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9 Beiträge · 17.10.2026

9 Beiträge3.036 Wörterca. 14 Min. Lesezeit1 Kategorie

Kategorie: Internet · Sortierung: date

Inhaltsverzeichnis

Kategorie: Internet · Sortierung: date
  1. Gefahrenquelle Mobiles Arbeiten, Home Office
  2. Cloud Computing für klein und groß
  3. Azure Windows virtual Desktop meist günstiger als Terminalserver
  4. Flash-Player verschwindet aus Internet Explorer und Edge
  5. Internet Explorer 11 und Microsoft Edge Supportende in Kürze
  6. WordPress 5.5 spart dem Admin Arbeit
  7. Unifi Ubiquiti WLAN Access Point AC Pro Test
  8. Microsoft Teams Gastfreigabe
  9. Internet Explorer 11 unter Win7Server2008R2 Sicherheitslücken

Gefahrenquelle Mobiles Arbeiten, Home Office

Internet · 03.12.2020

#Wichtig - die gemeinhin gern als "Home-Office" bezeichnete Arbeitslokation, die im geschäftlichen Bereich als "Mobiles Arbeiten" bezeichnet werden muss, kann möglicherweise als Einfallstor für kriminelle Machenschaften genutzt werden.
Um Datenverlust und möglichen Kontrollverlust effektiv zu vermeiden, muss der Unternehmer/Arbeitgeber wirksame Maßnahmen ergreifen. Tut er das nicht, werden Versicherungen im Schadensfall die Leistung komplett verweigern oder zumindest kürzen. Bei grob fahrlässigem Handeln drohen Regressforderungen und hohe Bußgelder.

Um zu vermeiden, dass die Sicherheitsgrundlinie, wenn Mitarbeiter zuhause oder an einem anderen Ort arbeiten, zu niedrig ist, sind einige Grund-Voraussetzungen zu erfüllen (hier nur einige Auszüge, mehr Details erfahren Sie im IT-Sicherheits-Check):

  • Ein geschäftliches Notebook zur Verfügung stellen - wir empfehlen Notebooks der Thinkpad-Reihe vom Markführer lenovo
  • Ein gemanagtes Dienst-Handy für zusätzliche mobile Kommunikation bereitstellen. Die Nutzung von privaten Handies ist nicht mit deutschem Recht vereinbar und birgt Risiken
  • Bestimmte Software (z.B. Warenwirtschaft) nur über ein RDS Security Gateway, SSL verschlüsselt bereitstellen
  • Eine Vereinbarung zum Verhalten und Nutzung und Tipps zur Gefahrenabwehr von Hard- und Software schließen und unterzeichnen lassen, Mitarbeiter schulen

Für den Firmensitz bzw. Hauptstandort des Betriebes gilt eine erhöhte Verpflichtung, was die Firewall Technik angeht. Es muss zwingend eine Next-Generation Firewall mit Advanced Threat Protection (hochladen von Anhängen und Downloads in die Cloud und Probeausführung vor Zustellung), SSL-Interception, kompletter HTTPs und Mailüberwachung im Einsatz sein. Die Firewall muss gemanagt und in Wartung sein. Für größere Umgebungen auch doppelt ausgelegt (Firewall-Cluster). Unsere Empfehlung: Barracuda Modell F280.

Für die Kommunikation mit den Mitarbeitern empfehlen wir Microsoft Teams in Verbindung mit einem Microsoft 365 E3 bzw. Business Premium Plan. Für Audio ist ein Bluetooth Headset von Jabra (evolve 65 empfohlen)

Trifft der Unternehmer die Maßnahmen nicht, werden mobile Arbeitsplätze auch gern mal für private Dinge genutzt oder zum Home-Schooling, für Spiele und andere nicht geschäftliche Dinge. Zum Steigern des Komforts dürfen Arbeitgeber dem Mitarbeiter einen Bildschirm, Maus und Tastatur zur Verfügung stellen, den Rest (inklusive Raum-, Heiz- und Stromkosten) trägt ein Mitarbeiter selbst.

