Inhaltsverzeichnis
  1. Commodore C64 – vor 40 Jahren 2 - 3
  2. Temperatur in Server- und Technikräumen 4 - 5
  3. E-Rechnungspflicht – ZUGFeRD und XRECHNUNG 6 - 8
  4. XRECHNUNG Generator 9
  5. Phishing, Quishing, Smishing oder Vishing 10
  6. Crowdstrike vs. CounterStrike 11 - 12
  7. Cybersicherheit – Authentifizierungs Tipps 13 - 14
  8. WSUS Einstellung am 18.04.2025 15 - 16
  9. Kaspersky Antivirus in den USA verboten 17
  10. vmware vcenter Server Sicherheitslücken 18

Commodore C64 – vor 40 Jahren

C64 – mein persönliches Jubiläum: im Jahre 1984 bekam ich meinen ersten Computer geschenkt – einen C64. Damals in der Hi-Tech-Ausstattung mit einem 1541 5,25″ Disketten-Laufwerk (mit 180 KB fassenden Floppy-Disks). Dazu ein FBAS/RGB Monitor von Commodore, der über einen speziellen 7-poligen DIN-Stecker am Heck des C64-Brotkastens eingestöpselt wurde und an der Vorderseite einen FBAS (Video und Audio Chinch) Eingang hatte, über den man das Signal vom VHS-Videorecorder/TV-Tuner einspielen konnte.

Als Drucker gab es einen sagenhaften 7-Nadeldrucker Commodore MPS-801 mit Mini-Farbbändern, die so schnell leer und teuer waren, dass man sie mit Pelikan Stempelfarbe schwarzblau nachgefärbt hat. Ich hatte damals eine Quelle Privileg Typenrad-Schreibmaschine (Privileg electronic 1200, ein Modell von robotron / Erika Erfurt in der DDR hier im Westen von Karstadt vertrieben) mit Carbonbändern und exzellentem Schriftbild und mehreren Typenrädern für Schriftarten. Hierzu gab es damals für 150 Mark eine Umrüstplatine, die ein Interface für den C64 hatte. Aus der Schreibmaschine schaute dann wieder so ein C64-DIN-Stecker, den man in die 2. Buchse vom Floppy oder vom MPS-Drucker stecken konnte und somit war der C64 meine erste Textverarbeitung mit dem Schriftbild einer professionellen Schreibmaschine.

Dieser C64 6-PIN-DIN-Stecker war also schon sehr fortschrittlich und alle Peripheriegeräte (außer Joysticks, die hatten ja 2 Anschlüsse für sich allein) wurden als Daisy-Chain daran angeschlossen: Rechner -> Floppy -> Drucker-MPS -> Drucker Typenrad. Später kam dann eine Tochterplatine auf die Grundplatine mit einem Turboschalter an der Seite, die die Rechenleistung des C64 verbesserte. Als Drucker folgte ein Seikosha 9-Nadel-Drucker mit zusätzlichem Seriellen Interface, der dann zu meinem ersten PC (Commodore PC30-III) übernommen wurde.

Der Expansion Port bekam (eine Gastfamilie in den USA schenkte mir das Bauteil, weil ihnen eine Elektronikkette gehörte) ein 300 baud Modem. Der User-Port war schon von Anfang an Anlass für Basteleien. Aus einem Alten Telefonzentrale-Hörergruppenbauteil und etwas Elektronik baute ich mir mein erstes CTI-Gerät. Damit konnte man auf der C64-Tastatur die Nummer auswählen, einen Knopf drücken und der User Port ließ ein Relais per Impulswahl die Nummer wählen, bzw. den Gabelschalter zum Auflegen und Abheben steuern.

Die Joystick-Ports waren auch hervorragende Analog-Mess-Ports mit 256 Abstufungen. So konnte man mit einem NTC oder PTC Baustein die Temperatur, mit einer Fotozelle die Helligkeit in Lux ermitteln für optimales Fotolicht.


