Inhaltsverzeichnis
- Fortinet Firewalls 2
- Erneut Zero-Day Lücken in Exchange - Update 3
- Kritische Sicherheitslücke in sophos Firewalls 4
- VLC Plus Player – Adware 5
- UEFI-Sicherheitslücke in Notebooks und PCs 6
- August-Patchday schließt 0-Day-Lücken 7
- BSI-Werkzeug gegen Telemetrie 8
- BSI Tipps nicht nur vor dem Urlaub 9
- Sicherheitslücken in PHP 7 – 8.1 10
- Lenovo UEFI-Sicherheitslücken 11
Fortinet Firewalls
Kein Produkt, das wir unterstützen – dennoch kommen Fortinet #Drittanbieter Firewalls häufiger im beobachteten Umfeld (auch als Azure vpn Gateway) vor. Aktuell haben die Fortigate Firewalls und Proxies von Fortinet einige kritische Sicherheitslücken, die es Angreifern ermöglicht, aus der Ferne Zugriff auf die Admin-Oberfläche der Firewalls zu erlangen. Fortinet stuft die Sicherheitslücke als kritisch ein und vergibt einen CVSS-Score von 9.6/10.
Wer ein Fortinet-Produkt administriert, sollte den Fortinet Oktober-Patchday nicht abwarten. Die #Sicherheitslücken sind in FortiOS 7.0.7, 7.2.2, in FortiProxy 7.0.7 und 7.2.1 und in allen neueren Versionen behoben. Ist ein Update kurzfristig nicht möglich, so können Admins einen Workaround einspielen, den Fortinet seinen zahlenden Kunden im Support-Dokument CSB-221006-1 beschreibt.
Da in modernen Azure Umgebungen mit Azure Virtual Desktop statt RDS- oder Citrix-Terminalservern eine On-Premises Firewall nicht ausreicht und erst eine CloudGen-Firewall mindestens der zweiten Generation zu einer guten Absicherung führt, empfehlen wir die Barracuda-Produkte. Diese sind Cloud-zertifiziert und praxiserprobt und bieten einen gemanagten, umfassenden Schutz mit hohem Wirkungsgrad.
Die von unserem Partner NetGo vermarkteten und betreuten Firewalls setzen zudem das sog. TINA Protokoll ein, dass bei Einsatz von Backup-Geräten (z. B. einem LTE-Router) automatisches Fallback und automatisches Fall-Forward auf die Hauptleitung bietet. Fragen Sie gern die Kollegen aus unserem Vertriebsteam Cloud&Technologies für Details. Im Rahmen unseres Cloud-Readiness-Checks erhalten Sie zudem ein Firewall-Konzept.
Unser Firewall-Partner, die NetGo berät Sie hier gern
Erneut Zero-Day Lücken in Exchange - Update
Update vom 12.10.2022: Laut Microsoft wurden die untenstehenden Lücken mit einem aktuellen Patch für Exchange Server zum Oktober-Patchday bereitgestellt. sie sollten umgehend installiert werden. Leider wurde zeitgleich eine weitere Sicherheitslücke bekannt. Für diese 0-Day-Lücke gibt es noch keinen Patch und sie ist ebenfalls kritisch. Der Exchange Server im eigenen Serverraum bleibt damit (vermutlich von Microsoft so gewollt, denn die Cloud-Lösung ist wieder einmal nicht betroffen) ein unsicheres Fahrwasser.
#Hafnium 3.1: Wieder wurden #Sicherheitslücken in #Exchange Servern 2013,2016 und 2019 entdeckt. Betroffen sind mit Sicherheit auch ältere Versionen – dafür werden aber keine Patches mehr bereitgestellt. Microsoft hat die Sicherheitslücken (CVE-2022-41040, CVE-2022-41082) bestätigt.
Hinweis: Die Online-Version im Rahmen von Microsoft 365 / Exchange online ist laut Microsoft nicht betroffen.
Da es aber für die Exchange Server Versionen 2013-19 noch keinen Patch gibt und die Lücken bereits von Kriminellen ausgenutzt werden, stellt Microsoft einen Notfall-Patch bereit, der unbedingt von Administratoren auf betroffenen Servern installiert werden sollten.