Wie erreichen Sie das Ziel?

und wir erarbeiten die notwendigen Maßnahmen zum Erreichen des BSI Grundschutzes. Dazu gehört auch das Konzept „Mobiles Arbeiten“, das wir gemeinsam mit Ihrem Systemkoordinator erstellen. Sie erhalten Beispiele und Mustertexte und zahlreiche Unterlagen neben dem Testat über Ihre IT-Sicherheit.

Cloud Computing für klein und groß

Internet · 29.10.2020

Dass der Betrieb von Servern in eigenen Räumlichkeiten und die bei Veränderungen und Garantie-Ablauf verbundene #Hardware Ersatz-Investition nicht mehr zeitgemäß und nicht zukunftsweisend ist, hat aktuell auch die deutsche Bahn bewiesen. Das Unternehmen hat auf #IaaS gesetzt und alle Server in den eigenen Rechenzentren abgeschaltet.
[Quelle: Westfälische Rundschau vom 29.10.2020, Funke Mediengruppe]

Bemerkenswert ist, dass die Umstellung im Gegensatz zu vielen Großprojekten bereits zwei Jahre vor dem geplanten Ende abgeschlossen ist. Als Zielplattform hat man dabei auf Microsoft #Azure gesetzt (und weil die Bahn so groß ist, auch Server im AWS Rechenzentrum angemietet.

Wir erkennen derzeit auch im klein- und mittelständischen Kundenumfeld die gleiche Tendenz. Spätestens mit Ablauf der Garantie oder mit Einführung neuer Software muss neu investiert werden - meist im hohen 5-stelligen Bereich. Nahezu jeder Kunde entscheidet sich bei Garantie-Ende seiner Server für die IaaS Lösung. Aus Datenschutz-Gründen werden die Rechenzentren in Frankfurt und bei Berlin bevorzugt, denn die dort betriebenen Windows-Server (für Domänencontroller Dienste, SQL,Service-Tiers, File, Print, s.dok/s.scan Archiv), stehen auf deutschem Grund und Boden. [Anmerkung: Software as-a-Service Dienste (SaaS) können Querschnittsfunktionen wie Azure-AD von Servern in den US&A bereitstellen, laut Datenschutzerklärung von Microsoft liegen aber die Daten und Dokumente im EU-Raum oder Deutschland]

Weil die BSI-Empfehlungen zu eigenen Serverräumen mittlerweile Pflichtprogramm sind und verschärft wurden, muss in vielen Fällen baulich nachgerüstet oder gar ein Serverraum gebaut werden.

Der Cloud Readiness Check ermittelt und entdeckt die zu erfüllenden Maßgaben und ermittelt, welche voraussichtliche und Cloud-Optimierte Serverumgebung in Azure gemietet werden kann, um einen skalierbaren, performanten und bedarfsgerechten IT-Betrieb zu gewährleisten.

Azure Windows virtual Desktop meist günstiger als Terminalserver

Internet · 27.10.2020

Wer keine neue Server #Hardware kaufen und BSI konform im eigenen Haus betreiben möchte, kann die benötigte Hardware und das Drumherum bei Microsoft mieten. Die Plattform heißt: Microsoft Azure.

RDS- oder Terminalserver (bzw. Citrix-) Farm

Bisher hat man dazu entweder schon Terminalserver eingesetzt oder eingeführt, damit der Zugriff auf die per Internet-VPN erreichbaren Dienste auch bei schwächeren Leitungen performant bedienbar waren. In #Azure (bzw. bei aktuellen Betriebssystemversionen spricht man von RDS (Remote Desktop) Diensten.
Zum Betrieb der Dienste muss man also einen oder mehrere Windows Server mit RDS Diensten anmieten. Über einen Session Broker erfolgte die Verteilung der Sessions. Als Betriebssystem kommt ein Multi-Session fähiges Windows Server Betriebssystem zum Einsatz (das ebenfalls monatlich bezahlt werden muss). Zusätzlich wird pro User eine Remote Desktop Zugriffslizenz benötigt - beim Betrieb unter Azure mit Software-Assurance.
Alternativ kann man eine VDI Infrastruktur aufbauen und Windows Desktop-Betriebssysteme virtuell vom Server betreiben oder streamen, die aber wiederum eine Software-Assurance über ALLE Lizenzen erfordert.

