Inhaltsverzeichnis
  1. OpenAudit Classic unter Azure? Ja 2 - 3
  2. Microsoft Produktnamen - Virenschutz 4
  3. Notebooks ohne LTE-Modul ab 01.07.2021 ohne Funktion 5 - 6

OpenAudit Classic unter Azure? Ja

Das Werkzeug #OpenAudit Classic ist ein GPL3 lizensiertes Open-Source Instrument zur Inventarisierung von Hardware, Software, Peripherie und Netzwerk-Komponenten. Es wird auf einem #Windows Server betrieben und zieht sich einmal pro Tag den aktuellen Stand der angeschlossenen und eingeschalteten Geräte. Dazu muss kein Client auf den Endgeräten installiert werden. Die Abfrage erfolgt per WMI oder/und SNMP vom Open-Audit Classic Server aus.

Anforderung von Amts wegen

Verbandsprüfer verlangen nach BSI Grundschutzkatalogen und IDW Prüfungsstandard 330 eine Dokumentation der oben genannten Komponenten einer IT-Umgebung. Diese Aufgabe erfüllt OAClassic weitgehend autark.

Mit dem Umzug oder der Neuinstallation von Servern in der Microsoft Azure Cloud, auch Iaas - Infrastructure as a Service genannt, bleibt die Verpflichtung und Pflege der Server bestehen. Viele Syskos haben die Frage gestellt, ob Open-Audit Classic auch unter Azure auf einem virtuellen Azure Server funktioniert und Inhalte bekommt.

auf Microsoft Azure VMs?

Mit Version 2020.12.30 verwendet Das Inventar-Tool aktuelle .net Framework Runtimes, Apache, MariaDB und PHP8, die von der jeweiligen Community allesamt für die Verwendung unter Azure Windows Servern 2019 und 20H2 angepasst wurden. Die Programmierung (in PHP) wurde ebenfalls an die neuen PHP8 Funktionen angepasst.

Von mir durchgeführte Praxistests belegen, dass Open-Audit Classic auch auf Azure Servern genutzt werden kann.

Wichtige Voraussetzungen

  • Azure AD Connect bzw. das VPN zu Azure ist so eingerichtet, dass innerhalb der VPN-Tunnel keine Ports gesperrt sind
  • Sowohl die Maschinen im lokalen Netz, als auch die Server in Azure können sich "untereinander und gegenseitig anPINGen und auch die Namensauflösung (DNS) funktioniert
  • Die Leitungsbandbreite ist ausreichend (wobei für Open-Audit pro inventarisiertem Gerät im Durchschnitt nur 50 KiloByte als XMLHTTP-Posting übertragen werden - jede Webseite hat heutzutage rund 500 KB und mehr)
  • Es sind noch mindestens 2 GB oberhalb der 15% Mindestplatz auf Laufwerk C: des Azure Inventarservers frei
  • In der Praxis ist bisher (auch On-Premises) Open-Audit Classic auf dem Archiv-Server (s.dok) installiert. Diese Einordnung gilt auch für die Azure Cloud VMs

Ich möchte Open-Audit einsetzen. Was tun?

Sie können Open-Audit in der Azure-Cloud oder On-Premises (auf einem Server in Ihrem Hause) einsetzen. Nehmen Sie mit mir über das Kontaktformular (oder die gängigen Wege) Kontakt auf und wir installieren gemeinsam per Fernwartung das Werkzeug auf Ihrem Server und nehmen es in Betrieb.


Microsoft Produktnamen - Virenschutz

Bereits im Oktober 2020 hat Microsoft bei den Bezeichnungen seiner Virenschutz-Abonnement-Produkte aufgeräumt und diese so neu benannt, dass man klar die Zugehörigkeit erkennen kann. Im Schaubild sehen wir die Gegenüberstellung neu (alt).

Quelle: Microsoft Produktinformationen

Während jedes Windows 10 Betriebssystem mittlerweile den Defender Endpoint (reinen Client-Virenscanner) als Bordmittel mit ausliefert, wird dieser erst in Firmennetzwerken administrierbar, wenn man die dazu notwendigen Verwaltungs-Web-Konsolen abonniert.

Im Microsoft 365 Business Premium Plan ist beispielsweise die verwaltete Endpoint-Protection, die dann entweder im Windows Virtual Desktop in Azure oder auf dem lokalen, mit der BP Lizenz ausgestatteten Windows 10 Client genutzt werden kann, als Addon für unter 2€ monatlich pro User zubuchbar.

Für die Server braucht man natürlich auch Virenschutz, der auf der rechten Seite im Schaubild abonnierbar ist.

Tipp: Wenn Ihre Kaspersky-Lizenz in Kürze abläuft und im Zuge einer Cloud-Migration (IaaS) ohnehin der Virenschutz neu installiert werden muss, ist in vielen Fällen die Miete der verwalteten Microsoft Antivirus-Lösung wirtschaftlicher und zentral über das M365 AdminCenter zu administrieren.


Notebooks ohne LTE-Modul ab 01.07.2021 ohne Funktion

Telekom Deutschland und vodafone werden bis zum 30.06.2021 die Mobilfunk-Stationen so umrüsten, dass die 3G-Frequenzen für LTE verwendet werden. Damit die Umschaltung funktioniert, wird zum 01.07.2021 die alte UMTS (und HSxPA) Technik abgeschaltet. Lange Zeit (bis vor etwa 3 Jahren) hatten neue Notebooks noch kein LTE-, sondern ein UMTS-Funkmodul eingebaut. Der dritte große Anbieter (O2) Telefónica wird die Abschaltung am 31. Dezember 2021 durchführen.

Sagen Sie uns Ihre Meinung: LTE-Modul oder Smartphone für LTE und 5G nutzen?

Konsequenz

Haben Ihre Notebooks (gilt auch für ältere Smartphones) noch kein LTE-Modul, können Sie damit nicht mehr ins Breitband-Internet. Lediglich mit dem Smartphone telefonieren funktioniert noch, sowie Surfen via GPRS (entspricht etwa 1.000 Zeichen Sekunde. E-Mails abfragen und Internet-Verkehr werden damit unmöglich.

In vielen Fällen sind die Module entweder angelötet oder Hersteller (Fujitsu, lenovo, HP, DELL) erlauben im BIOS/UEFI nur bestimmte Module. Im Zweifelsfall lässt sich ein Gerät also gar nicht umrüsten.

Alternativen

Notebooks mit UMTS-Modulen ersetzen (aus Sicherheitsüberlegungen außerdem erforderlich, wenn noch Windows 7 betrieben wird) - oder ein modernes Smartphone besitzen, das LTE- oder 5G- Funkstandards unterstützt. Über Bluetooth bzw. das USB-Ladekabel gekoppelt, funktioniert das Smartphone dann als Internet-WLan-Router oder Modem.

Was tun?

  • Smartphones, die älter als drei Jahre sind, zügig erneuern
  • Notebooks mit UMTS-Modul ersetzen (oder neues Smartphone anbinden für mobiles Internet)

Unsere Kollegen (speziell: Patrick Jablonski) sind Ihnen gern bei der Suche nach neuen Notebooks behilflich - Wir empfehlen Ihnen Geräte der Thinkpad-Reihe von lenovo.

(Beitrag: 1474, erstellt am: 03.01.2021 19:28:04 von: Patrick Bärenfänger)