Temperatur in Server- und Technikräumen

Die #Temperatur im Serverschrank nicht außerhalb des Temperaturbereichs von 18°C bis 24°C liegen.
Auch wenn moderne Server ein verbessertes Abwärmekonzept (wie FUJITSU Cool-Safe) haben, sind nicht alle anderen technischen Geräte immer auf dem neusten Stand, sondern bis zu 6 Jahre alt (oder sogar älter).

Daher sind Server-Hersteller-Empfehlungen, die Server bei 25-27 °C zu betreiben, mit Vorsicht zu betrachten.

Das #BSI empfiehlt keine konkreten Werte, schreibt aber, dass ausreichend Kühlleistung gemessen an der Wärmeleistung der Server vorhanden sein muss, um sicheren Dauerbetrieb der Geräte zu erreichen.
Die Luftfeuchtigkeit sollte bei etwa 45-55% liegen.

Aus Energie-Effizienz-Gründen haben sich de Werte 22°C bei 50% relativer Luftfeuchte etabliert.

Bei dieser Temperatur (messbar und dokumentiert als „Ambient“ im FUJIUSU IRMC oder HP ILO) arbeiten Netzwerkgeräte optimal und haben eine lange Lebensdauer.
(Hintergrund: Muss mehr warme Abluft von den elektronischen Komponenten abgeführt werden, drehen die Lüfter mit bis zu Maximaldrehzahl. Vergleichbar mit einem Turbolader im Auto, der ständig unter Vollast läuft und daher schneller defekt ist.

Elektronische Geräte erzeugen Wärme. Sofern die Wärmeableitung nicht ausreicht und die Luft nicht entweichen kann, sondern sich im Schrank staut, kann es zur Überhitzung kommen. Die Temperatur hat einen direkten Einfluss auf die Leistung und Zuverlässigkeit Ihres Servers und anderer Netzwerkgeräte wie Telefonanlagen, Switches, Router, USV).

Zu hohe Temperaturen können zu Störungen und Ausfällen führen. Eine Temperatur ab 30°C verdoppelt die Ausfallrate. Und ab 40°C ist die Gefahr 4-mal so groß. Zudem können hohe Temperaturen dauerhafte Schäden an den Geräten verursachen.


E-Rechnungspflicht – ZUGFeRD und XRECHNUNG

E-Rechnungen werden Pflicht im B2B-Geschäftsverkehr. Das bedeutet: „Empfang und Verarbeitung von E-Rechnungen im B2B-Geschäftsverkehr sind ohne vorherige Zustimmung ab 1. Januar 2025 in Unternehmen zu ermöglichen. Die grundsätzliche Verpflichtung zur Ausstellung von elektronischen Rechnungen gilt ebenfalls ab 1. Januar 2025. Es gibt aber Übergangsfristen. Spätestens ab 2028 sind nur noch E-Rechnungen erlaubt, die EN 16931 entsprechen. Auch bisher (seit 2017) mussten Rechnungen, die an Behörden übermittelt wurden, dem sog. #XRECHNUNG Format entsprechen.

Seit 1. Januar 2025 sind dazu alle Rechnungsformate, die der EN-Norm entsprechen, zulässig:

  • XRECHNUNG – das ist eine XML-Datei, die alle rechnungsrelevanten Daten in genormtem Format und Zeichensatz enthält (es gibt in der Regel keine Visualisierung, es sei denn, der Empfänger erstellt sie sich zum Archivieren)
  • ZUGFeRD – eine PDF-Datei, die die Rechnung visuell enthält (also wie wir bisher eine PDF-Rechnung kennen). Zusätzlich sind in der PDF-Datei die XML-Daten eingebettet. Diese lassen sich maschinell extrahieren und elektronisch weiterverarbeiten
  • Das FAKTUR-X Format gehört auch dazu. Hierbei handelt es sich um in ein PDF/A eingebettete XML-Daten - ähnlich wie beim ZUGFeRD

Eine Rechnung muss also auf jeden Fall den (genormten) XML-Datensatz enthalten oder daraus bestehen.