AVD oder Azure virtual desktop

Der Azure Virtual Desktop Service wird hierbei aus der Cloud bezogen und ausgeführt. Der Administrator lizensiert und konfiguriert einen sogenannten #AVD Pool und gibt wie üblich die Nutzungszeit (Stunden pro Monat) an. Für Arbeiten außerhalb der Kernzeit kann ebenfalls eine Anzahl von Maschinen bereitgestellt werden. Um die notwendige Hardware dahinter kümmert sich Microsoft. Man mietet also keine drei Terminalserver an, sondern z. B. 40 WVDs.
Azure stellt Windows 10 Business oder Enterprise (Multisession, das gibt es nur in Azure) zur Verfügung. Der Zugriff erfolgt über das RDP Protokoll.

Der Administrator muss also - wie bei Terminalservern, die Software für alle Clients - wie beim Terminalserver pro Pool nur einmal installieren. Außerdem spart man die RDP-Zugriffslizenzen ein. Die Lizenz für das verwendete Betriebssystem muss über einen passenden Microsoft 365 Plan bereit gestellt werden.

Voraussetzungen

Damit das Ganze funktioniert, werden folgende Dinge benötigt:

  • Ein Microsoft Azure Mandant (Tenant) für das Unternehmen
  • für jeden User (der Office Programme und ein Exchange online Posftfach hat) eine Microsoft 365 Business Premium Lizenz (enthält Exchange Online Postfach, Office, erweiterten Virenschutz, 2-Faktor-Authentifizierung und mehr)
  • Für Benutzer, die keine Office-Programme UND kein Postfach nutzen, kann statt Business Premium ein Windows 10 Enterprise E3 Plan gemietet werden. Dieser enthält die Betriebssystemlizenz für den virtuellen Desktop.
  • Office muss eingerichtet sein und das Active Directory mit dem Azure-AD synchronisiert
  • Ein Windows Virtual Desktop Pool muss in Azure lizensiert (gemietet) und konfiguriert werden. Hat man mehrere Anwendungsszenarien, legt man mehrere Pools an (Beispiel: Desktops mit Office Nutzung und Desktops ohne
  • Andere Azure Server für die restliche Infrastruktur (DC, Print, File, SQL, Service Tiers, Archivserver ...)

Zugriff von überall

Ähnlich wie Exchange online sind #WVD Desktops von überall im Internet erreichbar. Die notwendigen Gatewaydienste stellt Microsoft zur Verfügung.
Zur Absicherung (Mehr-Faktor-Authentifizierung) kann (nur für die User mit Premium Lizenz) die Microsoft Authenticator App benutzt werden. Alternativ kann (und wird in den meisten Umgebungen) die Azure vpn Einwahl zusätzlich genutzt.

Kostenbetrachtung 40 User Beispiel, Listenpreise

Wer ohnehin Microsoft Office und ein Exchange Postfach benötigt, für den ist WVW günstiger als der Betrieb von Terminalservern in Azure. Dabei kostet ein Pool für das Rechenbeispiel mit 40 Usern etwa das gleiche, wie ein Terminalserver.

