Unsere Warenwirtschaft #gevis ERP | BC basiert auf Microsoft Dynamics 365 Business Central (ehemals Dynamics #NAV, Navision). Microsoft lizensiert dabei (genau wie wir es bereits von Office 365 und Exchange online kennen) nach dem „Named User“ Prinzip.
Funktionsweise
Grundlage fĂŒr die Messung und Kontrolle bleibt das Benutzer-Objekt im Active Directory. Dessen eindeutige ID (SID) wird beim zufĂŒgen eines Benutzers in gevis ERP | BC die Grundlage fĂŒr die BC-Lizenz. Deaktiviert man in der Benutzer-Tabelle ein Objekt, wird diese Lizenz nicht mehr gezĂ€hlt.
Man kann aber nur Benutzer in die Tabelle einfĂŒgen oder deaktivierte Benutzer wieder aktivieren, solange deren Anzahl kleiner oder gleich der in der Lizenzdatei ausgewiesenen #Lizenzen ist.
In der Praxis
Die Anzahl der benötigten Lizenzen richtet sich nach der Anzahl der natĂŒrlichen Personen/Mitarbeiter, die Zugriff auf die Warenwirtschaft haben (Aktivierte Benutzer in der gevis ERP | BC Benutzerliste unter: Zugriffsrechte und Benutzer/Benutzer).
ThekenplÀtze / Schichtarbeit
Ebenfalls aus der Praxis bekannt sind sogenannte Theken-PlĂ€tze, wo ein technischer Windows User fĂŒr die Anmeldung genutzt wurde und mehrere Mitarbeiter an einem PC wechselweise gevis bedienen. Die nach den GOB notwendige Zuordnung Mitarbeiter zum Beleg erfolgte ĂŒber den VerkĂ€ufercode. Dieses Szenario ist nach dem aktuellen Lizenzmodell nicht mehr möglich. Das gilt auch fĂŒr Arbeiten im Schichtbetrieb, das auf „concurrent Sessions“ lizensiert war.
FĂŒr ThekenplĂ€tze ist die mit dem Lizenzmodell konforme Möglichkeit: Jeder Mitarbeiter, der einen Thekenplatz benutzt, meldet sich mit seinem Windows Benutzerkonto dort an. Sind mehrere Mitarbeiter angemeldet, kann z. B. auf Windows 10 PCs die „Benutzer wechseln“ Funktion benutzt werden. Damit muss sich jeder Theken-Mitarbeiter nur einmal pro Tag an der Theke anmelden und die folgenden Benutzer-Wechsel funktionieren (Benutzer wechseln, die anderen Benutzer bleiben im Hintergrund in gevis angemeldet).
In RDP- und Citrix-Umgebungen mĂŒssen stattdessen mehrere RDP/Citrix Sitzungen (eine pro Benutzer) geöffnet sein.
Das folgende âIn der Praxis â Beispielâ â ist auch aus dem neuen Lizenzmodell ableitbar und denkbar (Anmerkung: Theken-Mitarbeiter dĂŒrfen ausschlieĂlich gevis nutzen (kein Outlook) und es muss eine Dienstanweisung die ausschlieĂlich dienstliche Nutzung vorschreiben):
Ein Theken-Arbeitplatz wird von 5 Mitarbeitern benutzt (5 gevis named user Lizenzen erforderlich). Morgens meldet sich (der erste Mitarbeiter an der Theke mit seinem Benutzer an). Die anderen Vier nutzen ihren VerkĂ€ufercode, um die Zuordnung im Beleg nach GOB vorzunehmen. Das bedeutet, das an- und Abmelden an den Theken entfĂ€llt zwar, es mĂŒssen aber alle natĂŒrlichen Personen, die gevis nutzen, in Tabelle 91 angelegt und somit lizensiert sein. Technische Accounts (AD-Benutzer wie “ theke1″) sind nicht zulĂ€ssig und werden bei Lizenzkontrollen geahndet.
Organisatorische Disziplin erforderlich
Damit am Ende des Tages nicht alle Sitzungen geöffnet bleiben, sind die Benutzer zur Disziplin aufgefordert: Am Ende des Tages die Terminalsitzung bzw. den am PC angemeldeten Benutzer ABMELDEN. Funktioniert das nicht, können Admins zumindest fĂŒr die RDP/Citrix-Sitzungen per Richtlinie defninieren, dass diese nach mehrstĂŒndiger Leerlaufzeit automatisch abgemeldet werden. Eine Richtlinie zur automatischen Abmeldung am lokalen DomĂ€nen-PC ist mir nicht bekannt. Hier gilt die Forderung: PCs (auĂer Notfall-ArbeitsplĂ€tze) werden abends heruntergefahren. Dabei werden die Anmeldungen automatisch abgemeldet.

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