Bisher werden zumindest für Deutschland keine Anforderungen an den Versand der Datei gestellt. D. h. die Zustellung per E-Mail wird vermutlich weiterhin der Standard sein. Nach EU-Richtlinie reicht aber der STARTTLS Versand nicht aus und Rechnungen sollten verschlüsselt werden. Wenn Sie über ein Kunden-Extranet verfügen, können Sie auch die Rechnungen in diesem Bereich Ihren Kunden zum Abruf bereitstellen. In dem Fall erfolgt der Zugriff SSL-verschlüsselt und Manipulationen auf dem Transportweg werden verhindert.

Das bedeutet, dass Sie Eingangsrechnungen aus Ihrem Eingangspostfach extrahieren müssen und bei #ZUGFeRD aus dem PDF-Anhang die XML-Daten extrahieren – bzw. bei XRECHNUNG den XML-Anhang bestenfalls mit einer Visualisierung ausstatten (PDF erstellen aus den XML-Daten) und beide Anhänge dann in Ihr DMS-System überführen und verschlagworten lassen.

Vom Land Baden-Württemberg gibt es einen kostenlosen Online-Dienst, mit dem man zu versendende oder Eingangsrechnungen prüfen kann: https://erechnungsvalidator.service-bw.de

Möchte man eine Eingangsrechnung visualisieren, kann man dazu die Online-Webseite eines deutschen Verlages (derzeit noch kostenlos) benutzen. Es wird eine PDF erstellt, die die XML-Datei in eine PDF umwandelt, die aussieht wie eine klassische Rechnung: https://dtvp.de/xrechnung/

PHP Vorlage für WordPress

Für Programmierer – mit einer kostenlosen PHP Bibliothek kann man XRECHNUNG bzw. den XML-Content nach Faktur-X Standard erstellen. Als Input dienen 2 JSON Dateien – eine für die Kopfdaten der Rechnung und eine für die Artikelposten, die in ein Formular kopiert werden können. Ein Formatmuster ist jeweils im Form bei Aufruf der Seite.

Mit einem zweiten Template können Rechnungen in den Ordner wp-uploads/rechnungen/ hochgeladen werden (PDF und XML). Das Werkzeug extrahiert Rechungskopfdaten und Posten jeder Rechnung und stellt sie auf der Seite dar. Hierzu muss der Administrator angemeldet sein. Achtung! Die Nutzung dieses Templates wird nur im Intranet empfohlen, da bei Nutzung im Internet die Rechnungen öffentlich wären.

In meinem WordPress-Theme „Penguin-Mod“ erstellen Sie eine neue Seite oder einen Beitrag und wählen als Template „XRECHNUNG make“ oder XRECHNUNG visualize aus. Das Theme ist im OpenAudit Classic Download enthalten, wenn man die WordPress Instanz mit installiert.

Soweit in diesem Blog-Artikel auf rechtliche Erfordernisse hingewiesen oder eine rechtliche Einschätzung vorgenommen wird, kann dies eine ggf. notwendige rechtsanwaltliche Prüfung nicht ersetzen. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Rechtsberatung dar und sollen keine rechtlichen Fragen oder Probleme behandeln, die im individuellen Fall auftreten können. Es kann insofern keine Gewähr für die Rechtskonformität dieser Informationen geboten werden.


XRECHNUNG Generator

XRECHNUNG 3.0 oder ZUGFeRD XML Datensatz erzeugen


Phishing, Quishing, Smishing oder Vishing

Kurz notiert: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat einen gut strukturierten Leitartikel verfasst, der die oben genannten Betrugstechniken erklärt und Tipps und Hinweise gibt, wie man diese Art von Angriffen effektiv verhindern kann. Zusätzlich werden die wichtigsten Kontaktadressen genannt für den Fall, das doch etwas passiert.

