genutzter PC hat einen CO2 Fußabdruck von etwa 100 kg (78kg Herstellung, 12 kg Transport) hinter sich. Wird er nicht weiterverwendet, kommen rund 8kg für den Recycling-Prozess dazu). Dass neue PCs weniger Energie verbrauchen und dass Laptops grundsätzlich sparsamer sind, als Desktop-PCs macht nicht viel aus. Noch unwahrscheinlicher wird das Ziel, wenn man darüber nachdenkt, wie viel Strom die KI mehr verbraucht und verbrauchen wird.

Fazit: Ein hehres Ziel von Microsoft, bis 2030 klimaneutral zu werden, lassen sich nicht erreichen wegen Millionen Tonnen Elektronik-Schrott, die mit dem Supportende von Windows ab Oktober 2025 entstehen werden.

Appell an Microsoft: Setzt die Mindestanforderung für den System-Prozessor bei Windows 12 für Intel Core-I Prozessoren auf alle ab der dritten Generation, nicht ab der Achten. Damit werden nahezu alle derzeit im Betrieb befindlichen Rechner weiterbetrieben werden können. Dass Firmen weiterhin PCs auswechseln nach 4 Jahren und damit den Hardware-Markt ankurbeln ist davon unabhängig. Secure Boot und TPM zu fordern ist für die meisten Business PCs kein Problem. Auch können sie mit SSD und RAM vielfach aufgerüstet werden.

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Quellen: Canalys, Microsoft Blogs und Umweltbundesamt