Microsoft Workaround gegen Sicherheitslücke und Anleitung
Erweiterte Anleitung, die Sicherheitslücke zu schließen, da der erste Fix nicht ausreicht
Kritische Sicherheitslücke in sophos Firewalls
Kein Produkt, das wir unterstützen - dennoch kommen sophos Drittanbieter-Firewalls häufiger im beobachteten Umfeld vor.
Aktuell haben eine größere Anzahl von sophos Firewalls eine kritische Sicherheitslücke, die es Angreifern ermöglicht, in das Nutzerportal und die Admin-Weboberfläche Schadcode zu injizieren.
Betroffen sind die Sophos Firewalls 9.0 MR1 (19.0.1) und ältere Versionen. Dagegen gibt es von sophos die Hotfixes 19.0 GA, MR1 und MR1-1, 18.5 GA, MR1, MR1-1, MR2, MR3 und MR4, 18.0 MR3, MR4, MR5 und MR6, 17.5 MR12, MR13, MR14, MR15, MR16 und MR17 sowie 17.0 MR10, 18.5 MR5 (18.5.5), 19.0 MR2 (19.0.2) und 19.5 GA .
Für ältere Softwareversionen stellt Sophos laut der Sicherheitsmeldung keine Hotfixes bereit, sondern verweist darauf, dass Administratoren ein (meist kostenpflichtiges und bei den ganz alten Firewalls wegen mangelnder Hardwareausstattung nicht möglich) Upgrade vornehmen müssen.
Zur Absicherung Ihrer Firewalls wenden Sie sich bitte an Ihren Dienstleistenden oder diejenigen, die Ihre sophos Firewalls managen.
Für eine Anbindung an Microsoft Azure (IaaS Cloud) sind ohnehin nur die leistungsfähigeren XG-Modelle von sophos geeignet. Sobald man Azure Virtual Desktop als Nachfolger der Terminalserver/Citrix) einsetzt, benötigt man ohnehin eine CloudGen-Firewall und pro Standort eine kleine VPN-Box zur sternförmigen VPN-Anbindung
Die von unserem Partner NetGo vermarkteten und betreuten Firewalls setzen das sog. TINA Protokoll ein, dass bei Einsatz von Backup-Geräten (z. B. einem LTE-Router) automatisches Fallback und automatisches Fall-Forward auf die Hauptleitung bietet. Fragen Sie gern die Kollegen aus unserem Vertriebsteam Cloud&Technologies für Details. Im Rahmen unseres Cloud-Readiness-Checks erhalten Sie zudem ein Firewall-Konzept.
VLC Plus Player – Adware
Neulich entdeckt beim Software-Scan. Es tauchte in der Softwareliste statt des bekannten quelloffenen „VLC Media Player“ von videolan.org ein VLC Plus Player von vlc.de oder andere Varianten und Namen auf.
Letztgenanntes Programm basiert zwar auf der aktuellen Version vom VLC Media Player, enthält aber einen anderen Installer und anderes Logowork. Statt des „Baustellen-Pylons“ ist das Symbol ähnlich gefärbt und wie ein Vorfahrtschild gestaltet. Zusätzlich wird Adware im Setup mit ausgeliefert und die Anbieter verstoßen gegen die GPL-Lizenz, indem sie den modifizierten Quell-Code vom Programm und Setup-Skript (.nsis) nicht veröffentlichen. Ublock Origin sperrt mittlerweile diese und andere Webseiten und damit die Downloadmöglichkeit. Als Herausgeber fungiert eine „Aller Media eK“.
Leider bekommt man bei der Google (oder BING) Suche nach „VLC“ immer noch die Fake-Versionen als erstes angeboten. Es gilt jedoch „Finger weg davon“.
Wir warnen ausdrücklich davor, solche Abwandlungen des Originals einzusetzen. Als Media-Player empfehlen wir weiterhin den Download des Originals. Wenn Sie Abarten des Programms in Ihrem Netzwerk finden, deinstallieren Sie diese umgehend. Im schlimmsten Fall reicht das nicht aus, weil der Installer Adware im System mitinstallliert hat. Hier hilft nur das Neu-Aufsetzen der betroffenen Geräte.
https://download.videolan.org/pub/videolan/vlc/last/win64/
Die „.exe“ oder die „.msi“ Zeile sind die möglichen Installationsprogramme. Direkter Download Link der Windows 64-Bit Version vom Original-Projekt
UEFI-Sicherheitslücke in Notebooks und PCs
vor einigen Monaten sorgte eine kritische Sicherheitslücke in lenovo Consumer Notebooks für Handlungsbedarf. Nun wurden auch Sicherheitslücken in den UEFI (BIOS) anderer Hersteller entdeckt und es sind auch neuere Thinkpads und auch die bekannte Tiny ThinkCentre Reihe betroffen.
