Inhaltsverzeichnis
- Warum Win7 und Server 2008 R2 ab Januar ein Risiko sind 2
- Google Chrome für Enterprise - Zero Administration 3 - 4
- Support-Ende für Tobit-Produkte 5 - 6
- Erstes kostenpflichtiges Java -Update 7 - 8
- Ferrari Officemaster Update endet 9
- PDFCreator - Alternative? 10
- Java Runtime - die Alternativen 11
- Open-Audit Classic GPL - Plattform aktualisiert 12
Warum Win7 und Server 2008 R2 ab Januar ein Risiko sind
Sicherheitsrisiken
Am 20. Januar endet der erweiterte Support und damit die Sicherheits-Updates für Windows 7 und alle Produkte mit der Jahreszahl 2008 in der Versionsnummer.
Zusätzlich gab Microsoft nun bekannt, dass die Microsoft Security Essentials ebenfalls keine Virenschutz-Updates mehr bekommen.
Wer also ab 20. Januar Windows 7 einsetzt, hat nicht nur die Sicherheitslücken von Windows ungepatcht, sondern nicht mal mehr einen kostenlosen Virenschutz mit Bordmitteln zur Verfügung. Solche Systeme sind dann doppelt unsicher.
Selbst wenn man Geld in Kaspersky Endpoint Security for Business investiert, schließt auch ein solcher Bezahl-Virenscanner die Sicherheitslücken im Betriebssystem nicht mehr. Aktuell unterstützt Version 11.2 von KES noch die Windows 7/Server 2008 R2 Plattform - es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis auch hier keine Updates mehr kommen.
Benutzer von Windows 8.1 haben zumindest den Windows Defender Virenschutz der ersten Generation und auch die Betriebssystem-Patches weiter versorgt (bis 2023).
Fazit:
Spätestens bis 20. Januar 2020 müssen Windows 7 und Windows Server 2008 Systeme ausgetauscht sein. Neue Clients enthalten Windows 10 Pro und aktuelle Server Windows Server 2019.
In vielen Fällen ist bereits jetzt das Mieten von Soft- und Hardware in der Microsoft Cloud eine wirtschaftliche Alternative.
(Post ID:1430, erstellt am: 17.12.2019 11:27:22 von: Patrick Bärenfänger)
Google Chrome für Enterprise - Zero Administration
Nachdem sogar Microsoft voraussichtlich Ende des Jahres 2019 die Microsoft Edge App durch "Microsoft Edge on Chromium" austauschen wird, setzen sowohl Google Chrome, als auch das neue Edge auf der gleichen quelloffenen Plattform auf.
Bereits jetzt hat die Variante "Chrome für Enterprise" gegenüber dem zukünftigen Edge einige Vorteile:
- Mit dem Chrome Bundle kann der Administrator sich eine Vielzahl von Gruppenrichtlinien-Vorlagen (.ADMX) herunterladen, die sich in den Central Store vom Active Directory importieren und dann verwenden lassen.
- Die Enterprise-Version hat einen Offline-Installer, der nichts aus dem Internet nachladen muss. Das Installer-Format ist .MSI und lässt sich auch über Gruppenrichtlinien verteilen.
- Chrome für Enterprise enthält ein #Flash Plugin, für das man keine Redistributions-Erlaubnis von Adobe benötigt und dass sich automatisch meist 5-6 Tage vor Veröffentlichung von Sicherheitslücken aktualisiert. Adobe Flash Plugin und ActiveX können deinstalliert werden
- PDF Dokumente können mit dem integrierten Betrachter schnell und performant und sicher (Sandbox) angeschaut, PDF-Formulare am Bildschirm ausgefüllt werden und der Ausdruck über die Browserfunktion ist auch schlank und seitenoptimiert.
- Chrome für Enterprise stellt die meisten Webseiten im Vergleich zu anderen Browsern korrekt dar. Die Notwendigkeit, zusätzlich Firefox zu installieren, entfällt.
Fazit
* #Chrome für Enterprise auf Rechnern, Notebooks bzw. der Citrix oder RDP Terminalfarm installieren
* Adobe Flash Player deinstallieren (Plugin und ActiveX)
* Adobe Reader deinstallieren, wenn die Funktionalität des Chrome PDF-Betrachters ausreicht.
