Mit Windows 365 Link bringt Microsoft ein dediziertes Endgerät auf den Markt, das konsequent auf Cloud-PCs ausgerichtet ist. Doch was steckt technisch dahinter? Welches Betriebssystem läuft darauf? Und warum setzt Microsoft bewusst auf Intel statt ARM?
Dieser Artikel gibt einen vollständigen Überblick.
Was ist Windows 365 Link?
Windows 365 Link ist kein klassischer PC, sondern ein Cloud-Terminal. Das Gerät dient primär dazu, sich sicher und performant mit einem Windows-365-Cloud-PC zu verbinden.
Lokale Anwendungen spielen praktisch keine Rolle. Der Fokus liegt auf Sicherheit, zentraler Verwaltung, schneller Cloud-Anmeldung und einer möglichst kleinen lokalen Angriffsfläche.
Die Hardware im Überblick
Prozessor
Im Windows 365 Link kommt ein Intel Processor N250 zum Einsatz. Der Prozessor basiert auf der x86-64-Architektur (Intel 64) und verfügt über vier physische CPU-Kerne. Hyper-Threading wird nicht unterstützt, es stehen also vier Kerne und vier Threads zur Verfügung.
Wichtig ist dabei: Der eingesetzte Intel-Prozessor ist kein ARM-Prozessor, sondern klassische x86-Hardware.
Taktfrequenzen
Der Basistakt liegt je nach Auslegung bei etwa 1,2 bis 1,3 GHz. Kurzzeitig kann der Prozessor per Turbo-Boost einzelne Kerne auf bis zu 3,8 GHz takten. Die CPU ist klar auf Energieeffizienz und Dauerbetrieb ausgelegt, was ideal für Cloud-Terminal-Szenarien ist.
Arbeitsspeicher (RAM)
Das Gerät ist mit 8 GB LPDDR5-RAM ausgestattet. Diese Menge ist mehr als ausreichend für das lokale Betriebssystem, den Netzwerk- und Security-Stack sowie die Darstellung des Cloud-Desktops.
Lokaler Speicher
Als lokaler Speicher stehen 64 GB UFS-Flash zur Verfügung. Dieser Speicher ist nicht für Benutzerdateien gedacht, sondern dient dem Betriebssystem, Gerätekonfigurationen, Caching sowie Updates.
Welches Betriebssystem läuft auf Windows 365 Link?
Auf dem Gerät läuft Windows CPC, wobei CPC für Cloud PC Client steht. Dabei handelt es sich um ein stark reduziertes Windows-Derivat, das speziell für den Zugriff auf Windows-365-Cloud-PCs entwickelt wurde.
Ist Windows CPC Linux?
Nein. Windows CPC ist kein Linux und auch kein Android oder ChromeOS. Es basiert auf dem Windows-NT-Kernel und nutzt den bekannten Windows-Security- und Management-Stack von Microsoft.
Was kann Windows CPC – und was nicht?
Windows CPC ist vollständig auf den Cloud-Zugriff ausgerichtet. Es kann direkt in einen Windows-365-Cloud-PC booten, unterstützt die Anmeldung über Entra ID (Azure AD) und lässt sich zentral über Microsoft Intune verwalten. Sicherheitsfunktionen wie Secure Boot, TPM-Integration und Gerätesperren sind fest integriert. Das System startet sehr schnell und bietet nur eine minimale lokale Angriffsfläche.
Nicht möglich ist die Installation oder Ausführung lokaler Windows-Programme. Win32- oder Store-Apps werden nicht unterstützt, eine sinnvolle Offline-Nutzung ist nicht vorgesehen, und das Gerät ersetzt keinen klassischen Arbeitsplatz-PC.
Warum setzt Microsoft auf Intel und nicht auf ARM?
Beim Windows 365 Link hat sich Microsoft bewusst für einen Intel-x86-Prozessor entschieden. Gründe dafür sind der ausgereifte Treiber- und Firmware-Stack, native Windows-Security-Mechanismen ohne Emulation, eine hohe Enterprise-Reife sowie geringere Komplexität im Betrieb und bei Audits.
Während ARM-Plattformen bei Surface-Geräten und Copilot+-PCs eine immer größere Rolle spielen, ist x86 im Enterprise-Cloud-Terminal-Umfeld aktuell die stabilere und risikoärmere Wahl.
Einordnung: Was ist Windows 365 Link wirklich?
Am treffendsten lässt sich Windows 365 Link als hochsicherer, zentral verwalteter Windows-Thin-Client beschreiben, der kompromisslos auf Cloud-PCs ausgelegt ist. Die lokale Funktionalität ist bewusst stark eingeschränkt, um Sicherheit, Wartbarkeit und Standardisierung zu maximieren.
Typische Einsatzszenarien sind Unternehmen mit Zero-Trust-Strategien, standardisierte Arbeitsplätze, Callcenter, Verwaltung, Shared-Desk-Umgebungen und sicherheitskritische Infrastrukturen.
Fazit
Windows 365 Link ist kein günstiger Allround-PC, sondern ein spezialisiertes Enterprise-Endgerät. Es kombiniert einen energieeffizienten Intel-x86-Prozessor mit vier Kernen, bis zu 3,8 GHz Boost-Takt, 8 GB RAM, 64 GB Flash-Speicher und einem speziell entwickelten Windows-Client-Betriebssystem.
Wer einen klassischen Desktop-Rechner sucht, ist hier falsch. Wer hingegen einen sicheren, wartungsarmen und konsequent cloud-zentrierten Zugang zu Windows-Arbeitsplätzen benötigt, bekommt genau das.
Wichtiger Hinweis
Das Gerät ist 2026 ganz frisch auf dem Markt Praxistests im Kundenumfeld stehen noch aus. Wenn erste Testergebnisse vorliegen, posten wir hier.
Bezugsquellen
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