Viele Microsoft-365-Nutzer kennen das Problem: Beim Öffnen und Auto-Speichern einer Word-Datei aus SharePoint oder OneDrive for Business erschien plötzlich ein störendes Popup – insbesondere dann, wenn die Standortdienste im Betriebssystem deaktiviert waren.
Die gute Nachricht: Microsoft hat das Problem nun auch im Monthly Enterprise Channel und im aktuellen Kanal behoben.
Das Problem
Beim Öffnen von Dokumenten aus der Cloud (SharePoint / OneDrive for Business) zeigte Word ein wiederkehrendes Hinweis- oder Fehlermeldungsfenster an, sofern die Windows-Standortdienste deaktiviert waren.
Das Verhalten war dabei besonders irritierend, weil kein offensichtlicher funktionaler Zusammenhang zwischen Dokumentenöffnung und Standortdaten bestand, das Popup den Arbeitsfluss unterbrach und die Meldung auch in sicherheitsbewussten Umgebungen auftrat, in denen Standortdienste bewusst deaktiviert sind.
Gerade in Unternehmensumgebungen mit restriktiven Datenschutz- oder Hardening-Vorgaben sorgte das regelmäßig für Support-Tickets.
Die Lösung
Mit folgender Version ist das Problem behoben:
Microsoft® Outlook® für Microsoft 365 MSO (Version 2512 Build 16.0.19530.20226) 64 Bit
Ab dieser Build-Version tritt das Popup nach aktuellem Stand nicht mehr auf – auch dann nicht, wenn die Standortdienste weiterhin deaktiviert sind.
Die Korrektur ist inzwischen im Monthly Enterprise Channel ausgerollt.
Technischer Hintergrund (Einordnung)
Microsoft 365 Apps greifen bei Cloud-Dokumenten auf verschiedene Kontextinformationen zu. Offenbar führte eine interne Abfrage im Zusammenhang mit Cloud- oder Compliance-Funktionen dazu, dass bei deaktivierten Standortdiensten eine Meldung ausgelöst wurde – obwohl für das eigentliche Öffnen der Datei keine Standortinformationen erforderlich waren.
Mit dem aktuellen Build wurde dieses Verhalten korrigiert.
Was Administratoren jetzt tun sollten
Administratoren sollten prüfen, ob betroffene Clients mindestens auf Version 2512 (Build 16.0.19530.20226) aktualisiert wurden. Falls das Problem weiterhin auftritt, empfiehlt es sich, den Updatekanal zu kontrollieren (Monthly Enterprise Channel), Office-Updates manuell anzustoßen und den Versionsstand unter „Datei → Konto → Info zu Word“ zu überprüfen.
In gehärteten Umgebungen müssen Standortdienste somit nicht wieder aktiviert werden, um das Popup zu vermeiden.
Fazit
Ein kleines, aber nerviges Problem ist endlich behoben. Besonders für Unternehmen mit restriktiven Datenschutz- oder Security-Vorgaben ist das eine willkommene Verbesserung. Wer von der Meldung betroffen war, sollte jetzt den Versionsstand prüfen – und kann sich voraussichtlich vom Popup verabschieden.

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