Für 40 User braucht man aber mindestens 2 Terminalserver und für jeden User auch nochmal eine RDP User CAL mit Software Assurance:

* Wenn ein typischer Terminalserver rund 450 € kostet pro Monat (also 2 für die 40 User mit 900 € pm), die RDS-Cal 130 € + 30 € pro Jahr (6.400 € im ersten, 1200€ in den Folgejahren), liegt eine typische WVD-Umgebung etwa bei 550 € pro Monat. (Nur ein Rechenbeispiel. Preisangaben ohne Gewähr. Genaue Details müssen ermittelt werden)

Fazit

WVD ist in vielen Fällen die bessere Lösung. Weil ein WVD Desktop ebenfalls das RDP Protokoll verwendet und eine Multi-User-Umgebung ist, gelten die gleichen technischen Voraussetzungen und Einschränkungen wie bei klassischen Terminalservices.
Vereinzelt (sehr selten) wird es Software geben, die feststellt, dass Multiuser-Betrieb unter Client Betriebssystem stattfindet und nicht funktioniert. In dem Fall sind die Hersteller gefragt - oder aber man setzt doch Terminalserver auf.

Im Rahmen eines Cloud Readiness Checks erhalten Sie ein Konzept zur Realisierbarkeit.

Flash-Player verschwindet aus Internet Explorer und Edge

Internet · 06.09.2020

Zum Ende des Jahres 2020 stellt #Adobe bekanntlich den Support für den Flash Player ein. Bisher enthalten der Internet Explorer, Edge und Google
#Chrome ein Modul zum Anzeigen von Flash-Inhalten, das sich automatisch aktualisiert. Mit Beginn von 2021 ist das Modul ein Sicherheits Risiko, daher wird es entfernt.

Bereits jetzt werden Flash-Inhalte von Google Chrome und dem neuen Microsoft Edge geblockt, man kann sie aber fallweise pro Webseite aktivieren. Das entfällt dann im nächsten Jahr.

Microsoft hat angekündigt, auch die relevanten Gruppenrichtlinien zu entfernen.

Damit ist das gefährlichste (weil am meisten angegriffene) Softwaremodul der Welt endlich Geschichte.

Internet Explorer 11 und Microsoft Edge Supportende in Kürze

Internet · 19.08.2020

Microsoft hat heute bestätigt, dass der Internet Explorer 11 langsam von den Diensten abgeschnitten wird. Bereits jetzt funktionieren einige Funktionen in der Anwendung "Microsoft Teams" nicht mit dem Internet-Explorer. Ab 30. November 2020 wird der IE dann gar nicht mehr unterstützt.

Ab dem 17. August 2021 werden die restlichen Microsoft 365 Anwendungen und Dienste nicht mehr mit dem Internet Explorer funktionieren werden.

Ersatzweise ist Microsoft im Moment dabei, den neuen Microsoft Edge (auf Basis von Chromium) zwangsweise mit den Updates auf Windows 10 Systemen zu verteilen. Er ersetzt zunächst den Edge Legacy Browser (unter Windows 10).

Parallel wird kurzfristig ein IE-Modus zur Verfügung stehen, der dann Funktionen, für die in der Vergangenheit der IE noch erforderlich war, unterstütztn soll. Wer das automatische Update auf den neuen Edge blockiert, wird für den (alten) Edge (Legacy) ab dem 9. März 2021 keine Sicherheitsupdates mehr erhalten. Man nennt das #endoflife oder EOL.

Handlungsempfehlung

Aktualisieren oder ersetzen Sie Windows 7 und 8.1 Systeme durch Windows 10 Pro (aktuelle Version 20H1).

Um die größtmögliche Kompatibilität zu erreichen und die meisten Webseiten korrekt aufrufen zu können, ist es empfehlenswert, den alten Edge Legacy Browser durch den:

  • Microsoft Edge für Enterprise

zu ersetzen. Mit zahlreichen Richtlinien lässt sich dieser im Netzwerk verteilen und NICHT als Standardbrowser vorsehen.

  • Google #Chrome für Enterprise

wird dann Standard #Browser. Auch hier gibt es zahlreiche Gruppen-Richtlinien, die das Vorhaben adminfreundlich gestalten und einen MSI Installer zur Verteilung per Gruppen-Richtlinie. Zusätzlich kann der Chrome Browser als Standard #PDF Betrachter das 500 MB-Trümmerteil von Adobe ersetzen.

Wenn Sie Unterstützung benötigen, nehmen Sie gern über die Kontaktfunktion dieses Internetauftritts Verbindung auf.