Wir haben für alle Interessierten zusätzlich einen kleinen User #Awareness Test als Multiple Choice Prüfung für Sie entworfen. Testen Sie Ihr Wissen kostenlos und unverbindlich.

[linkbutton link="https://www.bsi.bund.de/dok/passwortdiebstahl-durch-phishing" label="BSI-Kompendium Phishing"]

[linkbutton link="https://tech-nachrichten.de/user-awareness/" label="User Awareness-Prüfung"]


Crowdstrike vs. CounterStrike

Crowdstrike Falcon gehört zwar nicht zu den von uns eingesetzten Produkten, uns ist es im Kundenkreis auch noch nicht begegnet. Dennoch lässt das pure Ausmaß aufhorchen.

Am 19. Juli 2024 sorgte eine flächendeckendes, fehlerhaftes Update für das Security Product „Falcon“ der texanischen Firma Crowdstrike für Totalausfälle bei vielen Unternehmen der KRITIS Infrastruktur. Betroffen waren viele Fluggesellschaften, Behörden und kommunale Einrichtungen. Die Nachwirkungen dauern an. Der kritische Effekt dabei: Nach dem Update/Neustart von Windows Rechnern und Servern fuhren die Systeme in einen Blue Screen.

Um das Update wieder loszuwerden, waren/sind vielfach manuelle Eingriffe notwendig, da es nicht über das Windows Update-System von Microsoft verteilt wurden (das ermöglicht einen „Rollback“), sondern über einen eigenen Updater von Crowdstrike installiert wurden.

Fakt: Jeder betroffene PC und Server musste/muss von Hand angefasst, die schadhafte Datei ersetzt und neu gestartet werden.

Warum vs. CounterStrike? Hört sich fast genauso an. Auch ich nahm im ersten Augenblick an, dass es sich um das Spiel dreht. CS ist ein „Ego-Shooter“-Computerspiel, in dem es darum geht, im Team Terroristen zu vernichten. Crowdstrike hat es geschafft, IT-Systeme von über 20.000 Kunden weltweit lahmzulegen – nur das hier unschuldige Unternehmen und keine Terroristen das Ziel waren.

Kommentar der Redaktion:
Ernsthaft – Microsoft passiert es auch mal, das man einen Patch an die Tester im Insider-Programm ausliefert, die 2 Wochen nichts merken und es am Patchday knallt. Allerdings war beim Print Nightmare (dem letzten großen Fail in der Größenordnung) nicht auf allen Geräten ein Bluescreen und Admins konnten den Patch zurückrollen.

Hier haut man einen Patch raus, der flächendeckend einen Bluescreen erzeugt – nicht nur auf spezifischer Hardware. Die Aktionäre haben die texanische Firma schon bestraft, aber für sowas muss doch Schadenersatz gezahlt werden – und (nur) wenn einer der Schergen dahintersteckt auch hohe Bußgelder verhängt werden.

Ohne auf Verschwörungstheorien zu setzen – Kaspersky wird in den USA verboten, weil der CEO auf der russischen Geheimdienstschule war. Der 2. CEO von Crowdstrike kommt vom FBI, der erste CEO und Gründer war früher bei McAfee. Beides auch keine Vertrauens-Garanten, wenn man die Geschichte von John McAfee aus Belize kennt. Ein Verbot ist hier aber unwahrscheinlich. Da die Ursache für den Massen-Rollout des Crowdstrike Patches noch untersucht wird, ist es durchaus denkbar, dass Schurkenstaaten und deren Cyberkriminelle dahinter stecken.

Die Darstellung im Kasten stellt eine Einschätzung und die Meinung der Redaktion dar.

