Inhaltsverzeichnis
  1. Word - Strg-F sucht nicht mehr 2
  2. Neue Outlook app - alles spricht dagegen 3 - 6
  3. Office 2024 LTSC veröffentlicht 7
  4. Office 2024 LTSC offizielle Vorschau zum Testen 8 - 9

Word - Strg-F sucht nicht mehr

Seit dem Update 2410 (Oktober oder Enterprise channel) von #Microsoft Word (und auch mit dem Update 2411 / current nicht behoben) ist die Tastenbelegung Strg&F, die die Navigationssuche - also Volltextsuche im Dokument - anstößt umbelegt. Stattdessen wird die Fettdruck-Funktion aktiviert (Strg&Shift&F funktioniert weiterhin für Fettdruck). Microsoft hat den Fehler akzeptiert und wird (hoffentlich) mit dem nächsten Funktionsupdate die Belegung wieder korrigieren. Wer solange nicht warten kann:

"Q: Wenn ich in Word (Windows 10) STRG+F drücke, wird die Absatzmarke fett. Wie kann ich einstellen, dass wie früher mit STRG+F die Navigation Cursor im Suchfeld dort erscheint?"

Die Tastenkombination Strg + F dem Befehl NavigationsbereichSuche wieder zuweisen:

Datei / Optionen / Menüband anpassen | Tastenkombinationen: Anpassen | Alle Befehle


Neue Outlook app - alles spricht dagegen

{Update 25.02.2025}: wir möchten Sie darüber informieren, dass es mit dem neuen Outlook (New Outlook), das Microsoft seit Januar 2025 auf allen Windows 10 und 11 Systemen automatisch installiert, einige Änderungen bei der Drag & Drop-Funktionalität zu externen Programmen, wie zum Beispiel Browsern oder Webclients, gibt. Leider wird bei der Übergabe nicht mehr die E-Mail oder die Anlage selbst übertragen, sondern nur noch Metadaten, was dazu führt, dass die Datei nicht mehr ankommt.

Derzeit können wir noch nicht sagen, ob und wann Microsoft eine Korrektur vornehmen wird oder ob dies überhaupt als Fehler betrachtet wird. Wir werden in jedem Fall ein Ticket eröffnen und Sie über den Fortschritt auf dem Laufenden halten.

Von dieser Änderung betroffen sind unter anderem die beliebte ECM Dropzone in gevis sowie alle anderen Applikationen, die Drag & Drop-Features anbieten.

{Update 6.1.2025}: das Remediation Script mit den Änderungen wurde ergänzt - das Vorige zeigte nur den Status an} Microsoft hat bekanntgegeben, dass Geschäftskonten (also beispielsweise Microsoft 365 Business Premium) ab Januar 2025 automatisch auf die neue #Outlook app umgestellt werden.

Wir raten dringend davon ab, auf das neue Outlook umzustellen. Ergreifen Sie bitte Maßnahmen, stattdessen Outlook Classic weiterzuverwenden!

Dies gilt grundsätzlich, insbesondere, wenn Sie noch nicht One Version mit gevis ab Business Central Version 23 einsetzen. Auch mit gevis ERP | BC 23 oder neuer gibt es zahlreiche Funktionen wie die s.dok Dropzone, die NICHT mit der neuen Outlook App funktionieren. Zudem ist ein großer Anteil an weiterer Drittanbieter-Software nicht kompatibel zur neuen App.

Das neue Outlook ist nur solange für den reinen E-Mail-Empfang benutzbar (außer dass Funktionen gegenüber Outlook classic fehlen und Schnittstellen zu anderen Programmen nicht mehr funktionieren), wie man seine E-Mails auch in Exchange online hat (also auch im Microsoft Tenant). In dem Fall greift die neue app direkt auf den Tenant zu und stelle E-Mails und Kalender identisch zur Outlook Web app dar. Schließlich ist die MSIX App ein "Wrapper" um den Webseiten-Aufruf von OWA).

Kritisch wird es, wenn man noch Microsoft #Exchange Server 2019 oder älter einsetzt, denn das neue Outlook kann nicht auf Exchange On-Premises oder gehostete Exchange Server zugreifen.

Falls also die in unserem anderen Artikel beschriebene Richtlinie (bzw. Registrykey) nicht funktioniert, muss man ein Powershell-Skript - am besten täglich laufen lassen, dass verhindert, das die neue Outlook app Outlook Classic deaktiviert oder entfernt.

