Windows Eleven oder Vista 2.0?

Mein Kommentar: Microsoft hatte im Juni 2021 beschlossen, die Aussage (Windows 10 ist die letzte Windows Version – wir machen kontinuierliche Updates) zu revidieren. Nunmehr sind das Supportende (und damit die Sicherheits-Updates) im Oktober 2025 und es gibt einen Nachfolger: 11 (altdeutsch für die Weihnachtsmann-Gehilfen).

Das entspricht exakt der lange üblichen LTSC (Long Term Service Channel) Dauer, die Microsoft für alle Produkte vorsah. 10 Jahre Sicherheitsupdates gibt es aktuell nur noch für den gerade erschienenen Server 2022 LTSC. Alle anderen Produkte haben nach 5 Jahren Supportende und nach spätestens 7 Jahren (manchmal auch 5) das Ende der Sicherheits-Updates.

Windows 11 Enterprise LTSC wird einen „lifecycle“ von nur noch 5 Jahren haben, also bis Oktober 2026.

Windows 10 Client LTSC will change to a 5-year lifecycle, aligning with the changes to the next perpetual version of Office. This change addresses the needs of the same regulated and restricted scenarios and devices.

Microsoft

Ebenso konsequent ist die Strategie von Microsoft, das jede zweite Produktversion bei Windows gelinde gesagt „für die “ ist. Das bestätigen die Verkaufszahlen und das Feedback der Benutzer.

Genau wie nur die ungeraden Service-Packs (als es die noch gab) gut waren, ergibt sich folgende Linie bei Windows:

Windows xp – Windows Vista – Windows 7 – Windows 8 und 8.1 – Windows 10 – Windows 11

Die rot markierten Versionen sind die, die bisher nicht funktioniert haben (also unbeliebt wegen fehlendem Bedienkomfort und schlechter Usability waren).

Etwa einen Monat vor Release von Windows 11 (ab Oktober werden neue PCs mit diesem Betriebssystem verkauft) zeichnet sich – wenn man den Stimmen der Windows User-Gemeinde und deren heftigen Kommentaren im Feedback Hub und der User Voice glaubt – ein ähnliches Debakel ab. So bleibt zu hoffen, dass die OEM-Hersteller wie Lenovo (mit Tochter Fujitsu) und HP weiterhin das Downgraderecht auf Windows 10 ausgehandelt haben. Damit lassen sich neue PCs zumindest mit einem beliebten OS namens Windows 10 Pro betreiben.

Neben der eingeschränkten „unterstützten“ Hardware (bei allen anderen Geräten sind Updates (auch Sicherheitsupdates) nur manuell möglich gibt es Verschlechterungen bei der Bedienung der Oberfläche:

  • Warum nicht wie beim Microsoft Launcher, wo man Widgets und App-Shortcuts frei platzieren und kombinieren kann.
  • – Windows 11 macht beim Startmenü nur die Appverknüpfungen auf, für die Widgets gibt es nur eine Tastenkombo – das sind schon 2 Taten, die man auch noch kennen muss (Windows und W?)
  • Dass in der Taskleiste nur noch Icons zu sehen sind und nicht die Beschreibung einblendbar ist, wenn noch Platz ist, ist auch ein Rückschritt.
  • – habe noch keinen Reg-key gefunden, wo man das wieder einschalten kann
  • Task Notfication Area Icons: Man muss nun einzeln aktivieren, welche Icons man sehen will, ansonsten gibt’s das Dreieck mit Flyout Menü
  • – besser war: Alle Systemsymbole anzeigen

Bei den Enterprise Lizenzen aus dem Volumenlizenzvertrag e-Open und Select bestand auch immer ein Downgraderecht, bei Windows 365 kann man (im Moment noch) wählen, ob man en Cloud-PC mit 10 oder 11 hat.

Ich hoffe die Verkaufszahlen und die geringen Zahlen der Geschäfts (und am Besten auch Privatkunden), die auf Windows 11 (Pro, Enterprise) umsteigen, wird Microsoft bewegen, bei Windows 12, das vermutlich im Herbst 2024 erscheinen wird, wieder eine „gute“ Version rauszubringen. Wie es im Moment aussieht, schreibe ich Windows 11 erstmal ab und bleibe bei Windows 10.

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Über den Autor:

Patrick Bärenfänger ist TÜV-zertifizierter IT-Security Manager und -Auditor und seit über 30 Jahren in der IT-Branche. Seine Schwerpunkte sind die Ausbildung/Zertifizierung von Systemkoordinatoren, Lizenz-Audits und IT-Systemprüfungen nach BSI-Grundschutz-Katalogen und IDW PS 330 und die Intrastruktur-Analyse und -Optimierung.

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