Warum Google Chrome, nicht der neue Edge?

Kritische Sicherheitslücken werden mit dem Chrome für Enterprise Updater alle 2 Stunden aktualisiert. Der neue Microsoft Edge erhält Updates am Microsoft Patchday. Wenn also das Chromium Projekt, auf dem beide basieren, Updates rausgibt, müssen Google respektive Microsoft diese (und den eigenen Code) freigeben. Google ist da schneller.

Der PDF-Betrachter im Google Chrome für Enterprise hält sich mehr an den PDF-Standard 1.4, das Microsoft PDF-Modul im neuen Edge nicht.

Warum zusätzlich den neuen Edge?

Microsoft drückt mit dem automatischen Update die Endverbraucherversion vom Edge auf Widnows 10 Systeme und schaltet den alten Edge dabei ab. Damit Gruppenrichtlinien gesetzt werden können, benötigen Sie den neuen Edge für Enterprise. Dieser schließt die Supportlücke vom alten Edge und lässt sich zentral als "Ersatzbrowser" verteilen und konfigurieren. Lässt man nur die Endverbraucherversion auf den Systemen, übernimmt dieser Browser die Kontrolle über Dinge, die Google Chrome für Enterprise derzeit noch besser kann.

WordPress 5.5 spart dem Admin Arbeit

Internet · 14.08.2020

Neben einer Basis XML Sitemap Funktion (für diejenigen, die bei Google gefunden werden möchten und kein SEO-Plugin wie Yoast oder xml sitemaps installiert haben) ist ein echtes Highlight für den Webseite Administrator, dass er für verwendete Plugins und Themes (Designs) entscheiden kann, ob diese sich automatisch aktualisieren.

Aktiviert man diesen Automatismus in der Plugin-Liste, bekommt der Admin immer dann eine E-Mail, wenn eins oder mehrere dieser Erweiterungen aktualisiert wurden.

Der bisherige Prozess, Plugins über das Admin Control Panel von Hand zu aktualisieren, entfällt.

Im Changelog der VErsion 5.5 stehen auch Verbesserungen und Komfort-Features im Block-Editor Gutenberg. Dazu kommen wie immer Bugfixes und auch Sicherheitslücken, die geschlossen wurden.

(Post ID:1459, erstellt am: 14.08.2020 11:26:33 von: Patrick Bärenfänger)

Unifi Ubiquiti WLAN Access Point AC Pro Test

Internet · 26.06.2020

ich habe in letzter Zeit häufiger in Kunden-Umgebungen das abgebildete Gerät (oder mehrere davon im Verbund) gesehen und von den Admins wurde nur positiv berichtet.

Rechtzeitig zum Support-Ende #endoflife meines CISCO Access Points mit 2.4GHz und n-Standard stand die Anschaffung des #Unifi WLAN AC PRO auf dem Programm. Hier die ersten Erfahrungen damit:

Unboxing

Die neue Verpackung ist umweltfreundlicher (viel Pappe, wenig Plastik) und nur noch halb so hoch wie der Karton früher. Sie enthält:

* 1 PoE-Adapter (wer keinen Power-over-Ethernet Switch sein eigen nennt, kann die benötigten 48V vor dem Gerät ins Netzwerkkabel einspeisen

* Der AP selbst (fliegende Untertasse in weiß)

* Befestigungsschiene und Schrauben für Wand- oder Decken-Befestigung

Eine Kurzanleitung ist nicht in der Packung, aber im Internet zu finden. Ohne diese kommt man nicht unbedingt drauf, dass man nach Entfernen des unteren Rings (der sich wie bei einem Rauchmelder durch entriegeln und drehen lösen lässt) noch einen größeren Gummipropfen entfernen muss, um die Netzwerkanschlüsse freizulegen. Das Gummi dient dem Witterungsschutz, wenn man das Gerät (das darf man laut Hersteller) im Außenbereich z. B. unter dem Dach montiert. Die offene Freilandmontage wird nicht unterstützt - ist also kein outdoor-device, darf aber aussen montiert werden.