# Define registry path and value
$registryPath = "HKCU:\Software\Policies\Microsoft\office\16.0\outlook\preferences"
$valueName = "NewOutlookMigrationUserSetting"

# Check if the registry path exists
if (Test-Path $registryPath) {
    # Check if the DWORD value exists
    $value = Get-ItemProperty -Path $registryPath -Name $valueName -ErrorAction SilentlyContinue
    if ($value -ne $null) {
        # Check if the value is set to 0
        if ($value.$valueName -eq 0) {
            Write-Output "Registry key and DWORD exist, and NewOutlookMigrationUserSetting is set to 0."
            exit 0
        }
        else {
            Write-Output "Registry key and DWORD exist, but NewOutlookMigrationUserSetting is not set to 0."
            exit 1
        }
    }
    else {
        # DWORD does not exist
        Write-Output "Registry key exists, but the DWORD NewOutlookMigrationUserSetting does not exist."
        exit 1
    }
}
else {
    # Registry path does not exist
    Write-Output "Registry path does not exist."
    exit 1
}

Das oben genannte Script zeigt den Status an, das folgende setzt die Registry-Einstellungen:

# Define registry path and value
$registryPath = "HKCU:\Software\Policies\Microsoft\office\16.0\outlook\preferences"
$valueName = "NewOutlookMigrationUserSetting"
$valueData = 0

# Create the registry path and set the DWORD value to 0
Write-Output "Creating registry path and setting $valueName to $valueData in $registryPath"
New-Item -Path $registryPath -Force | Out-Null
Set-ItemProperty -Path $registryPath -Name $valueName -Value $valueData -Type DWord

Write-Output "Registry key and value have been set successfully."

Wir empfehlen ein kombiniertes Script zum Einsetzen z.B. als Windows-Aufgabe:

# Define registry path and value
$registryPath = "HKCU:\Software\Policies\Microsoft\office\16.0\outlook\preferences"
$valueName = "NewOutlookMigrationUserSetting"

# Check if the registry path exists
if (Test-Path $registryPath) {
    # Check if the DWORD value exists
    $value = Get-ItemProperty -Path $registryPath -Name $valueName -ErrorAction SilentlyContinue
    if ($value -ne $null) {
        # Check if the value is set to 0
        if ($value.$valueName -eq 0) {
            Write-Output "Registry key and DWORD exist, and NewOutlookMigrationUserSetting is already set to 0."
            
        }
        else {
            # Set the value to 0
            Set-ItemProperty -Path $registryPath -Name $valueName -Value 0
            Write-Output "Registry key and DWORD exist, but NewOutlookMigrationUserSetting was not 0. It has been set to 0."
            
        }
    }
    else {
        # DWORD does not exist
        Write-Output "Registry key exists, but the DWORD NewOutlookMigrationUserSetting does not exist."
        
    }
}
else {
    # Registry path does not exist
    Write-Output "Registry path does not exist."
    
}

Noch risikoreicher - auch aus Sicht der Datenschützer wird es, wenn man andere Konten in die neue Outlook-app einträgt (GMX, Web.de oder IMAP-Konten) oder sie mit einem privaten Konto verwendet. In allen Fällen werden Daten vom Microsoft Webdienst herangeholt und dann an die Outlook App übertragen. Bei Outlook Classic erfolgen alle Zugriffe direkt zum Ziel.

Übrigens: Microsoft schreibt, dass Outlook Classic, wenn man die Win32 Anwendung als Kauf- (LTSC 2024) oder Miet-Version (M365 Pläne) lizenziert hat, noch bis 2029 unterstützt wird. Danach gibt es entweder keine Exchange Server mehr oder die app kann auch mit Exchange Servern verbinden.

Fazit: Verhindern Sie bitte aktiv die Umstellung auf das neue Outlook und bleiben beim "Outlook classic". Bis 2029 die Sicherheitsupdates für Outlook Classic eingestellt werden, hoffen wir, dass das neue Outlook die gleichen Funktionen bietet.


Office 2024 LTSC veröffentlicht

Microsoft hat heute den Release to Manufacturer „RTM“ Status für die nächste Kaufversion von Office – die Office 2024 #LTSC – veröffentlicht. Sie erhält 5 Jahre Sicherheitsupdates, aber keinerlei Funktions-Updates. Es ist lauffähig auf: Windows 11, Windows 10, Windows 10 LTSC 2021, Windows 10 LTSC 2019 und Windows Server 2022.

Die Lizenzierung erfolgt weiterhin pro Gerät, den Einsatz in der Azure-Cloud im Azure Virtual Desktop lässt Microsoft weiterhin nicht zu. Microsoft hat eine übersichtliche Gegenüberstellung zwischen Microsoft 365 Plänen und Office 2024 veröffentlicht:

https://techcommunity.microsoft.com/t5/microsoft-365-blog/office-ltsc-2024-is-now-available/ba-p/4244953

Update Jan 2025 - Danke, Jens, für den Kommentar - Mittlerweile sind für die Volumenlizenzen (Select, Select+ und CSP) für Office LTSC 2024 auch die PUR und Lizenzbedingungen aktualisiert. Entgegen der oben genannten Microsoft Gegenüberstellung kann man doch wieder Shared Activation nutzen und diese Lizenzen auf RDS- oder Citrix-Servern einsetzen:

https://www.microsoft.com/licensing/terms/de-DE/productoffering/OfficeDesktopApplicationsWindows/MCA

Fazit: Man kann erneut Office kaufen, aber ausschließlich zur Nutzung auf einem lokalen Endgerät (Windows PC) und als Volumenlizenzen (CSP) auch auf RDS-Terminalservern. Am 16.09.2029 enden die Sicherheitsupdates. Es gibt über die gesamte Laufzeit keine Funktionsupdates. Auch Volumenlizenzen dürfen nicht mehr auf Terminalservern oder im Multiuser-Betrieb verwendet werden.

