Inhaltsverzeichnis
  1. IGEL Thin-Client Doku und Azure 2
  2. OpenAudit Classic Netzwerke 3 - 4
  3. Checkboxen in Word? lieber doch nicht 5
  4. Microsoft übersetzt Chassis-Typen 6
  5. Clipart kostenlos von Microsoft 7
  6. August-Patchday schließt 0-Day-Lücken 8
  7. Edge nervt mit Standardbrowser-Popups 9
  8. BSI-Werkzeug gegen Telemetrie 10
  9. Lenovo UEFI Firmware-Lücken nicht in Thinkpads 11
  10. Alte Windows-Server nicht mehr erreichbar 12 - 13

IGEL Thin-Client Doku und Azure

Um eine Aufstellung aller verwendeten und in der #Igel Verwaltungssoftware UMS registrierten #Thin-Clients zu bekommen, meldet man sich an der UMS-Oberfläche an und geht mit der rechten Maustaste auf „Views“:

  1. Unter Views, einen neuen View erzeugen „Alle-igel“
  2. Das Attribut „Arbeitsspeicher“ auswählen – im folgenden Dialog keinen Filter eingeben
  3. View fertigstellen
  4. Weitere Spalten wie Produkt, Version, Unit-ID, Gerätetyp, CPU-Geschwindigkeit, CPU-Typ,. Flashspeicher, Arbeitsspeicher, Grafikspeicher einblenden (Dreipunktemenü rechts an den Spaltenüberschriften)
  5. Rechte Maustaste auf den View „Alle-Igel“ links in der Navigation
  6. Als „csv“ Datei abspeichern!
  7. Damit sind alle relevanten Informationen in der „csv“ Datei und lassen sich in Excel als Tabelle formatieren

In der Spalte Version (Tabelle in Excel sortieren) lassen sich die für Azure Virtual Desktop #AVD benötigten Mindestfirmware-Versionen 11.04 qualifizieren. Geräte mit älterer Firmware können entweder bei gültigem Wartungsvertrag aktualisiert werden oder sind aufgrund der Hardware nicht für den Einsatz geeignet und müssen ersetzt werden.

Checkpunkt Azure: Futros von Fujitsu sind generell nicht einsetzbar, Igels nur ab Firmware Version 11.03.261 oder neuer
https://kb.igel.com/igelos-11.03.500/en/how-to-connect-igel-os-to-windows-virtual-desktop-28251665.html
Liste der Modelle, die aktualisiert werden können:
https://kb.igel.com/igelos-11.03.500/en/igel-devices-that-can-be-upgraded-to-igel-os-11-27245464.html

https://igel.com

OpenAudit Classic Netzwerke

Das quelloffene Werkzeug für Hard- und Software-Inventur hat einige neue Funktionen bekommen.

  • Über das Menü: Administrator / IP-Liste erzeugen kann eine Kommagetrennte Liste von Netzwerken in das Eingabefeld kopiert werden. Daraus wird beim Abschicken automatisch die pc_list_file.txt im scripts Ordner erneuert. Nach dieser Liste geht OpenAudit Classic vor und ermittelt das Inventar
  • Herausfinden der Zweigstellen-IP-Kreise: Nachdem der erste OpenAudit Scan gelaufen ist, unter Sonstige Geräte / Printers IPv4 schauen. In der Spalte Port tauchen die IP-Adressen der Standortdrucker auf. Hat man im Active Directory beim Drucker auch den Standort dokumentiert, lassen sich so auch die Standortbezeichnungen ablesen. Diese (IP und Standort) können beispielsweise in die „00-kunde-Netzwerk-ips-leitungen.xlsx“ Datei für Dokumentationen kopiert werden.
  • Nach dem ersten Scan wird auch der Windows-Domänenname (meist vollständig als FQDN) in der Systeme Liste angezeigt
  • Unter „Sonstige Geräte / Gateways“ kann man herausfinden, auf welchen Wegen das Unternehmen vernetzt ist.
  • Der Softwarevergleich hat nun weitere Produkte in der Liste und nimmt eine Bewertung vor: (S) bedeutet, dass die Software auf einem Server gefunden wurde, (c) auf einem Windows 10 Client (oder AVD), bzw. in einer RDS-Sitzung, (x) steht für die Empfehlung, die Software zu deinstallieren oder die Erfordernis, wenn benötigt, Lizenzen dafür vorzuweisen. S,c und x können kombiniert auftreten (sc, sx, cx beispielsweise)
    Disclaimer: Es lassen sich keine Aussagen darüber treffen, ob der Betrieb der Software vom Hersteller als kompatibel eingestuft wird und auch nicht, ob die Software auf einem neueren Betriebssystem lauffähig ist. Meist muss sie dafür kostenpflichtig aktualisiert werden.
  • Das aktuelle Release von Classic geht heute im Laufe des Tages online und ist unter den Downloads zu finden. Dabei wurden auch die Systemkomponenten wie PHP, MariaDB(MySQL) und die Runtimes auf den aktuellen Stand gebracht. Details in der Software-DB.