* Richtlinien in den Central Store und festlegen, testen und ausrollen
* Richtlinie für Standard-Apps: PDF -> Google Chrome für Enterprise setzen und verteilen
Chrome ist automatisch ohne Admin-Eingriff auf dem aktuellen Stand, damit auch PDF-Betrachter und Flash-Plugin.
Für Unterstützung bei der Umsetzung nehmen Sie gern mit mir Kontakt über die Kontakt-Schaltfläche auf.
Support-Ende für Tobit-Produkte
Ausgangssituation
Viele Jahre lang haben wir die Faxware (bzw. David) von Tobit Software aus Ahaus unterstützt. Am Anfang war es eine leistungsfähige Fax-Ergänzung für gevis und alle Windows Programme. In Verbindung mit dem damaligen Exchange Connector ließ sich Faxware gut integrieren.
Die Zeiten haben sich (in diesem Falle leider) geändert. #Exchange Online, ISDN-Abschaltung der Provider zugunsten Fax over IP/VoIP, Mail to Fax ist universeller einsetzbar als ein Fax-Druckertreiber mit Steuerbefehlen.
Da nach aktuellen Erhebungen nur noch wenige unserer Kunden die Faxware in Einsatz haben, bieten wir bereits jetzt keine Updates, Erweiterungen oder Neuanschaffungen der Faxware mehr an.
Gleichermaßen erbringen wir ab 01. Januar 2020 keine Installations- und Support-Dienstleistungen mehr für Faxware und David.
Sie möchten Faxware ablösen?
Am 20. Januar 2020 endet auch der Support für Office und Exchange 2010. Am Besten beides kombinieren und auf zukunftssichere Produkte zur Miete setzen, die sofort von der Steuer absetzbar sind und einen kleinen monatlichen Betrag pro User kosten:
- Microsoft Exchange Online oder
- Microsoft #Office 365 (Pläne mit Terminal/Citrix-Nutzung und lokaler Installation der Programme
- und Ferrari Officemaster Suite
Oder Sie kaufen Microsoft Exchange Server (on Premise) mit Exchange User-Zugriffslizenzen und dazu die Ferrari Officemaster Faxlösung und Microsoft Office 2019 (lizensiert pro Gerät).
Die verschiedenen Möglichkeiten zeigen Ihnen unsere Vertriebs-Kollegen gern auf.
Unterstützte Fax-Alternative: Officemaster
Bereits als Tobit den Exchange Connector abkündigte, haben wir uns nach Alternativen für serverbasierte Faxprodukte umgesehen. Die Lösung mit dem aus unserer Sicht besten Wirkungsgrad ist von Ferrari Electronic aus Berlin. Die Officemaster Suite bietet verschiedene Methoden zum Fax-Versand und vollständige Microsoft Exchange Integration (Mail to Fax). Der Fax-Versand wird entweder über Fax-over-IP (SIP-Trunk) mit kompatiblen Telefon-Anlagen abgewickelt. Alternativ ist auch bei Verfügbarkeit von ISDN-Nebenstellen mit Hilfe einer Hardware-Box, dem Officemaster Gate (OMG) der Faxversand über die klassische Schnittstelle möglich. Eine Faxdurchwahl für eingehende Telefaxe und Benachrichtigungen per E-Mail sind ebenfalls implementierbar. Fax-Eingang und -Versand werden im Exchange-Postfach des Benutzers dokumentiert oder der Eingang wird in einen Öffentlichen Ordner geleitet.
Detaillierte Gründe für das Support-Ende
- Tobit unterstützt seit Jahren keine Exchange Integration mehr (David for MX und Exchange Connector gibt es nicht
- Eine Anbindung an Office 365 mit Exchange Online ist mit dem Kernprodukt nicht möglich
- Dokumente werden nicht in einer Datenbank gespeichert, sondern im Dateisystem. Für die Indizierung sorgt ein SQL-Server Express, der ebenfalls nur mit site.care aktualisiert wird.
- Fehlerkorrekturen und Sicherheitsupdates auf Faxware sind nur 12 Monate enthalten, danach muss man ein site.care Abonnement abschließen, damit weiterhin FEHLER korrigiert werden. Microsoft liefert bis zu 8 Jahre lang Fehlerkorrekturen und bis zu 10 Jahre lang Sicherheitsupdates aus.
