Antivirus Produkte (hier Kaspersky)

und aktuelle Spionagevorwürfe im Überblick. Am Ende ein Fazit, auf das sich jeder selbst ein Urteil bilden möge.

Kaspersky gegen Microsoft – Fall 1 (Juni-August 2017)

Windows – Microsoft wehrt sich gegen Kaspersky-Vorwürfe
21.06.2017 – Kaspersky klagt gegen Microsoft wegen versuchter Vormachtstellung mit dem Defender
http://winfuture.de/news,98191.html

Windows Defender – Kaspersky lässt Vorwürfe fallen
10.08.2017 – die Zugeständnisse von Microsoft reichen aus
https://www.teltarif.de/windows-10-microsoft-kaspersky-sicherheit/news/69618.html

Fall 2 – Anfang Mai 2017: Das FBI meint, Kaspersky arbeite mit dem russischen Geheimdienste zusammen und habe Backdoors in seinen Produkten.
Während man vermutet, dass Microsoft eine Backdoor für den US-Geheimdienst NSA in seinen Produkten hat (dies sei über den Millennium Act vorgeschrieben), hat Kaspersky offensichtlich keine NSA-Tür, da die russische Firma nicht unter amerikanisches Recht fällt.

Kaspersky geht gegen Spionage-Vorwürfe in die Offensive
28. 05 2017 [?] dass Kaspersky seine Technologien im Rahmen von Verträgen mit Behörden offen legt [?], um diese Vorwürfe auszuräumen.

Kaspersky geht gegen Spionage-Vorwürfe in die Offensive

Kaspersky weist Vorwürfe der Kooperation mit dem FSB zurück
19.07.17 Eugene Kaspersky [?] hat inzwischen angeboten, vor dem amerikanischen Kongress auszusagen und den Quelltext [?] offenzulegen.
Http://www.security-insider.de/kaspersky-weist-vorwuerfe-der-kooperation-mit-dem-fsb-zurueck-a-625365/

FBI warnt vor Einsatz von Kaspersky-Software in US-Unternehmen
18.08.2017 Kaspersky weist die Vorwürfe zurück. Es sei extrem enttäuschend, dass die US-Behörde gegen ein ?die Gesetze befolgendes und ethisches? Unternehmen vorgehe [..]. Der Konzern glaubt, dass verärgerte Mitarbeiter diese Geschichten erzählten.
Http://t3n.de/news/fbi-warnung-kaspersky-848541/

Kaspersky will US-Behörden Quellcode offenlegen
17.07.2017 Die Vorwürfe seien haltlose Verschwörungstheorien, der „digitale McCarthyismus? Der USA helfe niemandem
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kaspersky-will-US-Behoerden-Quellcode-offenlegen-3761474.html

Fazit: Objektiv betrachtet dürfte man KEINEM Antivirus-Software-Hersteller vertrauen, denn lokale Interessen der Produzentenländer gibt es bei Allen. (Bitdefender und ESET NOD: Rumänien; F-Secure: Finnland; Panda: Spanien; Trend Micro, Symantec und Microsoft Defender: USA). Selbst Firmen mit Sitz in Deutschland (G-Data) lassen große Teile ihrer Software und die Virus-Signaturen im Ausland produzieren. Die derzeitige Posse ist ein Rosenkrieg der Behörden. Während Kaspersky und Microsoft ihre Streitigkeiten mit Erscheinen des Fall Creators Update im September beseitigt haben, schwelt der Konflikt der Anschuldigungen und Zurückweisungen zwischen amerikanischen und russischen Behörden. Wenn Kaspersky jedoch anbietet, den Quellcode zur Untersuchung zu stellen, sollte meiner Meinung mal eine unabhängige Instanz dies tun, um Zweifel auszuräumen.
Aus technischer Sicht (weil sich das Produkt am Besten mit der gevis ERP | BC Sytemumgebung verträgt, komfortabel zu administrieren ist und mit ATD eine der Besten Erkennungsraten hat, halten wir unsere Empfehlung für Kaspersky weiterhin aufrecht und sehen keine nennenswerten Alternativen für ein anderes Produkt. (Post ID:388)

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Über den Autor:

Patrick Bärenfänger ist TÜV-zertifizierter IT-Security Manager und -Auditor und seit über 30 Jahren in der IT-Branche. Seine Schwerpunkte sind die Ausbildung/Zertifizierung von Systemkoordinatoren, Lizenz-Audits und IT-Systemprüfungen nach BSI-Grundschutz-Katalogen und IDW PS 330 und die Intrastruktur-Analyse und -Optimierung.