Checkboxen in Word? lieber doch nicht

In Word aus Microsoft 365 Abonnements kann man die Registerkarte „Entwicklertools“ auch als Non-Developer einschalten. Damit lassen sich ankreuzbare Felder – genannt Checkboxen – im Word-Text unterbringen. So können beispielsweise Checklisten „hübsch“ zum Ankreuzen gestaltet werden:

Ankreuzfeld, schick

Warum das keine gute Idee ist, dieses schon vielfach im Internet von anderen Seiten gezeigte Feature von Word 365 zu nutzen?

[procons](+) Schickes Aussehen und man kann mit der Maus an- und abwählen||-funktioniert nur wenn alle Word 365 in einem Microsoft 365 Abonnement haben.||(-) Besitzer von Office 201x Kaufversionen können nichts ankreuzen||(-) Libreoffice Writer wandelt die Objekte in Bilder um - man kann auch nichts ankreuzen||(-) Manches Word-Dokument ist defekt nach Bearbeitung mit Libreoffice Writer||(-) Zeilen, die eine Checkbox enthalten, lassen sich nicht markieren und mit {Entf} löschen[/procons]

Um Checklisten und Fragenkataloge wirklich barrierefrei zu gestalten, empfehle ich daher, mit den „eckigen Klammern“ zu arbeiten:

[] nicht angekreuztes Feld
[X] angekreuztes Feld

Sieht zwar nicht ganz so schick aus, ist aber sogar mit Wordpad bearbeitbar. Ob man die Boxen noch Fett formatiert, sei jedem überlassen. Ich habe meine Checklisten und Fragenkataloge heute (ohne Fettdruck) auf das ASCII-Art Verfahren umgestellt. Allen, die sich gemeldet haben, vielen Dank für Ihr Feedback.


Microsoft übersetzt Chassis-Typen

Mal was zum Schmunzeln: Mit dem Windows Management Instrumentarium, kurz WMI kann man beinahe alle Informationen über Hardware und Software eines Windows Endgeräts oder -Servers abfragen. Im DOCS Artikel auf den Microsoft-Seiten springt beim Aufruf aus deutschsprachigen Regionen die automatische Übersetzung an und führt zu kuriosen Ergebnissen:

Pizzabox (5), Miniturm (6), Turm (7), Notizbuch (10), Hand gehalten (11), Alles in One (13), Unternotizbuch (14), Platz sparen (15), Mittagessen box (16), Hauptsystem-Gehäuse (17), Buserweiterungs-Chassis (20), Versiegelter PC (24), Tablette (30), Cabrio (31), Trennbar (32)

Mein Lieblings-Gehäuse ist die Mittagessen box, bei schönem Wetter nehme ich natürlich das Cabrio. Wer umweltgerecht unterwegs sein möchte, nimmt das Buserweiterungs-Chassis mit 9-Euro Ticket. und zum Schach spielen Turm oder Mini-Turm. Derzeit arbeite ich allerdings mit einem "Alles in o(h)ne". Sicher im Internet unterwegs ist man nur mit einem "versiegelten PC".

Microsoft Docs zur WMI Klasse

https://docs.microsoft.com/de-de/windows/win32/cimwin32prov/win32-systemenclosure

Clipart kostenlos von Microsoft

Seit etwa einer Woche liefert Microsoft neue, animierte 3D-Emojis in Teams aus. Seit längerem lassen sich mit Windows 10 über die Tastenkombination Windows&Punkt Emojis und andere Symbole in E-Mails und andere Anwendungen einfügen.

Neu ist, dass die "FluentUI Design Icons" unter einer MIT-License (diese ist Open-Souce und hat keine Einschränkungen hinsichtlich der Nutzung, Veränderung oder Verwendung) freigegeben sind.