Wir verfolgen die Untersuchungen und sind gespannt auf die Ursache und welche Maßnahmen ergriffen werden, um so etwas zukünftig zu vermeiden


Cybersicherheit – Authentifizierungs Tipps

Nicht alle Verfahren lassen die Absicherung mit einem zweiten Faktor #MFA zu. Umso wichtiger ist es, für alle Anmeldungen (egal ob am Netzwerk, in der Domäne oder bei Online-Diensten) sichere Kennwörter zu verwenden.

Nach einer aktuelle Studie von März 2024 sind zwar viele dem Aufruf gefolgt (bzw. wurden vom den Anbietern dazu gezwungen) #Kennwörter auf mindestens 8 Zeichen zu verlängern, es gibt aber noch zu viele Sites, die nicht gleichzeitig Komplexität einfordern.

Das Resultat: Nach „123456“ ist nun „12345678“ das meistverwendete Kennwort. Da wo Komplexregeln gelten, ist nun Passwort1$ das meistgefundene Kennwort. Man kann sicher davon ausgehen, dass solche Konten bereits gehackt wurden – ansonsten ist der Identitätsdiebstahl nur eine Frage der Zeit.

Vorschläge

#Wichtig - das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt zwar weiterhin (auch für Standard-User) 8-stellige Kennwörter, bei denen 3 von 4 Komplexitäts-Regeln erfüllt sein müssen, die allgemeine Praxis setzt aber auf 10 Stellen (sofern kein zweiter Faktor möglich ist, wie beim Active Directory zur Anmeldung im Firmennetzwerk bzw. an der Windows Domäne und einigen Websites). Für administrative Kennwörter sind mindestens 12 Stellen empfehlenswert:

  • Großbuchstaben
  • Kleinbuchstaben
  • Zahl
  • Sonderzeichen wie §$%&/.- und Leerzeichen

Die gebildeten Kennwörter dürfen in keinem Wörterbuch auftauchen (also keine ganzen Wörter enthalten, es sei denn, sie sind mit Rechtschreibfehlern gespickt).

Immer wenn Zwei-Faktor möglich ist, sollte es verwendet werden. Bei Microsoft365 (Entra-ID, ehemals Azure Active Directory: Office, Teams, Sharepoint, Exchange online) lässt sich die Anmeldung entweder kostenlos mit der Authenticator App oder im Rahmen eines Microsoft 365 Business Premium Plans auch mit „conditional access“ absichern. Hierbei wird entweder die Hardware-ID des Endgerätes als zweiter Faktor verwendet oder/und es lassen sich geografische Zugänge eingrenzen (z. B. keine Anmeldung aus dem Ausland).

Notebooks verschlüsseln

Werden Notebooks/Windows tablets verwendet, müssen diese zusätzlich (das funktioniert mit Bordmitteln) durch den Bitlocker und einer 4-6 stelligen PIN geschützt sein. Beim Einschalten des Geräts, noch bevor das Betriebssystem startet, wird dann diese PIN angefordert.

Handlungsbedarf?

Prüfen Sie Ihre verwendeten Kennwörter und ob Sie bereits MFA bei Microsoft 365 für Alle einsetzen (bzw. Conditional Access im Rahmen von Business premium Plänen).

Wenn nicht - bitte zeitnah die Sicherheit auf die aktuellen Mindest-Anforderungen bzw. best Practice bringen.

Richten Sie sich am Besten nach folgenden Regeln:

  • Wenn möglich, 2-Faktor-Authentifizierung verwenden (MFA) - für Microsoft 365 ist MFA für alle Konten ab Juli 2024 Pflicht.
  • Passwörter sollten grundsätzlich 10 Zeichen haben und komplex sein. Das gilt sowohl für Domänen-Anmeldungen, als auch für Internet-Seiten und App-Logins.
  • Admin/Domain-Admin Passwörter sind mit mindestens 12 Zeichen und Komplexität empfohlen

Empfehlungen der Redaktion

Lesen Sie bitte auch unseren Detail-Artikel zur Kennwortsicherheit.


