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UltraVNC 1.4.3.6 Defender false positive
Win32/Malgent! MTB is a generic detection that Microsoft Defender uses to identify Trojans that are designed to perform a variety of malicious actions on a computer.
Microsoft Defender meint, mit UltraVNC 1.4.3.6, 64-Bit-Version, Silent Installer könnte man einen PC fernsteuern, was auch bösartig genutzt werden könnte. Daher schlägt seit Mitte August der Defender für Business und Enterprise darauf an und kassiert das Installationspaket.
Anhand der Herstellersignatur der enthaltenen ausführbaren Programme kann man erkennen, dass es sich um das unschädliche Original handelt.
Ich habe das UltraVNC 1.4.3.6 Silent-Installationspaket aus dem Source-Code des Projekts neu mit einer anderen Kompressionsmethode und mit Version 1.5.0.0 gepackt und schon meckert Microsoft nicht mehr. Diese Methode ist besser, als dem Defender einen Ausschluss einzutragen.
Wem der Defender das UltraVNC_Setup_x64.exe Paket kassiert, der lade sich einfach auf der UltraVNC Projektseite die Version 1.5.0.0 herunter. Bei den Sysko-Tools liegt dann das InnoSetup-Script, um daraus einen fully unattended Installer für die Softwareverteilung zu machen, der kundenspezifische Voreinstellungen/Passwort-Hash enthält.
E-Rechnungspflicht – ZUGFeRD und XRECHNUNG
E-Rechnungen werden Pflicht im B2B-Geschäftsverkehr. Das bedeutet: „Empfang und Verarbeitung von E-Rechnungen im B2B-Geschäftsverkehr sind ohne vorherige Zustimmung ab 1. Januar 2025 in Unternehmen zu ermöglichen. Die grundsätzliche Verpflichtung zur Ausstellung von elektronischen Rechnungen gilt ebenfalls ab 1. Januar 2025. Es gibt aber Übergangsfristen. Spätestens ab 2028 sind nur noch E-Rechnungen erlaubt, die EN 16931 entsprechen. Auch bisher (seit 2017) mussten Rechnungen, die an Behörden übermittelt wurden, dem sog. #XRECHNUNG Format entsprechen.

Seit 1. Januar 2025 sind dazu alle Rechnungsformate, die der EN-Norm entsprechen, zulässig:
- XRECHNUNG – das ist eine XML-Datei, die alle rechnungsrelevanten Daten in genormtem Format und Zeichensatz enthält (es gibt in der Regel keine Visualisierung, es sei denn, der Empfänger erstellt sie sich zum Archivieren)
- ZUGFeRD – eine PDF-Datei, die die Rechnung visuell enthält (also wie wir bisher eine PDF-Rechnung kennen). Zusätzlich sind in der PDF-Datei die XML-Daten eingebettet. Diese lassen sich maschinell extrahieren und elektronisch weiterverarbeiten
- Das FAKTUR-X Format gehört auch dazu. Hierbei handelt es sich um in ein PDF/A eingebettete XML-Daten - ähnlich wie beim ZUGFeRD
Eine Rechnung muss also auf jeden Fall den (genormten) XML-Datensatz enthalten oder daraus bestehen.
Bisher werden zumindest für Deutschland keine Anforderungen an den Versand der Datei gestellt. D. h. die Zustellung per E-Mail wird vermutlich weiterhin der Standard sein. Nach EU-Richtlinie reicht aber der STARTTLS Versand nicht aus und Rechnungen sollten verschlüsselt werden. Wenn Sie über ein Kunden-Extranet verfügen, können Sie auch die Rechnungen in diesem Bereich Ihren Kunden zum Abruf bereitstellen. In dem Fall erfolgt der Zugriff SSL-verschlüsselt und Manipulationen auf dem Transportweg werden verhindert.
Das bedeutet, dass Sie Eingangsrechnungen aus Ihrem Eingangspostfach extrahieren müssen und bei #ZUGFeRD aus dem PDF-Anhang die XML-Daten extrahieren – bzw. bei XRECHNUNG den XML-Anhang bestenfalls mit einer Visualisierung ausstatten (PDF erstellen aus den XML-Daten) und beide Anhänge dann in Ihr DMS-System überführen und verschlagworten lassen.
Vom Land Baden-Württemberg gibt es einen kostenlosen Online-Dienst, mit dem man zu versendende oder Eingangsrechnungen prüfen kann: https://erechnungsvalidator.service-bw.de
Möchte man eine Eingangsrechnung visualisieren, kann man dazu die Online-Webseite eines deutschen Verlages (derzeit noch kostenlos) benutzen. Es wird eine PDF erstellt, die die XML-Datei in eine PDF umwandelt, die aussieht wie eine klassische Rechnung: https://dtvp.de/xrechnung/
PHP Vorlage für WordPress
Für Programmierer – mit einer kostenlosen PHP Bibliothek kann man XRECHNUNG bzw. den XML-Content nach Faktur-X Standard erstellen. Als Input dienen 2 JSON Dateien – eine für die Kopfdaten der Rechnung und eine für die Artikelposten, die in ein Formular kopiert werden können. Ein Formatmuster ist jeweils im Form bei Aufruf der Seite.
Mit einem zweiten Template können Rechnungen in den Ordner wp-uploads/rechnungen/ hochgeladen werden (PDF und XML). Das Werkzeug extrahiert Rechungskopfdaten und Posten jeder Rechnung und stellt sie auf der Seite dar. Hierzu muss der Administrator angemeldet sein. Achtung! Die Nutzung dieses Templates wird nur im Intranet empfohlen, da bei Nutzung im Internet die Rechnungen öffentlich wären.
In meinem WordPress-Theme „Penguin-Mod“ erstellen Sie eine neue Seite oder einen Beitrag und wählen als Template „XRECHNUNG make“ oder XRECHNUNG visualize aus. Das Theme ist im OpenAudit Classic Download enthalten, wenn man die WordPress Instanz mit installiert.
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