Beispiele aus den über 3.000 Symbolen

Es handelt sich um etwa 3.100 Symbole aus allen Bereichen. Dazu zählen nicht nur zahlreiche Emojis und Gesten, sondern auch Symbole aus dem Alltag, die beispielsweise Artikel in einer Internetseite aufwerten bzw. strukturierter lesbar gestalten können. Die Bilder liegen im 256x256 Pixel PNG Format vor.

Wer also die Clipart verwenden möchte, kann dies gern tun.

Github Ressource. Über Code/Download kann die Clipart heruntergeladen werden.

https://github.com/microsoft/fluentui-emoji

August-Patchday schließt 0-Day-Lücken

Der diesjährige August #Patchday von Microsoft verdient besondere Aufmerksamkeit. So wurden am Dienstagabend unter anderem zwei kritische #Sicherheitslücken geschlossen, die als 0-Day-Lücken bezeichnet werden.

Zero-Day-Lücken sind Sicherheitslücken, die schon im Internet von Kriminellen genutzt werden, um Kontrolle über angegriffene Systeme zu bekommen oder Datendiebstahl zu begehen. Dazu müssen sie nicht einmal die Firewall überwinden. Vielfach reicht es aus, auf einer (gehackten) Website Schadcode zu hinterlegen, die der ahnungslose IT-User "ansurft".

Nur Firewalls der aktuellen Generation mit Advanced Thread protection und SSL-Interception schützen weitgehend davor - aber nur, wenn Sie die Methoden kennen - was bei 0-Day-Lücken nicht immer der Fall ist.

Kontrollieren Sie bitte, dass zeitnah auf Windows 10 (Windows 11 ist auch betroffen, sollte aber, wenn Sie unserer Empfehlung folgen, nicht im Einsatz sein) und den Windows Servern installiert sein. Die Toleranzzeit für Versicherungen beträgt normalerweise 7 Tage (ab Patchday, 2. Dienstag im Monat, 19:00 ME(S)T).


Edge nervt mit Standardbrowser-Popups

wer Google Chrome für Enterprise als Standardbrowser einsetzt (wie empfohlen) und Microsoft Edge als „Ersatzbrowser“ und zur Absicherung des Betriebssystems wird sich sicherlich schon geärgert haben, dass Edge andauernd ein Popup oben einblendet, das empfiehlt, Edge zum Standard-Browser zu machen.

Nein, Microsoft – wenn ich einmal NEIN ankreuze, möchte ich nicht mit jedem Browser-Update wieder diese Meldung haben.

Zum Glück gibt es Abhilfe:

edge://flags/#edge-show-feature-recommendations

Dieser Schalter kann auf „disabled“ gesetzt werden und schon ist (hoffentlich dauerhaft) Schluss mit den „Edge zum Standard machen“ Popups.

Zusätzlich sollte die folgende Gruppenrichtlinie aktiviert bzw. der Registry Schlüssel gesetzt werden:

Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Edge]
"SmartScreenEnabled"=dword:00000001
"DefaultBrowserSettingEnabled"=dword:00000000

Ich wünsche mit auch einen solchen Schalter für die Teams Free Version und für Onedrive in der kostenlosen Version – denke aber der wird dort nicht kommen 😛


BSI-Werkzeug gegen Telemetrie

Jedes Windows System telefoniert, wenn das nicht bei der Installation, im Assistenten bei der ersten Anmeldung oder per Gruppenrichtlinie verhindert wird, nach Hause. Da das Zuhause in den vereinigten Staaten liegt, könnten die gesammelten Informationen aus datenschutzrechtlichen Gründen kritisch sein. Zu Telemetrie-Daten zählt nicht nur der Standort, sondern auch eine eindeutige ID des Endgerätes, Version, Patchlevel, mitunter sogar Nutzungsverhalten, Fehlerprotokolle und viele Statistik-Daten, die nicht übertragen werden sollten.

Wer das verhindern möchte (Admins oder auch die Anwender am Gerät), bekommt nun Unterstützung vom Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (kurz: BSI).

Eine Sammlung von Gruppenrichtlinien

Gruppenrichtlinien zur Einschränkung der Telemetrie

System Activity Monitor

BSI-Internetseiten

Auf den Webseiten wird auch die Benutzung erklärt. Wenn Sie das Ganze über die Windows Einstellungen abschalten möchten, finden Sie es unter: Wählen Sie das Menü Start  aus, wählen Sie dann Einstellungen  > Datenschutz aus. Betrachten Sie ALLE Untermenüs und wählen die von Ihnen gewünschten Einstellungen aus (Empfehlung so viel wie nötig und sie es zu Ihrem Komfort gebrauchen, so wenig wie möglich).


