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Windows Server 2012 R2 Supportende
Nur zur Erinnerung - #endoflife. Mit dem Patchday am 10. Oktober 2023 liefert Microsoft die letzten #Sicherheitsupdates für Windows Server 2012 R2 aus, die nicht in der Azure Cloud betrieben werden (also für alle Kauf-Versionen ungeachtet, ob Sie eine Software-Assurance mitgebucht haben oder nicht.
[time_until date="10.10.2023" calendar=1]
Der Betrieb von 2012 R2 Servern ist damit ein potenziell deutlich höheres Risiko, die Gefahr einer Infektion und Ausbreitung von Schadsoftware damit gegeben. Spätestens, wenn zum Patchday November 2023 für neuere Betriebssysteme Lücken geschlossen werden.
Modernisieren Sie vorhandene Server 2012 R2 auf neuere Server-Betriebssysteme (2016, 2019 oder 2022) oder bringen die Server in die Microsoft Azure IaaS Cloud, falls Sie Software weiterbetreiben müssen, die nur auf dieser 10 Jahre alten Plattform lauffähig ist. Für die Beurteilung Ihrer Cloudfähigkeit lassen Sie bitte einen Cloud Readiness Check durchführen.
veeam – Sicherheitslücke – V12 erforderlich
Eine Datensicherungssoftware muss immer den aktuellen Stand haben, denn bei einem Befall aufgrund einer Sicherheitslücke in der Software wären im schlimmsten Fall ein Datenverlust oder Datendiebstahl verbunden.
Bei veeam hat die Sicherheitslücke, vor der die CISA derzeit warnt, ein Ranking von 7.5 von 10 auf der Schadensskala. Problem ist der Prozess Veeam.Backup.Service.exe, der auf TCP-Port 9401 reagiert. Angreifer können verschlüsselte Anmeldeinformationen herausbekommen und Zugriffe auf Backup-Infrastruktur-Hosts stattfinden, schreiben die Entwickler von veeam.
Neu dabei ist, dass man nun auch Version 11 mit aktuellem Patchlevel auf Version 12 anheben muss. Erst mit Version Build 12.0.0.1420 P20230223 oder neuer ist diese Lücke sicher geschlossen.
#Wichtig - Bitte aktualisieren Sie Ihre veeam-Installationen auf die aktuelle 12er Version oder lassen sie aktualisieren.
https://www.veeam.com/kb4424
Update 07.11.2023: veeam Software schickt aktuell auch E-Mails, die auf die Sicherheitslücke hinweisen. Bitte klicken Sie nicht auf Links in der E-Mail, sondern melden sich durch Eingabe der URL auf https://veeam.com mit Ihrem veeam-Konto an und laden den Patch. Da bei der Installation einiges beachtet werden muss, empfehlen wir, die Installation als Vorgang/Ticket bei uns in Auftrag zu geben.
veeam.com - Meldung zur Sicherheitslücke
Kerberos-Protokolländerungen ab Juli 23
Bereits im November 2022 lieferte Microsoft Mechanismen aus, die die Kerberos-Anmeldung sicherer machen können. Es geht dabei um das Anmeldeverfahren, wie sich Drittgeräte und andere Windows Server an einem AD-Domänencontroller anmelden.
Auch dieser Sicherheitspatch war zunächst nur ausgerollt worden, um Administratoren Zeit zu geben, die Sicherheit dieser Anmeldungen zu erhöhen bzw. auf Drittgeräten aktuelle Firmware/Softwareupdates zu machen.
Bereits am 13. Juni 23 mit dem Juni-Patchday hat Microsoft die Kerberos Einstellung auf "Überwachungsmodus" gesetzt. Die Verbindung ist damit weiterhin möglich, Fehler werden im Ereignisprotokoll aufgezeichnet.
Am 11. Juli 2023 setzt Microsoft die Kerberos-Einstellung mit dem monatlichen Update auf "Erzwingen". Das bedeutet, das Systeme mit unsicheren Kerberos-Schlüsseln sich nicht mehr anmelden können.
[time_until date=11.07.2023]Handlungsempfehlung
#Wichtig - Wie im Microsoft Artikel ausführlich beschrieben, betrifft das Update Windows Server 2022 Windows Server 2019, all editions Windows Server 2016, all editions.
Wenn Sie auf Ihren Domänencontrollern Fehler mit der Ereignis-ID 42 finden, oder Geräte erkennen, die keinen gemeinsamen Kerberos-Verschlüsselungstyp aufweisen, indem Sie das Ereignisprotokoll für Microsoft-Windows-Kerberos-Key-Distribution-Center Event 27 anzeigen, lesen Sie bitte: KB5021131: Verwalten der Kerberos-Protokolländerungen im Zusammenhang mit CVE-2022-37966
Nach der Installation des Juni 2023-Updates (auf allen Servern) das Ereignisprotokoll an Ihren Domänencontrollern sichten und nach Fehlern mit der Ereignis-ID 42 suchen und wie im folgenden Artikel beschreiben verfahren (An Ende des Artikels ist eine FAQ):
Microsoft Artikel mit Handlungsanweisungen
Microsoft macht alten Exchange die Tür zu
Wie aktuelle Statistiken beweisen, sind noch zigtausende alte #Exchange Server im Internet erreichbar und versenden (da solche Server meist schon – auch ohne das der Betreiber es merkt – unter der Kontrolle Krimineller sind) E-Mails und Spams.