- Das Preismodell für die site.care, das auch Funktions-Updates enthält ist mehr als doppelt so teuer als bei anderen Herstellern (damit kauft man derzeit alle 2 Jahre das Tobit Produkt neu, nicht alle 5 Jahre.
- Es wird eine ISDN-Infrastruktur benötigt und eine Fax-Hardware (z. B. Router mit vCAPI).
- Voip und Fax oder IP (T.91) sind mit der Faxware nicht möglich.
Erstes kostenpflichtiges Java -Update
Oracle macht ernst: Die ersten kritischen Sicherheitslücken wurden mit #Java 8 Update 212 heute geschlossen. Das Java Update ist zwar auf java.com herunterladbar, ein leuchtend gelber Hinweis macht aber klar, dass nur Privatpersonen die aktuelle Java Runtime kostenfrei herunterladen und auf ihrem Privatrechner installieren dürfen.
Die Java Runtime (JRE) ist damit bereits heute mit kritischen Sicherheitslücken angreifbar. Man kann davon ausgehen, dass diese Lücken auch zeitnah genutzt werden, um Rechner Netzwerke zu kompromittieren und so den nichts ahnenden Benutzern beispielsweise Verschlüsselungs-Trojaner unterzuschieben.
Effektiv schützen kann man sich nur, wenn man
- Java von allen Systemen entfernt. Das alte Java Update 192 ist keine sichere Alternative mehr
- Die Hersteller von Java-basierter Software auffordert, Alternativen zu schaffen und beispielsweise auf HMTL5, C# oder Webservices zu setzen
- Einen aktuellen und sicheren #Virenschutz einsetzt. Bei uns erhalten Sie den Ressourcen-schonenden und leistungsfähigen Kaspersky Endpoint Security mit Managed | Antivirus Sorglos-Paket
- Eine #Firewall wie die Managed | Firewall der zweiten Generation in Betrieb hat, die SSL-Interception und Advanced Thread Detection hat
Für Unterstützung und Beratung in diesen Themen wenden Sie sich bitte gern an uns.
Aus den Lizenzbedingungen für Java und Java Runtime bei Oracle:
Oracle Java Updates JRE with Java Web Start, continues to be free for personal use […] Personal users can continue downloading the Oracle Java SE 8 JRE at java.com.
Personal use is using Java on a desktop or laptop computer to do things such as to play games or run other personal applications. If you are using Java on a desktop or laptop computer as part of any business operations, that is not personal use.
https://www.oracle.com/technetwork/java/javase/overview/oracle-jdk-faqs.html
Ferrari Officemaster Update endet
Setzen Sie die Fax-Software Ferrari Officemaster in Version 4 oder 5 ein? Wenn ja, gibt es gleich zwei Gründe, jetzt zu handeln und Ihre Lizenzen auf Version 6 zu aktualisieren:
„7 auf einem Streich“
Wer bis zum 30.6 die Lizenzen aktualisiert, bekommt die nächste Haupt - Version 7 kostenlos
"Updatemöglichkeit endet"
Nach dem 30. Juni 2019 sind für diese Versionen keine Updates mehr möglich und die Lizenzen müssen komplett neu erworben werden.
PDFCreator - Alternative?
Seit der PDFCreator in der kostenlosen, aktuellen Version nicht in Terminalserver-Umgebungen lauffähig ist, Adware beim installieren mit auf die System bringt (wenn man nicht aufpasst) und im Produkt auch Werbung für die kostenpflichtigen Editionen macht, ist die Suche nach Alternativen angesagt:
PDF xchange Viewer - wird nicht mehr weiter entwickelt. Der PDF xchange Editor kostet pro named User rund 37 €. PDF xchange lite free ist für den Geschäftseinsatz nicht zulässig.
PDF24 Creator ist kostenlos, auch für geschäftliche Nutzung
und selbst die Redistribution ist erlaubt. Mit einem Online-Tool kann man sogar sein Firmenlogo mit Webseiten Link ins Produkt bringen. Außerdem lassen sich Einstellungen per Richtlinie oder Registry Einträgen (HKLM) für alle User bei der Installation importieren. Bisher war mir das Produkt zu überladen und bot an jeder Ecke kostenpflichtige Online Dienste an.