Tipp: Für On-Prem-Terminal-Server und Cloud-Einsatz im Azure Virtual Desktop eignet sich der Microsoft 365 Business Premium Plan, der im Abo auf named user lizenziert ist.


Office 2024 LTSC offizielle Vorschau zum Testen

Microsoft hat heute die offizielle Vorschauversion von Office 2024 LTSC veröffentlicht. Da die finale Version 2024 heißen soll, muss diese vor dem 01. Juli 2024 veröffentlicht werden.
An diesem Tag beginnt für Microsofts das Fiskaljahr 2025 (und somit werden die Kaufversionen auch so benannt).
Sie erhält dann 5 Jahre Sicherheitsupdates (das nennt sich modern Release Cycle).

Office 2024 LTSC wird keinen Publisher mehr enthalten, da das Produkt #endoflife ist. Als Plattform sind: Windows 10 (LTSC Enterprise oder 22H2) und Windows 11 (ab Version 23H2). Auf der Liste steht auch Windows Server 2022, der Betrieb der Kaufversionen im RDS Terminalserver ist aber weiter nicht erlaubt.

Auch die Lizenzierung bleibt auf Geräte-Basis. Volumenlizenzen können zwar auf RDS-Terminalservern eingesetzt werden, allerdings nur On-Premises. Ein Einsatz der Produkte auf Cloud-Servern – z. B. in Azure oder im Azure Virtual Desktop ist auch mit einer Software-Assurance Subscription nicht zulässig. Dafür eignen sich nur die Microsoft 365 Abo-Pläne! Auch alle Cloud- und Sicherheitsfeatures und ein Großteil der Gruppen-Richtlinien sind mit den Kauf-Varianten nicht möglich.

Wer die neue Version (am besten in einer virtuellen Testmaschine im Client-Hyper-V) testen möchte – hier die offizielle Anleitung von Microsoft:

Deployment Tool

Das Deployment Tool ist die offizielle Downloadquelle und der Verteilmechanismus für alle Office- und Microsoft 365 Versionen.

https://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=49117

Offizielle Test-Schlüssel für den Preview (mit Ablaufdatum)

Product Keys (Schlüssel) für die MAK-Aktivierung.
Office LTSC 2024 für die kommerzielle Vorschau: Y63J7-9RNDJ-GD3BV-BDKBP-HH966.
Visio 2024 Preview: 3HYNG-BB9J3-MVPP7-2W3D8-CPVG7.

Aufruf für das Setup

Ein einer CMD Datei aus dem Deployment Odner ausgeführt. Die Konfigurationsdatei muss sich ebenfalls dort befinden.

setup.exe /configure configuration.xml

Konfigurationsdatei configuration.xml

<Configuration>
<Add OfficeClientEdition="64" Channel="PerpetualVL2024">
<Product ID="ProPlus2024Volume" PIDKEY="#####-#####-#####-#####-#####" >
<Language ID="de-DE" />
</Product>
<Product ID="VisioPro2024Volume" PIDKEY="#####-#####-#####-#####-#####">
<Language ID="de-DE" />
</Product>
</Add>
<RemoveMSI /> <Property Name="AUTOACTIVATE" Value="1" />
</Configuration>

Mehr Details

https://techcommunity.microsoft.com/t5/microsoft-365-blog/commercial-preview-of-microsoft-office-ltsc-2024-is-now/ba-p/4102538

Fazit

Es wird 2024 eine weitere Kauf-Version von Office 2024 geben. Allerdings erhält sie wieder keine Funktions-, sondern nur Sicherheitsupdates bis Mai 2030 (5 Jahre).

Weder KI-Funktionen (Copilot und Designer), die die Arbeit erleichtern, noch Online-Funktionen (Collaborative Tools) und auch keine Cloud-Dienste wie 1 TB Speicher pro Benutzer sind möglich. Der Einsatz ist auf lokale Windows 10/11 PCs beschränkt und wird pro Gerät lizenziert. Das enthaltene Outlook/Win32 Programm wird bis 2028 eingestellt. Es muss dann die Edge-Webview-App verwendet werden, ohne Microsoft 365 Mietplan eingeschränkt und mit Werbung gespickt ist.