Inhaltsverzeichnis
  1. M365 Copilot Teams Audiozusammenfassungen 2 - 3
  2. Teams Premium Upsell-Meldungen deaktivieren 4
  3. Teams 2 mit eigenem animiertem Hintergrund 5
  4. Sharepoint Online Platzberechnung 6 - 7

M365 Copilot Teams Audiozusammenfassungen

🎙️ Die Quadratur des Kreises: Audio-Recaps in Microsoft Teams – zwischen KI-Magie und Exportfrust

Mit Microsoft 365 Copilot hält eine neue Generation von KI-Funktionen Einzug in den Arbeitsalltag – darunter auch die heiß diskutierten Audio-Zusammenfassungen (Audio Recaps) in Microsoft Teams. Was auf den ersten Blick wie ein Traum klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als eine Mischung aus technischer Meisterleistung und funktionalem Kopfschütteln.

🇩🇪➡️🇺🇸 Schulung auf Deutsch, Recap auf Amerikanisch

Stellen wir uns folgendes Szenario vor:
Patrick hält eine Schulung für deutsche Systemkoordinatoren und schaltet die deutsche Transkription an. Teams Copilot erstellt daraus hervorragende Zusammenfassungen mit Aufgaben. Nun kommt der neue Knopf "Audiozusammenfassung" ins Spiel: Teams transkribiert das Gesagte live – allerdings nicht auf Deutsch, sondern automatisch auf Englisch, und zwar in einem amerikanischen Slang, der eher nach Silicon Valley als nach Münster klingt.

Das Ergebnis?
Teams erstellt daraus Audio-Kapitel, die man sich direkt im Client anhören kann – inklusive lässiger US-Intonation. Man fühlt sich fast wie in einem Tech-Podcast.

Aber:
🔒 Exportieren? Fehlanzeige.
🔒 Herunterladen? Nicht möglich.
🔒 Teilen außerhalb von Teams? Vergiss es.

🤹‍♂️ Mit Copilot wird’s kurios

Dank M365 #Copilot kann man das amerikanische Transkript nun nehmen und – Achtung – „lustig“ auf Deutsch zurückübersetzen lassen. Die #KI macht daraus eine charmante Mischung aus Denglisch, Bürofloskeln und gelegentlichen Übersetzungsperlen („Failover Cluster“ wird zu „Ausfall-Ansammlung“ – kein Witz).

Aber hier kommt der Clou:
🎧 Audio-Recap auf Deutsch? Nicht möglich.
Teams erlaubt die Erstellung von Audio-Zusammenfassungen nur aus englischen Transkripten – und auch nur, wenn sie im Original von Teams erzeugt wurden.

🧩 Fazit: KI kann viel – aber nicht alles

Die Audio-Recaps in Teams sind ein Paradebeispiel für die Möglichkeiten moderner KI:

  • Live-Transkription
  • Automatische Kapitelbildung
  • Sprachsynthese mit Slang

Aber sie zeigen auch die Grenzen:

  • Keine Exportfunktion
  • Keine Mehrsprachigkeit
  • Kein Zugriff außerhalb von Teams

Wer also gehofft hat, seine Schulung als Podcast zu veröffentlichen oder das Recap als MP3 zu verschicken, muss sich gedulden – oder kreativ werden.

Wichtiger Hinweis: Die deutsche Zusammenfassung nehmen und mit Drittanbieterdiensten einen Podcast zu erstellen scheidet in diesem Fall aus, da in der Zusammenfassung mit Sicherheit DSGVO-relevante Personendaten verarbeitet werden.

Tipp für Admins und Trainer:innen (Tränende):
Wenn du Audio-Zusammenfassungen nutzen willst, plane deine Sessions auf Englisch – und mit Copilot-Lizenz. Für alles andere gilt: Die Quadratur des Kreises bleibt (vorerst) ungelöst.

Anmerkungen der Redaktion: Sobald das Feature auf deutsch kommt und nicht mehr vorher in us-english umgewandelt wird, wird das ein zusätzlicher Mehrwert für die Sysko-Schüler. Neben der Text-Zusammenfassung können sie sich die Highlights dann auf deutsch in einem 10 Minuten Podcast (2 Tage) anhören. Die Audios werden auch jetzt schon abgelegt - im Onedrive für Business des Speakers (GWS-Mitarbeitenden) unter \Recordings\AudioRecaps


Teams Premium Upsell-Meldungen deaktivieren

Seit dem neuen Microsoft Teams-Client (2025) tauchen bei vielen Nutzer:innen lästige Hinweise wie
„Teams Premium abrufen“ oder „Jetzt ausprobieren“ auf. Diese Upsell-Meldungen sollen den Premium-Plan bewerben – können in Unternehmensumgebungen aber schnell nerven.

🎯 Ziel

Wir wollen nur die Werbung und Pop-ups deaktivieren, nicht Teams Premium selbst blockieren oder verhindern.

🔧 Lösung für Admins

Microsoft verteilt diese Hinweise als sogenannte In-Product Messages (Werbe-/Info-Kampagnen).
Admins können sie zentral über eine Teams-Richtlinie ausschalten:

1️⃣ PowerShell öffnen

Connect-MicrosoftTeams

2️⃣ Neue Richtlinie anlegen

New-CsTeamsUpdateManagementPolicy -Identity "NoUpsellMessages" -DisabledInProductMessages @("91382d07-8b89-444c-bbcb-cfe43133af33")

3️⃣ Richtlinie zuweisen

Beispiel: für alle Benutzer

Grant-CsTeamsUpdateManagementPolicy -PolicyName "NoUpsellMessages" -Global

Damit werden die meisten In-App-Werbungen und Upsell-Prompts (u. a. für Teams Premium) im Client ausgeblendet.
Die Änderung wirkt, sobald der Client die Richtlinie neu lädt – meist nach 24 Stunden oder beim nächsten Neustart.

