Inhaltsverzeichnis
  1. Exchange Server 2019 SE und Sicherheitsupdates 2 - 3
  2. Zwei kritische Schwachstellen in Azure-nahen Diensten 4
  3. veeam Sicherheitslücke mit Score 9.9 5

Exchange Server 2019 SE und Sicherheitsupdates

🔐 Exchange Server 2019 SE (Subscription Edition) ist nicht direkt vom Supportende am 14. Oktober 2025 betroffen. Diese Version wurde speziell dafür entwickelt, auch nach dem offiziellen Supportende weiterhin Sicherheitsupdates und neue Funktionen zu erhalten.

Betroffen vom Supportende sind:

  • Exchange Server 2019 CU14/CU15
  • Exchange Server 2016 CU23

Für diese Versionen bietet Microsoft ab 1. August 2025 ein kostenpflichtiges Extended Security Update (ESU)-Paket an, das bis 14. April 2026 gilt. Diese ESUs enthalten nur kritische und wichtige Sicherheitsupdates, sind nicht öffentlich verfügbar und müssen über Microsoft bezogen werden.

🧭 Empfehlung von Microsoft

Microsoft empfiehlt dringend, rechtzeitig auf die Exchange Server Subscription Edition (SE) umzusteigen, da:

  • ESUs keine Garantie auf Updates bieten
  • Der Support für Exchange 2019 endgültig am 14.10.2025 endet
  • Die SE-Version ab Juli 2025 verfügbar ist und ein In-Place-Upgrade von Exchange 2019 möglich sein wird

📄 Hinweise

In mehreren internen Sicherheitscheck-Dokumenten wird betont, wie wichtig die regelmäßige Aktualisierung von Exchange-Servern ist, insbesondere im Hinblick auf Sicherheitslücken und Compliance. Auch in internen Mails wurde bereits auf das Supportende und die Risiken hingewiesen.

✅ Fazit

Da auch Exchange Server 2019 SE nun ein Mietprodukt ist und der "Betrieb in eigenen Räumlichkeiten mit höhereren Risiken verbunden ist, als ein SaaS Online-Dienst wie Exchange Online, ist die Exchange Online-Variante zu bevorzugen und in Vollkostenrechnung wirtschaftlicher.

Exchange Server 2019 SE ist nicht betroffen vom Supportende, sondern stellt die empfohlene Lösung dar, um nach dem 14. Oktober 2025 weiterhin Sicherheitsupdates zu erhalten. Wenn du noch Exchange Server 2019 (nicht SE) nutzt, solltest du entweder:

  • auf Exchange SE migrieren, oder
  • ein ESU-Paket für 6 Monate erwerben (nur über Microsoft erhältlich)

Zwei kritische Schwachstellen in Azure-nahen Diensten

Im Rahmen des #Microsoft Patchday im September 2025 wurden zwei besonders kritische #Sicherheitslücken veröffentlicht, die Azure-nahe Komponenten betreffen. Organisationen, die Azure Automation oder Azure AD Connect (Entra ID Synchronisation) einsetzen, sollten dringend handeln.

CVE-2025-29827 – Azure Automation Runbook Execution Engine

Betroffene Komponente:
Azure Automation Runbook Execution Engine, insbesondere bei Einsatz von Hybrid Worker Nodes oder lokal ausgeführten Runbooks.

Risiko:
Ein lokal authentifizierter Angreifer kann manipulierte Runbooks nutzen, um Systemrechte zu erlangen.

Erforderlicher Patch:

  • Sicherheitsupdate KB50329827 für Windows Server 2019/2022 auf Hybrid Worker Nodes.
  • Aktualisierung der Runbook Engine über das Azure Portal oder PowerShell (Update-AzAutomationAccount).

Empfohlene Maßnahmen:

  • Runbooks auf verdächtigen Code prüfen.
  • Audit-Logs aktivieren.
  • Least-Privilege-Prinzip für Runbooks durchsetzen.

CVE-2025-29972 – Azure AD Connect (Entra ID Synchronisation)

Betroffene Komponente:
Azure AD Connect, das für die Synchronisation zwischen lokalem Active Directory und Azure AD (Entra ID) verwendet wird.

Risiko:
Ein Angreifer kann durch manipulierte Synchronisationsprozesse administrative Rechte erlangen.

Erforderlicher Patch:

  • Sicherheitsupdate KB50329972 für Azure AD Connect (mindestens Version 2.1.20.0).
  • Aktualisierung des Azure AD Connect Health Agent über Microsoft Update oder manuell.

Empfohlene Maßnahmen:

  • Sync-Konten auf unnötige Rechte prüfen.
  • Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) aktivieren.
  • Audit-Logs für Synchronisationsaktivitäten aktivieren.

Fazit

Die beiden Schwachstellen zeigen, wie wichtig es ist, auch Cloud-nahe Dienste wie Azure Automation und Azure AD Connect regelmäßig zu patchen und abzusichern. Unternehmen sollten die genannten Updates zeitnah installieren, idealerweise innerhalb von 7 Tagen nach Veröffentlichung, wie es auch in internen Sicherheitsrichtlinien empfohlen wird.


veeam Sicherheitslücke mit Score 9.9

Kurz notiert, aber #wichtig - Diesmal ist bei der CVS Meldung von veeam die vielfach von Ihnen eingesetzte Backup und Recovery Software gemeint. Darin wurde eine kritische Sicherheitslücke entdeckt und mit Version 12.3.1.1139 geschlossen.

Auch wenn Sie schon die Version 12.3 installiert haben, ist das Update auf die oben angezeigte Version dringend erforderlich - erst recht, wenn ältere Versionen mit noch mehr bekannten Sicherheitslücken installiert und in Betrieb sind.