Sofern Sie die Windows 10 App „lenovo Vantage“ installiert und in Betrieb genommen haben (Bedingungen bestätigen beim ersten Aufruf), sollte die App über das veerfügbare Sicherheitsupdate informieren und dringend die Installation empfehlen. Wenn nicht, oder wenn nur SystemUpdate installiert ist, aber nicht regelmäßig nach Updates sucht, stehen die betroffenen Modelle in der folgenden Liste (hier gefiltert auf Thinkpads – suchen Sie nach ThinkCentre und Sie finden auch die Tiny Modelle, die aktualisiert werden müssen.
lenovo Multi Vendor BIOS Security Vulnerabiliies Patch Liste
https://support.lenovo.com/de/en/product_security/LEN-94953#ThinkPad
August-Patchday schließt 0-Day-Lücken
Der diesjährige August #Patchday von Microsoft verdient besondere Aufmerksamkeit. So wurden am Dienstagabend unter anderem zwei kritische #Sicherheitslücken geschlossen, die als 0-Day-Lücken bezeichnet werden.
Zero-Day-Lücken sind Sicherheitslücken, die schon im Internet von Kriminellen genutzt werden, um Kontrolle über angegriffene Systeme zu bekommen oder Datendiebstahl zu begehen. Dazu müssen sie nicht einmal die Firewall überwinden. Vielfach reicht es aus, auf einer (gehackten) Website Schadcode zu hinterlegen, die der ahnungslose IT-User "ansurft".
Nur Firewalls der aktuellen Generation mit Advanced Thread protection und SSL-Interception schützen weitgehend davor - aber nur, wenn Sie die Methoden kennen - was bei 0-Day-Lücken nicht immer der Fall ist.
Kontrollieren Sie bitte, dass zeitnah auf Windows 10 (Windows 11 ist auch betroffen, sollte aber, wenn Sie unserer Empfehlung folgen, nicht im Einsatz sein) und den Windows Servern installiert sein. Die Toleranzzeit für Versicherungen beträgt normalerweise 7 Tage (ab Patchday, 2. Dienstag im Monat, 19:00 ME(S)T).
BSI-Werkzeug gegen Telemetrie
Jedes Windows System telefoniert, wenn das nicht bei der Installation, im Assistenten bei der ersten Anmeldung oder per Gruppenrichtlinie verhindert wird, nach Hause. Da das Zuhause in den vereinigten Staaten liegt, könnten die gesammelten Informationen aus datenschutzrechtlichen Gründen kritisch sein. Zu Telemetrie-Daten zählt nicht nur der Standort, sondern auch eine eindeutige ID des Endgerätes, Version, Patchlevel, mitunter sogar Nutzungsverhalten, Fehlerprotokolle und viele Statistik-Daten, die nicht übertragen werden sollten.
Wer das verhindern möchte (Admins oder auch die Anwender am Gerät), bekommt nun Unterstützung vom Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (kurz: BSI).
Eine Sammlung von Gruppenrichtlinien
Gruppenrichtlinien zur Einschränkung der Telemetrie
BSI-Internetseiten
Auf den Webseiten wird auch die Benutzung erklärt. Wenn Sie das Ganze über die Windows Einstellungen abschalten möchten, finden Sie es unter: Wählen Sie das Menü Start aus, wählen Sie dann Einstellungen > Datenschutz aus. Betrachten Sie ALLE Untermenüs und wählen die von Ihnen gewünschten Einstellungen aus (Empfehlung so viel wie nötig und sie es zu Ihrem Komfort gebrauchen, so wenig wie möglich).
