Inhaltsverzeichnis
  1. Cybersicherheit – Authentifizierungs Tipps 2 - 3
  2. Kaspersky Antivirus in den USA verboten 4

Cybersicherheit – Authentifizierungs Tipps

Nicht alle Verfahren lassen die Absicherung mit einem zweiten Faktor #MFA zu. Umso wichtiger ist es, für alle Anmeldungen (egal ob am Netzwerk, in der Domäne oder bei Online-Diensten) sichere Kennwörter zu verwenden.

Nach einer aktuelle Studie von März 2024 sind zwar viele dem Aufruf gefolgt (bzw. wurden vom den Anbietern dazu gezwungen) #Kennwörter auf mindestens 8 Zeichen zu verlängern, es gibt aber noch zu viele Sites, die nicht gleichzeitig Komplexität einfordern.

Das Resultat: Nach „123456“ ist nun „12345678“ das meistverwendete Kennwort. Da wo Komplexregeln gelten, ist nun Passwort1$ das meistgefundene Kennwort. Man kann sicher davon ausgehen, dass solche Konten bereits gehackt wurden – ansonsten ist der Identitätsdiebstahl nur eine Frage der Zeit.

Vorschläge

#Wichtig - das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt zwar weiterhin (auch für Standard-User) 8-stellige Kennwörter, bei denen 3 von 4 Komplexitäts-Regeln erfüllt sein müssen, die allgemeine Praxis setzt aber auf 10 Stellen (sofern kein zweiter Faktor möglich ist, wie beim Active Directory zur Anmeldung im Firmennetzwerk bzw. an der Windows Domäne und einigen Websites). Für administrative Kennwörter sind mindestens 12 Stellen empfehlenswert:

  • Großbuchstaben
  • Kleinbuchstaben
  • Zahl
  • Sonderzeichen wie §$%&/.- und Leerzeichen

Die gebildeten Kennwörter dürfen in keinem Wörterbuch auftauchen (also keine ganzen Wörter enthalten, es sei denn, sie sind mit Rechtschreibfehlern gespickt).

Immer wenn Zwei-Faktor möglich ist, sollte es verwendet werden. Bei Microsoft365 (Entra-ID, ehemals Azure Active Directory: Office, Teams, Sharepoint, Exchange online) lässt sich die Anmeldung entweder kostenlos mit der Authenticator App oder im Rahmen eines Microsoft 365 Business Premium Plans auch mit „conditional access“ absichern. Hierbei wird entweder die Hardware-ID des Endgerätes als zweiter Faktor verwendet oder/und es lassen sich geografische Zugänge eingrenzen (z. B. keine Anmeldung aus dem Ausland).

Notebooks verschlüsseln

Werden Notebooks/Windows tablets verwendet, müssen diese zusätzlich (das funktioniert mit Bordmitteln) durch den Bitlocker und einer 4-6 stelligen PIN geschützt sein. Beim Einschalten des Geräts, noch bevor das Betriebssystem startet, wird dann diese PIN angefordert.

Handlungsbedarf?

Prüfen Sie Ihre verwendeten Kennwörter und ob Sie bereits MFA bei Microsoft 365 für Alle einsetzen (bzw. Conditional Access im Rahmen von Business premium Plänen).

Wenn nicht - bitte zeitnah die Sicherheit auf die aktuellen Mindest-Anforderungen bzw. best Practice bringen.

Richten Sie sich am Besten nach folgenden Regeln:

  • Wenn möglich, 2-Faktor-Authentifizierung verwenden (MFA) - für Microsoft 365 ist MFA für alle Konten ab Juli 2024 Pflicht.
  • Passwörter sollten grundsätzlich 10 Zeichen haben und komplex sein. Das gilt sowohl für Domänen-Anmeldungen, als auch für Internet-Seiten und App-Logins.
  • Admin/Domain-Admin Passwörter sind mit mindestens 12 Zeichen und Komplexität empfohlen

Empfehlungen der Redaktion

Lesen Sie bitte auch unseren Detail-Artikel zur Kennwortsicherheit.


Kaspersky Antivirus in den USA verboten

In den Vereinigten Staaten wurde nun ein Vertriebsverbot für #Kaspersky Security-Produkte und die damit verbundenen Updates/Subscriptions verabschiedet. Es wird noch im Juli 2024 für den Abschluss von neuen Abonnements wirksam. Bisher war nur amerikanischen Behörden untersagt, Produkte dieses Herstellers zu verwenden. Das "Kauf- und Updateverbot" wurde nun auch auf andere Unternehmen und Endverbraucher ausgeweitet.

Obwohl die Kaspersky Holding LLC ihren Sitz in London hat und die Freigabe von EMEA-Signaturen in der Schweiz erfolgt, möchten wir betonen, dass es technisch ausgereifte Alternativen gibt, die ein vergleichbares Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Wir sind uns bewusst, dass letztendlich Gelder nach Russland fließen könnten, möchten jedoch keine politischen Argumente anführen.

Wie bereits in einem früheren Artikel erwähnt, ist (Stand 27.06.2024) der Vertrieb von Kaspersky-Software oder Updates in Deutschland und der EU derzeit nicht verboten. Das Bundesamt hat hierzu eine offizielle Stellungnahme abgegeben. Hierzu das Statement vom Bundesamt.

Für Unternehmen mit bis zu 300 Mitarbeitern ist der Defender für Business im Microsoft 365 Business Premium Plan enthalten, der auch KI-gestützten erweiterten Schutz für Endgeräte bietet. Für Server gibt es ebenfalls entsprechende Sicherheitspläne. Für größere Unternehmen stehen die Enterprise- oder M-Pläne zur Verfügung.

Unser Cloud-Vertriebsteam steht Ihnen gerne zur Verfügung, um Sie bei der Umstellung auf das Defender-Produkt auch für On-Premises-Lösungen zu beraten.