Da nur noch Exchange Server mit Version 2016 und 2019 #Sicherheitsupdates bekommen, stellen die alten Versionen 2007, 2010 und 2013 ein hohes Risiko dar. Microsoft hat daher beschlossen, auf seinen Onlinediensten (Exchange Online/Microsoft 365) den Empfang von Mailservern der unsicheren Art zu verhindern, indem dort der absendende Server aus den E-Mail-Kopfzeilen ausgelesen wird und bei feststellen von einem Exchange 2007/10/13 die E-Mail abgewiesen (gebounct) wird.
Die Block-Regel für Exchange Server 2007 wird kurzfristig aktiviert, 2010 und 2013 sollen dann sukzessive folgen.
#Wichtig - wer noch einen Exchange Server 2007, 2010 oder 2013 betreibt, sollte umgehend handeln (Version 2019 lizensieren (Ende der Sicherheitsupdates ist bereits am 14.Okt 2025 und einen Nachfolger kann man nur noch mieten!) oder besser: auf Exchange online umstellen) oder damit rechnen, dass er viele seiner Kunden und Lieferanten (alle Empfänger, die bereits Microsoft Online-Diente nutzen) nicht mehr erreichen können wird.
Quelle: Microsoft Artikel – https://aka.ms/BlockUnsafeExchange
veeam neue kritische Sicherheitslücken
Werden diese #Sicherheitslücken (CVE-2023-27532 „hoch“) ausgenutzt, können Angreifende Kontrolle über den Backup-Server erlangen. Veeam Software hat Anfang März 2023 Sicherheitsupdates zur Verfügung gestellt, mit denen die Lücken geschlossen werden können.
#Wichtig – Wie aus dem Security-Bulletin des Herstellers hervorgeht, müssen alle veeam-Versionen (9,10 und auch Version 11) auf Version 12.0 aktualisieren.
Hierzu ist ein aktiver Wartungsvertrag erforderlich (Anmerkung: Eine Backup-Software ohne Wartung bzw. mit Sicherheitslücken zu betreiben, führt bei vielen Versicherungen zur Kürzung von Leistungen im Schadenfall. Vielfach ist die Datensicherung auch der einzige Rettungsanker, wenn ein Verschlüsselungstrojaner gewütet hat). Die Vertrags-Rest-Laufzeit wird im Startbild von veeam oder im „Info über“ Dialog unter "Support expiration date" im Hamburger-Menü angezeigt. Ist der Support nicht "expired", dürfen Sie upgraden. Zum Herunterladen der aktuellen Patches melden Sie sich mit Ihrem veeam Konto auf veeam.com an, laden das Update herunter und installieren es. Dabei müssen auch die Agents auf den physikalischen Maschinen aktualisiert werden. Nach einem Neustart des Backup-Servers ist die Sicherheitslücke geschlossen und Sie haben die aktuelle 12er Version von veeam im Einsatz.
auch veeam Version 11.01 Versionen müssen aktualisiert werden
Sie wissen nicht, wie Sie das Update ausführen? Erstellen Sie bitte einen technischen Support-Vorgang im Extranet der GWS.
veeam Knowledgebase
vmware aktuell halten
Angesichts der aktuellen Angriffs-Serie fokussieren sich Cyberkriminelle auf ungepatchte Browseroberflächen in der VCenter Oberfläche von vmware-Versionen, die Weboberfläche von ESX(i)-Server und auch den vmware Workstation Hypervisor.
Dabei reicht es aus, dass das Unheil stiftende Programm im Netzwerksegment ausgeführt wird, wo die Server stehen. Schadprogramme laufen im Benutzerkontext und werden vorzugsweise durch Klicks von Benutzern gestartet.
Das besondere daran ist, dass die Sicherheitslücken bereits 2021 geschlossen wurden. Offensichtlich gibt es viele Kunden, die entweder keinen Wartungsvertrag mehr mit vmware haben (damit keinen Zugriff auf die Patches) oder/und ihre Systeme nicht aktuell sind.
#Wichtig - Wir raten allen Systemkoordinierenden, ihre VMware Installationen auf aktuellem Stand zu halten.
Bezogenes CVE Security Bulletin: CVE-2021-21974
Exchange Server weiterhin großes Risiko
Obwohl seit #Hafnium bekannt ist, dass der Betrieb von #Exchange 2019, 2016 und 2013 oder älteren Servern mit der höchsten Risiko-Klasse verbunden ist, hat eine Studie von Januar 2023 herausgefunden, dass über 60.000 Server weltweit entweder ungepatcht oder eine alte Version wie 2013 oder älter haben. #Wichtig - Große Teile dürften damit bereits unter Kontrolle von Kriminellen sein und zum Identitätsdiebstahl genutzt werden.
Das Schlimme - im Strafrechtlichen Bereich sind Sie als Betreiber oder Lizenznehmer betroffen und müssen im Schlimmsten Fall hohe Bußgelder zahlen oder mit empfindlichen Strafen rechnen. Zudem reduzieren oder verweigern Cyber-Versicherungen die Zahlung mit Berufung auf Vorsätzlichkeit.
https://techcommunity.microsoft.com/t5/exchange-team-blog/protect-your-exchange-servers/ba-p/3726001
Artikel im Techblog von Microsoft, wo nochmal eindringlich auf den aktuellen Patchstand hingewiesen wird.
Sicher ist nur, wer Exchange online gemietet hat, denn für diesen Online-Dienst trägt Microsoft die Verantwortung für die Aktualisierung und das schnelle Schließen von Sicherheitslücken. Das Ganze in Verbindung mit dem Microsoft 365 Business Premium Plan, der gesetzlich vorgeschriebene Dinge wie ein Mailarchiv, den Business Virenschutz und in Verbindung mit dem Exchange Security Paket auch Mail und Spamschutz enthält.