WSUS Einstellung am 18.04.2025

[time_until date="18.04.2025"]

Am 18. April 2025 wurde von Microsoft im Kontext von WSUS (Windows Server Update Services) keine komplette Einstellung des Dienstes vorgenommen, sondern es gab wichtige Änderungen im Support und in der Weiterentwicklung.

Hier ist eine differenzierte Übersicht über das, was zum Stichtag eingestellt wurde, und was weiterhin funktioniert:

❌ Eingestellt / betroffen ab 18. April 2025

Einstellung der Weiterentwicklung

  • Microsoft hat offiziell angekündigt, dass WSUS nicht mehr aktiv weiterentwickelt wird.
  • Das bedeutet:
    • Keine neuen Features.
    • Keine Verbesserungen in der Verwaltung oder Funktionalität.
    • Keine Unterstützung für neue Windows-Versionen nach Windows 11 24H2 oder Server 2025, sofern keine Kompatibilitäts-Updates mehr folgen.

Verwaltung neuer Update-Kanäle

  • WSUS unterstützt nicht mehr alle neuen Update-Typen und Pakete, z. B.:
    • Neue Feature-Updates im „Unified Update Platform (UUP)“-Format werden nicht mehr automatisch unterstützt.
    • Updates für bestimmte Azure- oder Intune-gebundene Geräte können nicht mehr sauber synchronisiert werden.

✅ Was funktioniert weiterhin (Stand Juli 2025)

Bereitstellung klassischer Windows-Updates

  • WSUS kann weiterhin verwendet werden, um klassische Sicherheits- und Qualitätsupdates für unterstützte Systeme bereitzustellen:
    • Windows 10 (bis inkl. 22H2)
    • Windows Server 2016, 2019, 2022 (solange sie Support erhalten)
    • Windows 11 23H2 und teilweise 24H2 (sofern Unterstützung nicht aufgehoben wurde)

Bestehende WSUS-Installationen

  • Vorhandene WSUS-Instanzen funktionieren unverändert:
    • Updates werden weiterhin synchronisiert (sofern nicht vom Microsoft Update-Katalog entfernt).
    • Clients können sich weiter mit WSUS verbinden und Updates beziehen.
    • GPO-basierte Steuerung (z. B. Update-Zeitpläne, Genehmigungen) funktioniert weiterhin.

Support bis Oktober 2032

  • WSUS kann laut Microsoft-Planungen bis einschließlich Oktober 2032 genutzt werden, sofern es mit unterstützten Windows-Versionen betrieben wird.

📝 Empfehlung für WSUS-Nutzer

Für Unternehmen, die WSUS On-Premises einsetzen, gilt:

  • Der aktuelle Wartungsansatz (WSUS) funktioniert weiterhin.
  • Aufgaben der Systemkoordinierenden (z. B. Update der Server) bleiben bestehen.
  • Es ist ratsam, auf moderne Update-Management-Systeme (z. B. Intune, Endpoint Manager) umzusteigen – insbesondere im Rahmen einer Cloud-Migration (IaaS/SaaS).

Viele Unternehmen haben bereits heute #WSUS abgeschaltet/entfernt und lassen Updates direkt herunterladen. Die Installation auf den Endgeräten mit Windows 10 / 11 Pro/Enterprise erfolgt dann automatisch und die Benutzer werden zum Neustart aufgefordert.

Auf Servern erfolgt die Installation meist durch den Unternehmens-Administrator, gefolgt von einem manuellen Neustart der Server. Hiermit wird sichergestellt, dass die Neustarts im definierten Wartungsfenster (max. 10 Tage nach Patchday) liegen. Nach dem Neustart erfolgt eine kurze Funktionsprüfung der wichtigsten Funktionen. Im Bedarfsfall können so fehlerhafte Sicherheitsupdates zurückgezogen werden.