BSI Tipps nicht nur vor dem Urlaub

In einem aktuellen Twitter-Post gibt das Bundesamt für #Sicherheit in der Informationstechnik, kurz #BSI Tipps zur Vorbereitung der digitalen und social Umgebung vor dem Urlaub:
Zitat: „Überprüft die Privatsphäre-Einstellungen eurer Social-Media-Accounts
https://twitter.com/BSI_Bund
Schaltet Standortinformationen nur ein, wenn ihr sie braucht
Macht ein Backup eurer Daten und speichert eine Kopie auf einem externen Datenträger
Schützt elektronische Geräte mit einem sicheren Passwort oder PIN-Code
Installiert alle Updates auf euren Geräten“
Mehr Details auf einer eigenen Seite beim BSI
Diese Empfehlungen kann man nicht nur vor den Ferien beherzigen, sondern grundsätzlich. Da es eher selten vorkommt oder unerwünscht ist, den Laptop mit in den Urlaub zu nehmen und das „Dienstabteil“ im Handy geschlossen/inaktiv sein sollte, werden dienstliche Telefone bei erlaubter privater Nutzung gern verwendet.
Gerade hier sollte die Sicherheit auch ganz oben angesiedelt sein. Denn obwohl in den meisten Fällen die Datenbereiche strikt getrennt sind, ist dennoch die Hardware bei einem Angriff kompromittiert und private Daten verloren.
Für Ihre Mitarbeitenden hat die Redaktion ein kleines Quiz zur Selbsteinschätzung vorbereitet. Hier können sie sich selbst testen, wie gut und sicher sie mit dem Thema umgehehen.
Sicherheitslücken in PHP 7 – 8.1
Update: Nach meinen Recherchen haben die führenden Hosting-Provider (all-inkl.com, Strato, ionos...) das PHP-Punktrelease 8.0.20 installiert, so dass diese Plattformen derzeit vor Angriffen gegen diese Lücken abgesichert sind .
In den aktuell von der Community unterstützten Versionen von PHP wurden einige kritische #Sicherheitslücken geschlossen (CVE-2022-31625, CVE-2022-31626). Wer Webserver im Internet betreibt oder wie üblich bei einem Provider hosten lässt, sollte prüfen, ob er die derzeit empfohlene Version 8.0.20 im Einsatz hat, ansonsten auf die Version aktualisieren.
Viele Webseiten basieren auf #Wordpress, dem quelloffenen Content-Management System. Aber auch Joomla oder Typo3 setzen PHP und eine MySQL/MariaDB als Datenbank ein. Durch die Lücken werden diese Webserver angreifbar und könnten unter fremde Kontrolle gebracht werden.
Das quelloffene #OpenAudit Classic setzt ebenfalls PHP und die MariaDB ein. Das Risiko ist hier zwar deutlich geringer, da die Webserver nicht im Internet erreichbar sind, eine Aktualisierung ist aber empfohlen. Auf unseren Downloadquellen ist ab Version 2022-06-xx die aktuelle PHP Version 8.0.20 enthalten. Apache und MariaDB sind ebenfalls auf dem jeweils aktuellen Stand.
Wer noch alte PHP Versionen wie Version 5.x einsetzt, sollte das nicht im Internet tun. In einem Intranet oder Extranet ist das Risiko aufgrund der eingeschränkten Teilnehmerzahl zwar geringer, aber grundsätzlich vorhanden. Angreifer müssten sich dazu zunächst im Intranet/Extranet anmelden.
Lenovo UEFI-Sicherheitslücken
Im Security Advisory Report „Lenovo Notebook BIOS Vulnerabilities“ führt lenovo drei kritische Sicherheitslücken CVE-2021-3970, CVE-2021-3971 und CVE-2021-3972 auf und empfiehlt betroffenen Anwendern, die UEFI-Firmware ihres Notebooks umgehend zu aktualisieren.
Gute Nachricht: sieht man die Liste durch, tauchen dort keine „Thinkpad“ Modelle auf. Bei den uns bekannten Modellen findet die App „Lenovo vantage“ auch kein Update. Sollten Sie dennoch die Consumer-Serie von Lenovo im Einsatz haben und Ihre Geräte auf der Liste wiederfinden, aktualisieren Sie zeitnah das BIOS/UEFI.
Wenn Sie Thinkpads wie das Thinkpad Yoga X13 oder Thinkcentre Modelle wie das Tiny M70Q einsetzen, ist es dennoch empfehlenswert, über die Vantage App die jeweils aktuellste UEFI-Version und Intel IME Firmware Updates installiert zu haben. Eine „Aktualisierungen-Suche“ in der App schafft Ihnen Klarheit.