Hightlights:

* Neben dem Gigabit Netzwerkanschluss ist im Access Point ein kleiner Switch eingebaut, der einen zweiten Gigabit--Port enthält. So kann man einen vorhandenen Netzwerk-Anschluss nehmen, wo schon ein Endgerät arbeitet und den AC Pro dazwischen hängen.

* Die Funkleistung ist trotz integrierter Flächen-Antennen um einiges höher als bei vergleichbaren Produkten.

* Eine vielzahl von Einstellungen lassen sich auf (automatisch optimieren) oder explizit setzen

* VLANs sind ebenso möglich, wie die Gruppenbildung von Endgeräten (z. B. alle 5GHz-fähigen Geräte bevorzugt mit diesem Netzwerk versorgen, Bandwith steering und weiteres

Besonderheiten - was ist anders?

Nach dem Auspacken zunächst ein Schreck: Die Access Points haben keine Weboberfläche (integrierter Webserver im Gerät), wie man das sonst von Access points kennt, sondern lassen sich entweder über die Cloud oder eine lokal installierte Controller Software konfigurieren und verwalten.

Lädt man sich das 140 MB große Windows Paket runter, kommt der Hinweis, dass man JAVA benötigt und der Installer führt einen auf die Oracle Seite. Da Java aber für geschäftliche Nutzung seit Version Java 8U211 monatliche Gebühren kostet, wäre das nicht so gut. Im Übrigen möchte ich für ein Sicherheits-Gerät im lokalen Netzwerk kein Unifi Account erstellen und somit deren Server an mein internes Netz anschließen.

Alles wird wieder gut

Der erste Eindruck täuscht, wenn man weiß, das die Unifi Controller Software kein Oracle Java benötigt und dann man auch kein Cloud-Konto anlegen muss:

  • Adopt OpenJDK 8 Update 252 (64-Bit, Long Term Support) ist die aktuell sichere Open-Source JAVA-Basis, die über ein Setup verfügt und dem Unifi Controller ausreicht. (Bitte beim Installieren alles außer Iced-Tea ankreuzen)
  • Statt eines Cloud-Kontos kann man den Controller über einen lokalen oder Domain Benutzer absichern
  • Die Installation auf einem Server ist möglich
  • Die Controller Software kann als Windows Service automatisch mit dem Server starten (Anleitung dazu auf den Unifi Seiten)
  • Firmware-Updates und Controller Software lassen sich nach Zeitplan einsetzen. Bei Betrieb als Windows Dienst muss zum Aktualisieren nur kurz der Unifi Dienst gestoppt werden, ein Deinstallieren des Dienstes ist entgegen der Anleitung nicht notwendig.

Eine weitere gute Nachricht: Nutzt man die Controller-Software nicht als Syslog-Server und für Features, die nicht im AP enthalten sind (also wenn man den AP als reinen Access Point nutzt), braucht man die Controller Software nur dann zu starten, wenn man Messen, Diagnose betreiben oder was konfigurieren möchte.

Den Controller als Windows Dienst einrichten:

echo *** in eingabeaufforderung (admin) ausfuehren - installiert unifi controller
echo * vor einem update der controller software den Dienst Unifi controller stoppen
echo * Browserzugriff: https://servername:8443
pause
cd "%UserProfile%\Ubiquiti UniFi\"
java -jar lib\ace.jar installsvc
rem *** optional - Deinstallation des Dienstes
rem cd "%UserProfile%\Ubiquiti UniFi\"
rem java -jar lib\ace.jar uninstallsvc

Fazit

Starke Funkleistung trotz Flächen-Antennen, aktuelle Funkstandards, die von der breiten Masse als Standard verfügbar ist (bis zu 866 MBit Datenübertragung auf 5 GHz Band, wenn die Bedingungen optimal sind, ansonsten zwischen 100 und 200 MBit im Durchschnitt bei weiterer Entfernung und vielen Nachbarn mit WLAN.