💡 Tipp

Falls Nutzer:innen die Meldung trotzdem noch sehen: Cache des neuen Teams-Clients leeren oder sich einmal komplett ab- und wieder anmelden.

✅ Fazit

Mit einer einzigen PowerShell-Richtlinie können Admins die nervigen „Teams Premium abrufen“-Hinweise zuverlässig abschalten – ohne den Premium-Funktionsumfang grundsätzlich zu blockieren.


Teams 2 mit eigenem animiertem Hintergrund

#Microsoft #Teams erlaubt es, eigene Bildschirmhintergründe statisch hochzuladen und zu verwenden. Diese können über die Oberfläche hochgeladen oder um Ordner:

C:\Users\xgwspba\AppData\Local\Packages\MSTeams_8wekyb3d8bbwe\LocalCache\Microsoft\MSTeams\Backgrounds\uploads

platziert werden. Es gibt bei den von Microsoft mitgelieferten „Animierten Hintergründen“ aber vier .mp4 Dateien.

Der Trick dabei: Ersetzt man eine davon durch ein eigenes .MP4 Video, erhält man einen animierten Hintergrund. Bestenfalls ist das Video Full-HD. Es wird als Endlosschleife abgespielt. Damit das Ganze nicht zu unruhig wird, sollten sich im Bild wenige Objekte verändern – z. B. ein Augenzwinkern beim Hintergrund-Bären.

Zur Demonstration habe ich mit SORA (ChatGPT Enterprise) einen Clip mit meinem H-Kennzeichen Bären erstellt. Dieser muss in den Ordner und ersetzt die vorhandene Microsoft Datei:

C:\Users\xgwspba\AppData\Local\Packages\MSTeams_8wekyb3d8bbwe\LocalCache\Microsoft\MSTeams\Backgrounds\feelingDreamy2Animated_v=0.1.mp4 

In den Einstellungen ausgewählt und schon hat man einen animierten Hintergrund.


Sharepoint Online Platzberechnung

Häufiger kommt die Frage auf, wie sich der angezeigte Speicherplatz auf dem Sharepoint zusammensetzt. Microsoft hat dazu eine recht komplizierte Formel, die wir versuchen, möglichst gut verdaubar zusammenzufassen.

  • Mit jedem Microsoft Tenant steht grundsätzlich nach Anlegen 1 TB Speicherplatz auf dem Sharepoint zur Verfügung.
  • Dazu kommen + 10 GB pro erworbene Microsoft 365 Business Premium Lizenz (oder auch M365 E3, bei On-Premises Umgebungen auch Business Standard Pläne.
  • Der Haken dabei: Onedrive für Business und Sharepoint teilen sich einen Speicherpool, d.h. egal ob mit den Onedrives oder der Sharepoint Platz ausgenutzt wird, ist der Platz dann erschöpft. Reduziert man den User-Onedrive jeweils auf 500 GB, passiert das langsamer.
  • werden mehr als der errechnete 1 TB + 10 GB / User auf dem Sharepoint benötigt, muss pro GB (Gigabyte, nicht Terabyte) "Office365 Extra File Service" dazu gebucht werden. also 600 Einheiten für 600 GB zusätzlich an monatlichen Kosten.

Rechenbeispiel:
100 User mit Busines Premium Plänen: Sharepoint hat 1 TB + 100x 10 GB = 2 TB
Der Sharepoint ist mit 500 GB gefüllt. noch leer Nun nutzt ein User sein Onedrive Terabyte voll aus. Auf dem Sharepoint stehen somit nur noch 500 GB zur Verfügung.

Damit der Sharepoint nicht so schnell volläuft, kann man den One-Drive Storage der User künstlich limitieren - z. B. auf 500 GB.

Bei großen Datenmengen auf dem Fileserver ist es daher aus Kostengründen meist günstiger und daher empfehlenswert, stattdessen auf dem DC2 (Fileserver in Azure) einen Storage-Account mit Standard-HDD Geschwindigkeit in passender Größe zu buchen.
Vorteile Fileserver: Sie können einfach über Gruppenrichtlinien einen Laufwerksbuchstaben zuweisen, die Berechtigungssteuerung erfolgt wie gewohnt über Filesystem Berechtigungen, die Files sind in der täglichen Azure Datensicherung des Servers enthalten.
Nachteile Fileserver: Sie können nicht mit mehreren Leuten gemeinsam an einer Word/Exceldatei arbeiten, Die Dateien können nicht als Teams-Freigabe mit Externen geteilt werden.
Nachteile bei Ablage auf dem Sharepoint: Dateien haben nur einen 30 Tage Papierkorb. Sie benötigen Skykick oder einen anderen Onlinedienste, um eine Datensicherung zu erhalten.

Fazit:

In den meisten Fällen ist es günstiger, einen Storage Account "Standard HDD" am Azure Fileserver für die Dateiablage zu benutzen und nur für Teams und gezielte gemeinsame Arbeit an Dateien oder für sichere Dateifreigaben und Kollaboration mit Externen zu nutzen. Meist reicht der dafür kalkulierte Sharepoint Platz auch aus.