Lenovo UEFI Firmware-Lücken nicht in Thinkpads

Wieder einmal haben Sicherheitsforscher in zahlreichen lenovo Notebook-Modellen kritische Sicherheitslücken entdeckt, die durch Firmware-Updates des Herstellers geschlossen wurden.

Die gute Nachricht. Im geschäftlichen Umfeld setzen wir ausschließlich Notebooks der „ThinkPad“ Serien ein, die nicht nur bessere Verarbeitung und Robustheit aufweisen, sondern auch wertige Chipsätze und im Wesentlichen gut verarbeiteter Firmware. Zwar kann bei einem Firmware-Update auch hier was schief laufen – dafür gibt es aber die Zaubertaste, die so manchen Technikereinsatz/Mainboardtausch überflüssig macht.

Fazit

Wer Thinkpads (oder Thincentre Tiny) Geräte einsetzt, braucht keine Sicherheitslücken zu schließen und ist von den Lücken nicht betroffen. Wer dennoch die Consumer-Serie (ThinkBook und „Yoga ohne Thinkpad“ einsetzt, kann im folgenden Artikel lesen, was zu tun ist

https://support.lenovo.com/de/de/product_security/len-91369

lenovo Supportseiten für Consumer Geräte


Alte Windows-Server nicht mehr erreichbar

Mit dem Juni 2022 kumulativen Update für alle derzeit unterstützten Windows Server ab Version 2012 R2 aktiviert Microsoft DCOM Server-Sicherheitsfeatures, die die Kommunikation mit Servern, die am Ende der Laufzeit (EOL) für Sicherheitsupdates sind oder ein bereits im Juni 2021! veröffentlichtes Update NICHT installiert haben.

Betroffene Server können beispielsweise von der Datensicherungssoftware nicht mehr erreicht werden, sind also nicht mehr gesichert. Auch Monitoring-Programme können diese Server nicht mehr überwachen. Mehrere andere Programme können die Server nicht mehr erreichen, weil nur eine gesicherte DCOM Kommunikation erlaubt ist.

Workaround währt nicht lange

Derzeit kann man über eine Gruppenrichtlinie für die Server ab 2012 R2 die Kommunikation zwar wieder einschalten, mit dem Patchday im März 2023 wird aber auch dieser Schalter abgestellt. Wie der Workaround funktioniert, ist im verknüpften Microsoft Artikel beschrieben

Nachhaltige Lösung

Wer noch Windows Server 2008 R2 einsetzt, sollte sich Gedanken über die darauf installierte Software machen und diese Produkte ablösen. Auch die Laufzeit von 2008 R2 in der Azure Cloud (und im ESU-Modell) ist mit Ende 2023 fest.

Zum Modernisieren können Server in Microsoft Azure als Mietmodell eingesetzt werden oder neue Hardware mit OEM-Betriebssystem-Lizenzen beschafft werden. In jedem Fall sollten Sie sich kurzfristig von nicht mehr unterstützten Servern trennen und mittelfristig auch von Server 2012 R2 Instanzen. Im letzteren Fall ist die Azure Cloud eine Möglichkeit, zumindest Server 2012 R2 länger als bis September 2023 einzusetzen, falls unbedingt notwendig.

Fazit

  • Schaffen Sie Windows Server 2008 R2 Systeme ab und modernisieren diese durch Neuinstallation in Azure oder Neubeschaffung On-Premises.
  • Sorgen Sie bei allen Servern ab 2012 R2 für monatlich aktuelle Updates. Versicherungen kürzen die Leistung im Schadenfall, wenn die Patches nicht monatsaktuell (mit Toleranzzeit von einer Woche) installiert sind.
  • Übergangsweise können Sie auf den Servern den Registry-Schlüssel setzen. Das verschafft Ihnen Zeit, zu modernisieren

Microsoft-Artikel KB5004442 zu den Sicherheitsänderungen

https://support.microsoft.com/de-de/topic/kb5004442-verwalten-von-%C3%A4nderungen-f%C3%BCr-die-umgehung-von-windows-dcom-server-sicherheitsfeatures-cve-2021-26414-f1400b52-c141-43d2-941e-37ed901c769c