Mit einem Listenpreis von ca. 115 € netto ist das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut. Nachdem man den ersten Schrecken der ungewohnten Konstellation und mit Java überwunden hat, wieder alle Daumen hoch für das Produkt.

(Post ID:1457, erstellt am: 26.06.2020 14:59:28 von: Patrick Bärenfänger)

Microsoft Teams Gastfreigabe

Internet · 17.03.2020

Mit Microsoft Teams kann man Videotelefonate in excellenter Bild- und Tonqualität führen, Dokumente teilen und Bildschirmfreigaben erstellen, die von beiden Seiten benutzt werden können. Bisher war die Möglichkeit deaktiviert, mit einem kostenlosen Teams (ohne Office 365 Abo) auf die eigene Bildschirmfreigabe Zugriff zuzulassen (wir hatten Mitte 2019 darüber berichtet)

Test-Szenario Bildschirmfreigabe

Ein eben durchgeführter Test mit folgender Konstellation belegt, dass das nun möglich ist (ob es übergangsweise oder dauerhaft aktiviert bleibt, ist unklar):

  • Moderator verfügt über Office 365 Abo und lädt über Outlook (Exchange) zu einer Teams-Besprechung externen Gast ein (Einladungen sind nur mit Office Abo möglich)
  • Gast klickt auf Einladungs-Link und installiert die #Teams Anwendung. Er verbindet sie über ein kostenloses Microsoft Konto mit den Cloudservern von Microsoft
  • Videotelefonat wird geführt. Bildschirmfreigaben mit Schreibrechten waren auch bisher möglich, wenn der Moderator bzw. Office 365 Lizenz Inhaber sie inittierte
  • Gast gibt seinen Bildschirm frei und Moderator fordert Zugriff darauf an. Gast bestätigt Zugriff und beide können auf dem Bildschirm arbeiten

Schulungen per Teams

Solange das oben beschriebene Szenario funktioniert, können Remote-Schulungen via Teams anstelle von PC-Visit durchgeführt werden. Offiziell bieten wir bereits die RTC-Updateschulungen auch Remote an. Wegen der aktuellen Bedrohungen durch das Corona-Virus sind auch die Sysko-Basis-Schulungen über Teams durchführbar und müssen auch bei einem behördlich angeordneten Lockdown nicht abgesagt werden. Details in diesem Artikel.

Internet Explorer 11 unter Win7Server2008R2 Sicherheitslücken

Internet · 20.01.2020

Im Zuge des Support-Endes für Windows 7 und Windows Server 2008 (und 2008 R2) ist zusätzlich zu beachten, dass der auf diesen Plattformen enthaltene Internet Explorer 11 keine Sicherheits-Updates mehr bekommt.

Sicherheitslücke aktiv

Bereits wenige Tage nach dem Januar Patchday wurde eine kritische Sicherheitslücke in der IE11-Plattform entdeckt, die sich von Kriminellen ausnutzen lässt, im den PC/Server unter ihre Kontrolle zu bringen und beispielsweise Crypto-Software zu installieren. Dazu reicht es, wenn Benutzer auf Terminalserver oder Windows 7 im Internet surfen. Gut gemachte Trojaner werden auch von aktuellen Firewalls und Virenscannern nicht blockiert.

IE11 wird immer nur auf aktuell im Support befindlichen Betriebssystemen mit Sicherheits-Updates versorgt.

Da der neue Edge on Chromium Enterprise auch nicht auf der Windows 7 /Server 2008 Plattform unterstützt wird, ist es ein extrem hohes Risiko, Windows 7 Maschinen oder Windows Server 2008 basierte Terminalserver weiter zu betreiben.

Fazit

Sicherer ist man, wenn die Terminalserver mindestens Windows Server 2012 R2 und die Endgeräte mindestens Windows 10 Version 1809 haben. Besser noch, man aktualisiert auf die jeweils aktuelle Windows 10 Version und mindestens Server 2016.
(Post ID:1433, erstellt am: 20.01.2020 12:20:01 von: Patrick Bärenfänger)