Mit den Registry-Einstellungen lassen sich diese Elemente aber wirkungsvoll abschalten.
Das Setup ist in INNOSETUP programmiert, so dass man die Registry Einstellungen mit in das Setup
integrieren kann und beispielsweise das Desktop-Icon entfernen kann.
Wie beim PDFCreator lassen sich mehrere Druckertreiber anlegen, die verschiedenen Profil-Einstellungen folgen (z. B. Wasserzeichen, verschlüsseln, sofort drucken ohne Rückfrage, Assistenten benutzen)
Fazit: Mit abgeschalteten Online- und Cloud Features ist derzeit PDF24 Creator das nützlichste Werkzeug, um PDF-Dateien durch Drucken zu erstellen, zu kombinieren und mehr. Allerdings sollte man sich ein eigenes Setup nur mit den gewünschten Features und Einstellungen erstellen.
Java Runtime - die Alternativen

Wer nur eine #Java Runtime benötigt, um damit in Java entwickelte Programme lokal betreiben zu wollen, kann die #Adoptium Temurin Java Laufzeitumgebung installieren, die GPL-lizensiert ist (also Open-Source). Zwar fertigt auch hier Oracle die Windows Binärdateien an, diese unterliegen aber dem GPLv2 Lizenzvertrag und sind damit ohne Lizenzgebühren weiterhin verfügbar.
So ist Version 11.0.1 binärkompatibel zur lizenzpflichtigen Java SE 11 - aber kostenlos.
Leider gibt es kein Installations-Programm, sondern nur eine ZIP-Datei. Das bedeutet, dass man sich (z. B. mit Innosetup) selbst ein Setup bauen muss, oder die von Java-basierter Software benötigten Registrierungs-Einträge und ggf. einen JAVA-Pfad und eine Systemvariable in der Umgebung von Hand einrichten muss.
Ich habe mit einem Innosetup, dass nur die javasoft Registrierungs-Einträge setzt, beispielsweise TV-Browser und den Seccommerce SecSigner starten und benutzen können. Die Oracle 8 Update 192 Version hatte ich zuvor komplett deinstalliert.
Wer ein Browser-Plugin benötigt (aktuell nur noch als Active-X für den Internet Explorer 11), wird mit dem Anbieter der Software über Alternativen diskutieren müssen, Lizenzgebühren auf Mietbasis für Java SE 11 zahlen oder die ab Februar 2019 potenziell unsichere Java Runtime 8U192 verwenden.
Open-Audit Classic GPL - Plattform aktualisiert
Die Betriebsplattform des Intranet Inventarisierungs-Servers #OpenAudit Classic wurde nun auf die aktuellen Produkte angepasst. So sind nun auf Apache 2.4, PHP 7.3 und MySQL MariaDB 10 enthalten.
Mit dem Open Source Projekt XAMPP, dass die Basis bildet, sind nun die aktuellen Produkte mit allen bis jetzt bekannten Sicherheits-Patches im Einsatz.
Da die Datenbank von Version 5 (Oracle Community Edition) auf Version 10 (MariaDB GPL Projekt) aktualisert wurde, ist eine Neu-Installation von Open-Audit auf dem Server sinnvoll. Dazu vorher die pc-list-file.txt Datei sichern (sie enthält alle zu scannenden IP-Adressen in Ihren Netzwerken).
Dann Open-Audit über die Systemsteuerung auf dem Server deinstallieren.
Zur Bereinigung bitte auch den Ordner c:/programme (x86)/xampplite mit Inhalt entfernen.
Nun das Setup openaudit-cl-install.exe ausführen und fertigstellen.
Wenn bereits eine Aufgabe vorhanden ist, müsste diese wieder funktonieren, ansonsten kann sie erneut importiert und angepasst werden.
Die Installation enthält auch eine aktuelle #Wordpress Instanz mit einigen quelloffenen Designs und Plugins, die für einen Wordpress-Start hilfreich sind. Wordpress kann dann im Intranet als Webserver/Blog/Schwarzes Brett für die Mitarbeiter eingesetzt werden. Hierzu müssen keine weiteren Server intalliert werden, sondern es wird die Infrastruktur von Open-Audit mitbenutzt.