Wir empfehlen das Installieren der Updates am ersten Wochenende nach dem Patchday. Damit hat Microsoft 4 Tage Zeit, Patches, die fehlerhaft sind, wieder zurückzuziehen oder zu reparieren. Zusätzlich liegt man im von Versicherungen bewerteten Zeitfenster (nach mehr als 10 Tagen ohne Updates behalten sich Versicherungen vor, die Leistungen im Schadenfall rigoros zu kürzen).

Wer die Geräte verwalten möchte, dem empfehlen wir passende Intune Pläne. Bereits im Microsoft 365 Business Premium Plan sind wertvolle und nützliche Funktionen aus Intune nutzbar. Für die vollständige Verwaltung aller Geräte kann dann ein auf die vollständigen Intune-Pläne zurückgegriffen werden.


Kaspersky Antivirus in den USA verboten

In den Vereinigten Staaten wurde nun ein Vertriebsverbot für #Kaspersky Security-Produkte und die damit verbundenen Updates/Subscriptions verabschiedet. Es wird noch im Juli 2024 für den Abschluss von neuen Abonnements wirksam. Bisher war nur amerikanischen Behörden untersagt, Produkte dieses Herstellers zu verwenden. Das "Kauf- und Updateverbot" wurde nun auch auf andere Unternehmen und Endverbraucher ausgeweitet.

Obwohl die Kaspersky Holding LLC ihren Sitz in London hat und die Freigabe von EMEA-Signaturen in der Schweiz erfolgt, möchten wir betonen, dass es technisch ausgereifte Alternativen gibt, die ein vergleichbares Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Wir sind uns bewusst, dass letztendlich Gelder nach Russland fließen könnten, möchten jedoch keine politischen Argumente anführen.

Wie bereits in einem früheren Artikel erwähnt, ist (Stand 27.06.2024) der Vertrieb von Kaspersky-Software oder Updates in Deutschland und der EU derzeit nicht verboten. Das Bundesamt hat hierzu eine offizielle Stellungnahme abgegeben. Hierzu das Statement vom Bundesamt.

Für Unternehmen mit bis zu 300 Mitarbeitern ist der Defender für Business im Microsoft 365 Business Premium Plan enthalten, der auch KI-gestützten erweiterten Schutz für Endgeräte bietet. Für Server gibt es ebenfalls entsprechende Sicherheitspläne. Für größere Unternehmen stehen die Enterprise- oder M-Pläne zur Verfügung.

Unser Cloud-Vertriebsteam steht Ihnen gerne zur Verfügung, um Sie bei der Umstellung auf das Defender-Produkt auch für On-Premises-Lösungen zu beraten.


vmware vcenter Server Sicherheitslücken

Einige von Ihnen setzen #vmware vsphere als Virtualisierungssoftware (On-Premises) ein. Dazu wird zur Administration eine virtueller Server "vcenter" genutzt. Anfang Juni werden zwei #Sicherheitslücken bekannt, die er ermöglichen, dass jemand, der schon im Netzwerk angemeldet ist erhöhte Berechtigungen im VCenter erlangt und ggf. Schadcode auf der VM ausführen kann. Details im Support-Artikel von Broadcom (dem neuen Besitzer von vmware).

https://support.broadcom.com/web/ecx/support-content-notification/-/external/content/SecurityAdvisories/0/24453

Auch wenn das Risiko vergleichsweise gering ist, weil es nur angemeldet und im lokalen Netzwerk funktioniert, sollten Sie, sofern Sie die vmware noch in Wartung haben, die verfügbaren Updates zeitnah installieren.

  • vCenter Server 7.0 U3r
  • vCenter Server 8.0 U1e
  • vCenter Server 8.0 U2D

Ist Ihre vmware nicht mehr in Wartung, müssen Sie mit den Sicherheitslücken leben - oder in die Azure-Cloud migrieren. Kunden mit IaaS (Azure Servern in der Microsoft Cloud) sind nicht betroffen.