Windows Clients und Dynamics Serverplattformen

Von Microsoft ist zwar eine teilweise Kompatibilität für (Windows 11 Pro/Enterprise) und Windows Server 2022 in Verbindung mit Dynamics 365 Business Central ab Version 21 (siehe Business Central 21 Wave 2 Requirements von Januar 2022) beschrieben und an einigen Stellen wird auch Windows 11 erwähnt, wir empfehlen aber weiterhin Windows Server bis 2019 und Windows 10 (Pro, Enterprise) als Plattform für die Clients, Terminalserver und Azure Virtual Desktop.

Zumal Microsoft für die älteren Versionen von Dynamics NAV Classic und RTC (gemeint sind alle Versionen mit Client als Windows-Anwendung) keine Kompatibilität mehr ausweisen wird und in Windows 11 einige Funktionen von Windows 10 eingestellt wurden. Bei den RTC-Versionen (bis NAV 2018) darf der SQL-Server maximal Version 2017 sein.

Lesen Sie auch gern meinen Kommentar zu den Nachteilen von Windows 11.

Da die Unterstützung für Sicherheits-Patches für Windows 10 bis 25. Oktober 2025 gewährt wird, in Azure Virtual Desktop-Umgebungen und im Erweiterten Support sogar bis 15. Oktober 2030 und viele Hersteller das Downgrade bei neuen Systemen auf Windows 10 Pro erlauben, empfehlen wir weiterhin Windows 10 Pro.

Fazit: bei Windows 10 Pro – bleiben

Wie Sie das kostenlose Upgrade-Angebot von Microsoft auf Windows 11 unterdrücken, erfahren Sie hier.

Gleichermaßen gilt weiterhin unsere Empfehlung für Google für Enterprise als Standard-Browser und zur Nutzung für ERP | BC und gevis ERP | SaaS und gevis VEO. Den Microsoft Edge für Enterprise installieren Sie bitte NICHT als Standardbrowser, aber zur Absicherung der Betriebssysteme.

gevis classic Versionen (NAV2009R2)

Für den Classic Client gibt es und wird es keine „Freigabe“ von Microsoft geben. Für den Einsatz auf Endgeräten im lokalen Netzwerkbetrieb empfehlen wir Windows 10 Pro. Unter Windows 11 Pro gibt es Einschränkungen und Funktionsstörungen.

Im Terminalbetrieb ist die empfohlene Server-Version Windows Server 2016 es sind aber auch Fälle von 2019 bekannt in Kundenumgebungen. Für Azure Virtual Desktops (Nachfolger der Terminalserver in Azure) sollte der Pool mit Windows 10 eingerichtet werden.

SQL-Server (Runtime mit Maintenance) für Classic On-Premises ist maximal Version 2019, die Minimum-Version sollte aus Update-Gründen 2014 sein im Umlauf, für den Einsatz in Azure Cloud Migrations-Szenarien wird ebenfalls ein Azure Server 2019 eingesetzt und die Lizenzen gemietet.

Skeye.allegro MDE Geräte dürfen aus Sicherheitsgründen nur noch offline betrieben werden, da diese nur mit einem 32-Bit -Terminalserver funktionieren.

Nav 2009 R2 Windows compatibility sheet bis Windows Server 2012 R2

NAV 2009 R2 Windows no compatibility für neuere Windows Server

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Über den Autor:

Patrick Bärenfänger ist TÜV-zertifizierter IT-Security Manager und -Auditor und seit über 30 Jahren in der IT-Branche. Seine Schwerpunkte sind die Ausbildung/Zertifizierung von Systemkoordinatoren, Lizenz-Audits und IT-Systemprüfungen nach BSI-Grundschutz-Katalogen und IDW PS 330 und die Intrastruktur-Analyse und -Optimierung.

Kommentare

2 Gedanken zu “Windows Clients und Dynamics Serverplattformen

  1. Windows Clients und Dynamics Serverplattformen

    Hallo Herr Bärenfänger,
    Danke für die Info mit Windows 10 als Clientsystem für BC.

    Mittlerweile liefern die Hersteller wie Lenovo, HP, etc. ihre Client- Workstations mit Windows 11 aus ein Downgrade ist dabei nicht vorgesehen, das bedeutet man kommt auf lange Sicht nicht um Windows 11 herum.
    Wissen Sie wann der Support für Windows 11 vollständig freigegeben sein für BC?

    Viele Grüße

    1. Windows Clients und Dynamics Serverplattformen

      Ein Downgrade von Windows 11 Pro auf 10 Pro ist bei den Business-Serien der namhaften Hersteller (also Thinkcentre und Thinkpad bei lenovo) jederzeit möglich. Neben der Möglichkeit, weiterhin mit vorinstalliertem Windows 10 Pro zu ordern, können Sie die Systeme löschen und neu installieren. Das Downgraderecht ist in diesem Fall im OEM-Lizenzvertrag (EULA) verbrieft. Für die Consumer-Geräte mit Windows 11 (home) Versionen gilt das nicht – diese im Geschäftsumfeld einzusetzen, macht aber keinen Sinn. Eine „Freigabe“ hat es nie und wird es nie für Softwareprodukte geben. Unserer Einschätzung nach wird es bis 2030 (zum Ende des erweiterten ESU Supports der Windows 10 Geschäftsversionen) eine neue Windows Version geben, die eher Kompatibilitätsansprüche erfüllen wird. Wer jetzt schon Azure Virtual Desktops auf Windows 10 einsetzt, kann dieses Terminalserverbetriebssystem ohne Mehrkosten bis 2030 einsetzen. Damit wäre dann Winows 11 wie Windows Vista und Windows 8 Geschichte.

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